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Oldtimer: Alte Schätze, neue Chancen!

Wer Autos mag, muss Oldtimer lieben. Für Autohäuser und Werkstätten sind die betagten Klassiker aber nicht nur eine Angelegenheit fürs Herz, sondern auch für eine klingelnde Kasse: Immer mehr Betriebe setzen auf Chromjuwelen, um bislang unerschlossene Gewinnpotenziale zu heben. Doch das Geschäft ist anspruchsvoll und erfordert viel Expertise.

TÜV NORD hilft mit umfangreichem Know-how bei der Oldtimer-Zulassung und -bewertung, um nicht nur den besonderen Anforderungen der automobilen Kostbarkeiten gerecht zu werden, sondern auch deren anspruchsvollen Besitzern.

Oft handelt es sich bei den Oldtimern um Einzelstücke, die eine individuelle Bewertung erfordern. Im Auftrag von Autohäusern, Werkstätten und Endkunden erstellen die Sachverständigen von TÜV NORD für die Zulassung und den Betrieb der automobilen Klassiker professionelle Gutachten. Als neutrale Prüfi nstanz mit viel Erfahrung liefert TÜV NORD damit einen entscheidenden Baustein, um im vielversprechenden Oldtimer-Geschäft durchzustarten.

Werte der Extraklasse

Von der Begutachtung von Fahrzeugen älter als 30 Jahre bis hin zur Zulassung von Oldtimern mit H-Kennzeichen: Die Spezialisten von TÜV NORD bieten eine Palette an Dienstleistungen für Autohäuser und Werkstätten.

Autohäuser und Werkstätten erkennen zunehmend, welche Geschäftschancen der Oldtimermarkt birgt, und halten daher sogar bereits Ausschau nach besonderen Fahrzeugen ab einem Alter von 15 bis 20 Jahren.

Zugleich steigt die Nachfrage auf Seiten der Kunden sowohl nach diesen Youngtimern als auch nach Oldtimern, die das magische Alter von 30 Jahren überschritten haben. Wenn der Händler diese Chancen ausschöpft und dafür geeignete Fachkräfte in seiner Werkstatt hat, können sich parallel dazu Cross-Selling-Effekte ergeben: beispielsweise, indem die Kunden nicht nur mit ihren Oldies in die Werkstatt fahren, sondern auch ihre Neuwagen im Autohaus kaufen oder an ihren Alltags-Pkw den Kundendienst durchführen lassen.

Spezialwissen ist gefragt

Das Geschäft mit Oldtimern verlangt vom Automobilhandel aber auch Spezialwissen sowie die Dienstleistungen der Sachverständigen von TÜV NORD bei Abnahme und Zulassung der Fahrzeuge.

Das Fundament für Letzteres bilden die Regelungen für die Oldtimer-Zulassung mit dem Buchstaben H hinter der amtlichen Erkennungsnummer. Die Kostbarkeiten sind damit auf den ersten Blick identifizierbar und mit einer pauschalen Kfz-Steuer von 191 Euro jährlich für Oldtimer-Automobile und 46 Euro pro Jahr für Oldtimer-Krafträder steuerlich begünstigt. Den gesetzlichen Rahmen, wann ein Auto respektive Kraftrad als Oldtimer eingestuft werden kann, setzt die Fahrzeug-Zulassungsverordnung (FZV). Hierin bestimmt konkret § 2 Nr. 22, dass das Fahrzeug vor mindestens 30 Jahren erstmals in Betrieb genommen worden sein muss. Darüber hinaus muss ein amtlicher Sachverständiger, Prüfer oder Prüfingenieur das Gefährt begutachten und bewerten. Für die Begutachtung durch die Experten von TÜV NORD gilt als Maßgabe § 23 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Nach den darin festgelegten Vorschriften stellen die Spezialisten die Oldtimer auf den Prüfstand.

Profi-Paket aus einer Hand

Die Leistungspalette von TÜV NORD reicht von der Hauptuntersuchung (HU) für bereits zugelassene Klassiker oder Oldtimer mit gültigem Fahrzeugbrief über eine Vollabnahme von Fahrzeugen ohne oder mit ungültigem Fahrzeugbrief bis hin zur Feststellung und Bewertung, ob das Fahrzeug als kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut anzusehen ist.

Dies setzt unter anderem voraus, dass das Fahrzeug in einem erhaltungswürdigen Zustand und noch im Original wie zum Zeitpunkt der Erstzulassung sein muss. Nach § 23 StVZO erfolgt auch die Bewertung von Umbauten. Diese müssen laut gesetzlichen Vorgaben beispielsweise in den ersten zehn Jahren der Zulassung durchgeführt worden sein. Gleichwohl sind bestimmte technische Optimierungen nach dieser Zeit, wie etwa der Einbau von Katalysatoren, erlaubt. Die Dienstleistungen rund um die Oldtimer übernehmen die Experten von TÜV NORD je nach Kundenwunsch entweder direkt im Autohaus oder in den jeweiligen Prüfstellen.

