Gefahrstoffe
Chemikalien
GHS Piktogramme (GHS bedeutet Global Harmonisiertes System) ermöglichen eine Klassifizierung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen. Der Umgang mit Chemikalien in Betrieben oder auch das Vorhandensein von Gefahrstoffen in Privathaushalten, können gesundheits- und umweltschädigende Belastungen hervorrufen.
Um gefährliche Stoffe einordnen zu können, existieren GHS Piktogramme, die nach einem einheitlichen System die eindeutige Kennzeichnung von Gefahrstoffen vorschreiben.
Chemische Stoffe können auch gefährlich sein. Diese können verschiedene schädigende Eigenschaften besitzen, z.B. gesundheitsschädigend, entzündbar oder umweltgefährdend sein. Darum müssen Gefahrstoffe anhand von Piktogrammen gekennzeichnet sein. Aus solchen Stoffen, Zubereitungen oder Erzeugnissen können aber auch bei der Herstellung oder Verwendung erst gefährdende Stoffe oder Zubereitungen entstehen oder freigesetzt werden. Auch diese Stoffe müssen eindeutig eine Kennzeichnung als Gefahrstoffe erfahren.
Diese Stoffe belasten möglicherweise die Raumluft und damit die menschliche Gesundheit, wenn sie aus Bodenbelägen, Wänden oder Möbeln freigesetzt werden. Bei einem Verdacht bieten wir Ihnen eine umfangreiche Raumluftuntersuchung an oder stellen Ihnen einen einfachen Test über Passivsammler zur Verfügung. Auch Arbeitgeber, in deren Betrieben mit Gefahrstoffen umgegangen wird, müssen für einen ausreichenden Schutz der Arbeitnehmer sorgen. Zur Beurteilung, ob dieser Schutz ausreichend ist, führen wir Gefahrstoffmessungen am Arbeitsplatz und Gefährdungsbeurteilungen auf der Basis der Gefahrstoffverordnung durch. Ausführlichere Informationen zu Gefahrstoffmessungen finden Sie hier: Gefahrstoffmessungen am Arbeitsplatz. Nähere Informationen zu der Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz erhalten Sie hier.
Durch Herstellung, Transport und Verwendung von Chemikalien kann neben der menschlichen Gesundheit auch die Umwelt nachteilig beeinflusst werden. Dem will die Europäische Union mit der am 01. Juni 2007 in Kraft getretenen Chemikalienverordnung REACH (Verordnung zur Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien) begegnen. Wir unterstützen Sie bei der Umsetzung der Chemikalien-Verordnung REACH und beraten Sie bei der Klassifizierung Ihrer Piktogramme nach dem Global Harmonisierten System (GHS).
Seit Anfang 2009 werden mit der GHS-Verordnung (Globally Harmonized System) eine neue Kennzeichnungssystematik („Gefahrenkommunikation“) eingeführt, die die bisherigen orangegelben Gefahrensymbole ersetzen. Außerdem haben sich im Zuge der Einführung des GHS, die Beurteilungs- und Einstufungsmethoden geändert. Dies hat auch Auswirkung auf Betriebsanweisungen, Gefahrstoffverzeichnisse und Sicherheitsdatenblätter. Wir beraten Sie gern bei der Kennzeichnung der Gefahrstoffe in Ihrem Betrieb und unterstützen Sie bei der Einordnung der Gefahrensymbole nach dem GHS.
GHS Piktogramme: Was zeichnet uns aus?
Wir sind Experten im Bereich der chemischen Gefahrstoffe und bieten Ihnen durch unsere langjährige Erfahrung und fachübergreifende Kompetenzfelder Unterstützung beim sicheren Umgang mit Chemikalien und gefährlichen Stoffen. Dabei werden die Untersuchungen im hauseigenen Institut für Chemie und Umweltschutz durchgeführt. Weitere Informationen zu unserem Labor finden Sie hier.
GHS Piktogramme: Beispiele für Gefahrstoffe in Raumluft und Materialien
- Flüchtige organische Verbindungen (VOC) wie aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, Cycloalkane, Alkohole, Halogenkohlenwasserstoffe, Terpene, Ester, Glykole, Glykolether, Carbonyle, Ketone
- Formaldehyd und andere Carbonylverbindungen
- Holzschutzmittel (SVOC), u.a. Pentachlorphenol, Lindan
- polychlorierte Biphenyle (PCB)
- polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)
- Pestizide
- Künstliche Mineralfasern (KMF), Asbest, KI-Index
- Staub und Staubinhaltsstoffe (z. B. Schwermetalle)
- anorganische Verbindungen wie z.B. Ozon, Kohlenmonoxid, Kohlendioxid
- Schimmelpilze, Bakterien, Gesamtsporen
GHS Piktogramme: Beispiele für Gefahrstoffe in der Luft am Arbeitsplatz:
- Einatembare Stäube (E-Staub, A-Staub)
- Silikogene Stäube, Quarz
- Schweißrauche
- Schwermetalle (Blei, Nickel, Chrom …)
- Säuren und Laugen (als Gas, Dämpfe oder Aerosole)
- Ozon
- Anorganische Gase (Kohlenmonoxid, Stickoxide, Ammoniak, Schwefelwasserstoff etc.)
- Narkosegase (Lachgas, volatile Anästhetika)
- Dieselmotoremissionen (DME)
- Kühlschmierstoffe
- Lösemittel, Lösemittelgemische
- Polycyclische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAH)
- Polychlorierte Biphenyle (PCB)
- Künstliche Mineralfasern (KMF)
- Dioxine
Die Kennzeichnung von Gefahrstoffen mit Piktogrammen sind sowohl für die Arbeitssicherheit als auch für den Umweltschutz elementar. Eine einheitliche Kennzeichnung durch Piktogramme, wie sie durch das GHS gewährleistet wird, führt zu einem sichereren Umgang mit gefährlichen Stoffen und Chemikalien.
GHS Piktogramme: unsere Ansprechpartner:
Auf individuelle Fragen geben unsere Experten jederzeit gern eine Antwort. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail – mit einem Klick auf das Kontaktfeld oben rechts.
