Verteilerpumpe
Klein. Kompakt. Kostengünstig. Die Verteiler-Einspritzpumpe wird auch heute noch als Alternative bei kleineren bis mittleren Dieselmotoren bis maximal sechs Zylindern eingesetzt. In möglichst kompakter Bauweise verteilt sie mit einem Zylinder und einem Kolben den Kraftstoff unter hohem Druck und zur richtigen Zeit auf die einzelnen Zylinder.
In der VE-Pumpe sind die Antriebswelle, die Kraftstoff-Förderpumpe und das Pumpenelement [„Verteilerkolben“] mit der Hubscheibe zentral auf einer Achse angeordnet [„Axialkolben-Verteilerpumpe“]. Der Antrieb erfolgt meistens über Zahnriemen.
Der Hochdruckteil der VE-Pumpe besteht aus dem Regelschieber, dem Verteilerkopf und dem Verteilerkolben. Letzterer dreht sich mit der Antriebswelle.
Die Hubscheibe dreht sich mit der Antriebswelle und wird durch Federkraft gegen den im Gehäuse stehenden Rollenring gedrückt. Die Rollen des Rollenrings wälzen sich auf den Nocken der Hubscheibe ab und bewirken so eine Axialbewegung des Verteilerkolbens. Auf der Hubscheibe ist für jeden Zylinder des Motors ein Nocken angeordnet.
Der Verteilerkolben legt immer den vollen Nockenhub zurück und erzeugt einen Einspritzdruck von etwa 200 bar. Er ist mit einer Genauigkeit von 0,001 Millimeter in den Pumpenzylinder eingepasst. Dadurch kann auf weitere Dichtungen verzichtet werden. Die Schmierung der Pumpenbauteile erfolgt durch den Kraftstoff.
Der Kraftstoff gelangt über die Zulaufbohrung in den Raum oberhalb des Verteilerkolbens. Während des Kolbenhubs wird der Einspritzdruck aufgebaut. Die Einspritzung erfolgt, wenn der Steuerschlitz im Verteilerkolben die Auslassbohrung im Verteilerkopf für einen Zylinder freigibt. Der Einspritzdruck bleibt so lange erhalten, bis der über das Gaspedal angesteuerte Regelschieber die Absteuerbohrung frei gibt.
