Zurück zum Presseportal18. November 2013
TÜV NORD Tipps zum Einbruchschutz

Gebäude

Einbruchschutz: Einbrecher haben jetzt Hochsaison – so schützen Sie Haus und Wohnung

Alle 4 Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Das zeigen Untersuchungen des Bundeskriminalamts. Besonders im Herbst und Winter steigt die Gefahr, Opfer eines Haus- oder Wohnungseinbruchs zu werden. Fachleute von TÜV NORD verraten, wie sich Mieter und Eigentümer effektiv gegen Langfinger schützen können.

Laut der aktuellen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts ist die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland im vergangenen Jahr um knapp neun Prozent gestiegen. Dabei haben Einbrecher vor allem in den Herbst- und Wintermonaten Hochsaison. Die frühe Dunkelheit verschafft den Tätern gute Bedingungen. Oft benötigen sie nur wenige Minuten, um sich ungestört Zutritt ins Haus zu verschaffen und anschließend mit der Beute zu entkommen. Der finanzielle Schaden ist in vielen Fällen überschaubar und zu ersetzen. Was jedoch bleibt, ist der emotionale Verlust sowie ein ungutes Gefühl in den eigenen vier Wänden. Um es so weit nicht kommen zu lassen, gibt Jürgen Richters, Security-Experte bei TÜV NORD, fünf Tipps, um Einbrüchen vorzubeugen.

  • Identifizieren von Schwachstellen! Einbrecher dringen am liebsten unbemerkt und ohne Zeitdruck in Objekte ein. Neben Haustüren, die oftmals zur Straße liegen, sind deshalb auch rückwärtige und schlecht einsehbare Eingänge eine beliebte Einbruchstelle. Die Immobilie sollte daher an diesen möglichen Schwachstellen, wie zum Beispiel Kellereingängen und Terrassentüren auf Einbruchsicherheit überprüft werden. Auch auf Aufstiegshilfen, die den Einstieg über einen Balkon ermöglichen, ist zu achten.
  • Geeignete Sicherungsprodukte auswählen! Zur Sicherung von Türen und Fenstern sollten bevorzugt zertifizierte Produkte eingesetzt werden. Aber auch die Montage dieser Produkte muss richtig erfolgen. Fehlerhafte Installation oder minderwertige Produkte bieten oft keinen Schutz und erzeugen lediglich eine Scheinsicherheit.
  • Türen und Fenster ganzheitlich sichern! Türen bestehen aus verschiedenen Komponenten: Schließzylinder, Schloss mit Riegelwerk, Türblatt und Türrahmen. Dabei ist zu beachten: Die Widerstandskraft der Tür wird durch die schwächste Stelle bestimmt. Nur mit einer ganzheitlichen Sicherung kann daher eine definierte Einbruchhemmung erreicht werden. Fenster können hingegen mit Pilzkopfverriegelungen an den Griffen sowie Scheiben mit einbruchhemmender Folie gesichert werden. Es sollte insgesamt eine Widerstandsklasse 2 (RC 2) erreicht werden, die einen Schutz vor Gelegenheitstätern mit einfachen Einbruchwerkzeugen bietet.
  • Zeitschaltuhren aktivieren! Die Mehrzahl der Einbrecher scheut die Konfrontation mit anwesenden Personen und steigt bevorzugt in „unbewohnte“ Häuser und Wohnungen ein. Eingeschaltetes Licht, das auch bei Abwesenheit durch eine Zeitschaltuhr gesteuert werden kann, hilft besonders in den Abendstunden, den Eindruck eines belebten Hauses zu erwecken. Viele Einbrüche finden jedoch tagsüber statt. Dann kann zum Beispiel mit Radioweckern ein bewohnter Eindruck erweckt werden.
  • Überwachungselektronik einsetzen! Einbruchmeldeanlagen und Überwachungskameras schrecken Diebe nachweislich ab. Auch sichtbar montierte Sirenen oder Kameras senken das Einbruchrisiko deutlich und sind eine sinnvolle Ergänzung zum baulichen Grundschutz.

 

Über die TÜV NORD GROUP

Die TÜV NORD GROUP ist mit über 10.000 Mitarbeitern einer der größten technischen Dienstleister. Mit ihrer Beratungs-, Service- und Prüfkompetenz ist sie weltweit in 70 Ländern aktiv. Zu den Geschäftsbereichen gehören Industrie Service, Mobilität, IT und Bildung. Mit Dienstleistungen in den Bereichen Rohstoffe und Aerospace hat der Konzern ein Alleinstellungsmerkmal in der gesamten Branche. Leitmotiv: „Wir machen die Welt sicherer“.          
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