Geruch
Olfaktometrie
Geruchsemissionen und –immissionen können zu Belastungen und Geruchsbelästigungen für Menschen in der Umgebung führen. Die Messung der Konzentration von Geruchsstoffen wird als Olfaktometrie bezeichnet. Dabei ist die Olfaktometrie ein sensorisches Messverfahren, welches die menschliche Nase als "Messgerät" einsetzt.
Mit der Olfaktometrie wird ermittelt, mit wie vielen Teilen geruchsneutraler Luft man einen Teil der geruchsbelasteten Abluft verdünnen muss, damit das Gemisch gerade noch riechbar ist. Diese Schwelle ist der einzige objektive Eindruck, den dieser Sinn uns anbietet. Als Ergebnis erhält man die „Geruchsstoffkonzentration“ einer Probe, mit der genau wie mit anderen Konzentrationswerten Berechnungen durchgeführt werden können. Damit lassen sich Geruchsprognosen erstellen, die als Messwert die Geruchswahrnehmung „echter“ Menschen beinhalten. Diese geben Aufschluss über Geruchsbelästigungen und liefern Indizes für mögliche Maßnahmen zur Geruchsminderung.
Als bekanntgegebene Messstelle nach §§ 26, 28 Bundesimmissionsschutzgesetzes verfügen wir über die notwendige Fachkompetenz auf dem Gebiet der Geruchsuntersuchungen.
Zwar ist inzwischen auch die Geruchsmessung mit „technischen Nasen“ (auf der Basis von Halbleitersensoren) möglich, bei der Vielzahl von verschiedenen Gerüchen, die im Rahmen von unseren Gutachten betrachtet werden müssen, ist es nicht möglich, aus den dabei erzeugten Signalmustern Rückschlüsse auf die menschliche Wahrnehmung zu ziehen.
Die Geruchsmessungen werden mit einer Verdünnungseinrichtung, dem sogenannten Olfaktometer durchgeführt. Die auszuwertende Abluft befindet sich hierfür in einem geruchsdichten und geruchneutralen Beutel. Als Riechprobanden werden Menschen eingesetzt, die über ein durchschnittliches Riechvermögen verfügen, das regelmäßig nach einem festgelegten Verfahren überprüft wird.
Olfaktometrie: Was zeichnet uns aus?
- Wir sind bekanntgegebene Messstelle für Gerüche nach §§ 26, 28 BImSchG und seit ca. 30 Jahren im Fachgebiet Geruchsuntersuchungen tätig.
- Wir verfügen über ein Qualitätsmanagementsystem. Es ist auf Grundlage der DIN EN ISO 9001:2000 und der DIN EN 17025 zertifiziert.
- Wir arbeiten in nationalen Normenausschüssen zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung von Geruchsmessungen und Geruchsprognosen mit (VDI 3782, Bl. 13 „Qualitätssicherung Immissionsprognosen“, VDI 3884, Deutsche Konkretisierung der DIN EN 13725, VDI 3880, „Olfaktometrische Probenahme“).
- Wir verfügen über amtlich anerkannte und vereidigte Sachverständige im Arbeitsgebiet Gerüche.
- Wir entwickeln alle Geräte zur olfaktometrischen Probenahme im eigenen Hause (Langzeit-Probenehmer, Probenahmehauben, Gasstrahlpumpen zur dynamischen Vorverdünnung).
Olfaktometrie: Welche Leistungen bieten wir an?
Wir bieten olfaktometrische Untersuchungen an geruchsrelevanten Quellen aller Art wie Abluftkaminen, diffuse Quellen, Flächenquellen an.
Wir bieten Ihnen wiederkehrende und Abnahmemessungen im Rahmen von Gewährleistung oder behördlichen Auflagen an.
Wir bestimmen den Geruchsminderungsgrad von Abluftreinigungsanlagen durch Messung von Roh- und Reingas auch bei Pilot- und Versuchsanlagen.
Wir beraten zu Auslegung und vertraglichen Regelungen zur Gewährleistungen von Abluftreinigungsanlagen.
Olfaktometrie: Nach welchen gesetzlichen Regelungen arbeiten wir?
Geruchsbeurteilungen sind in ihren Aufgabenstellungen so vielfältig, dass ihre Lösungen nicht standardisiert ausfallen können. Die Vorgehensweise bei derartigen Untersuchungen ist im BImSchG, in der Geruchs-Immissions-Richtlinie der Länder (GIRL) und in nationalen und europäischen Normen (DIN EN 13725 (Olfaktometrie), VDI 3940 (Begehungen)) und weiteren spezifischen Normen (z. B. VDI-Handbuch zur Reinhaltung der Luft) geregelt.
Olfaktometrie: Ansprechpartner
Auf individuelle Fragen geben unsere Experten jederzeit gern eine Antwort. Schicken Sie uns einfach eine E-Mail – mit einem Klick auf das Kontaktfeld oben rechts.
