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Wenn Ihr Kunde einen Unfall auf dem Weg zur Arbeit verursacht hat

Glück im Unglück. Wenn Ihr Kunde auf dem Weg zur Arbeit einen Unfall verursacht, hält das Finanzamt für ihn ein Trostpflaster bereit: Unter bestimmten Umständen beteiligt sich der Staat an den Unfallkosten.

Wann kann Ihr Kunde die Unfallkosten steuerlich absetzen?

  • Der Unfall muss auf dem „unmittelbaren“ Weg zur Arbeit passiert sein. 
  • Es muss nicht der kürzeste Weg sein. Eine verkehrsgünstigere Strecke mit weniger Ampeln o. ä. ist ebenfalls möglich. 
  • Auch die Fahrt zum Kindergarten oder die Umfahrung von Staus können dazu gehören.

So klappt es auch mit dem Finanzamt

  • Ihr Kunde kann die Unfall-Kosten im entsprechenden Veranlagungsjahr als Werbungskosten geltend machen. 
  • Damit das Finanzamt die Kosten anerkennt, sollte Ihr Kunde Fotos, Gutachten oder Reparaturrechnungen beifügen. Je umfassender desto besser. 
  • Hilfreich sind schriftliche Zeugenaussagen, der Unfallbericht oder eine Arbeitgeber-Bescheinigung über die Verspätung. 
  • Hilfsweise kann Ihr Kunde auch die eidesstattliche Versicherung nach § 95 AO abgeben. 

Unfallkosten sind mehr als die Reparatur-Kosten

  • Ihr Kunde kann sowohl die direkten Reparatur-Kosten als auch die indirekten Unfallkosten beim Finanzamt einreichen. 
  • Indirekte Kosten entstehen beispielsweise für den Abschleppdienst, für ein Ersatzfahrzeug oder notwendige Darlehenskosten. 
  • Ihr Kunde kann selbst Kosten für beschädigte Kleidung oder Gepäck geltend machen. 
  • Sämtliche Kosten müssen belegt werden. Etwaige Versicherungsleistungen, z.B. aus einer Kaskoversicherung, vermindern den abzugsfähigen Betrag. 
  • Dasselbe gilt für den Restwert oder Verkaufserlöse bei einem Totalschaden. 

Achtung: Die Steuerregelungen können sich unter Umständen kurzzeitig ändern. Um ganz sicher zu gehen, sollte Ihr Kunde einen Steuerberater hinzuziehen.