Experten-Tipp: Oldtimer-Zulassung und -bewertung

Für die Zulassung und den Betrieb von Oldtimern untersuchen und bewerten die Sachverständigen, Prüfer und Prüfingenieure des TÜV NORD im Auftrag von Autohäusern, Kfz-Werkstätten und Endkunden die Fahrzeuge. Dabei führen die Experten folgende Aufgaben aus:

  • die Hauptuntersuchung (HU) für bereits zugelassene Oldtimer oder derartige Fahrzeuge mit gültigem Fahrzeugbrief,
  • eine Vollabnahme von Fahrzeugen mit einem Alter ab 30 Jahren ohne oder mit ungültigem Fahrzeugbrief, die eine Begutachtung nach § 21 StVZO bedingen
  • sowie die Feststellung und Bewertung im Rahmen einer Begutachtung,ob das Fahrzeug als kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut anzusehen ist.

Exklusive Profitipps für unsere Kunden

Blick in die Praxis

TÜV NORD übernimmt die Abnahme und Bewertung im Oldtimer Center Osnabrück

Das Oldtimer & Kraftfahrzeug-Teile Center (OTC) in Osnabrück restauriert und verkauft seit fast 30 Jahren seltene Exemplare der Marke Horch.

Hubertus Menke, Oldtimer-Spezialist und Inhaber des OTC, sowie seine vier Mitarbeiter arbeiten pro Jahr permanent an mindestens ein bis zwei Komplett-Restaurationen und machen nebenher zahlreiche Kundendienstarbeiten an Oldtimern.

TÜV NORD: Starker Partner

Seit Start seines Unternehmens setzt Menke auf die Dienstleistungen des TÜV NORD, wenn es um die Bewertung der Oldtimer als „kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut“ und die Zulassung für den Straßenverkehr mit H-Kennzeichen geht. „Wir bauen insbesondere bei der Vollabnahme der Fahrzeuge auf TÜV NORD, weil sich die Zusammenarbeit aufgrund des langjährigen Erfahrungsaustausches, des Wissens der Prüfer und des großen Datenarchivs der Prüforganisation bewährt hat“, erklärt Hubertus Menke. Die Kooperation will der Oldtimer-Spezialist intensivieren – nicht zuletzt, weil er sein Betätigungsfeld mit einem Nachfolger ausbauen will – von Vorkriegsfahrzeugen bis hin zur gesamten Palette der raren Modelle aus den 70er und 80er Jahren. Und das Geschäftspotenzial dafür ist vorhanden.

Hubertus Menke, Oldtimer-Spezialist und Inhaber des Oldtimer & Kraftfahrzeug-Teile Center (OTC) in Osnabrück, spricht im BusinessTipp-Interview über die Entwicklungen im Oldtimer-Markt, die brachliegenden Geschäftschancen und die Rolle von TÜV NORD.

Herr Menke, wie hat sich das Geschäft mit den Oldtimern in den vergangenen Jahren entwickelt?

Was 1985 als ein Hobby gestartet ist, hat sich für uns inzwischen zu einem weltweiten Geschäft entwickelt. Heute übernehmen wir die unterschiedlichsten Arbeiten an den Oldtimern – von Komplett-Restaurationen über kleinere Instandsetzungen bis hin zu Inspektionen und Kundendiensten. Die Geschäfte sind mit dem Markt sukzessive gewachsen.

Welche Trends prägen diesen Markt?

Den Markt bestimmt eine Kombination aus Leidenschaft für ganz bestimmte Schätzchen und der Idee, in einem Oldtimer eine Wertanlage zu haben. Bei Letzterem ist allerdings Vorsicht geboten. Es gibt nur wenige Fahrzeuge mit wirklich gutem Anlagewert. Dies sind insbesondere Modelle aus den 50er und 60er Jahren, die einen sportlichen Charakter haben oder geringe Stückzahlen aufweisen. Meine Philosophie ist es, Raritäten generell als ein Kulturgut zu sehen, das erhalten und gefahren werden sollte. Diese Ansicht teilen zahlreiche Liebhaber alter Kostbarkeiten und investieren oftmals viel Geld, um ihr Traumauto zu bekommen. Dazu braucht es wiederum Expertise und fachliche Beratung – nicht erst bei der Restauration, sondern schon bei Kauf des Oldies.

Welche Perspektiven sehen Sie im Oldtimer-Bereich?

Ich bin für die Zukunft sehr positiv gestimmt. Die Fahrzeuge mit einem Alter von 30 Jahren und mehr waren immer schon hoch geschätzt und die Beliebtheit steigt weiter an. Die Begehrlichkeiten werden auch zunehmen, da ältere Fahrzeuge künftig mangels Know-how für Instandsetzung und Pflege wohl weniger gefahren werden. Der Hintergrund: Aufgrund der technischen Entwicklungen hin zu immer mehr Elektronik in den Fahrzeugen geht im Kfz-Handwerk das Wissen um die Mechanik der alten Exoten sukzessive verloren. Das ist aber für uns im Oldtimer-Geschäft auch die Chance, unsere Leistungspalette zu verbreitern und Aktivitäten auf Fahrzeuge bis in die 60er- und 70er-Baujahre auszuweiten. Wenn man die relevante Zeitspanne für Oldtimer von 1900 bis 1970 nimmt, dann wächst der Markt deshalb definitiv weiter. Gleichzeitig spüren wir ein steigendes Interesse an Youngtimern.

Welche Rolle nimmt TÜV NORD ein, um diese Potenziale zu heben?

TÜV NORD wird seine bestehende Rolle mit Sicherheit behalten und als neutrale Sachverständigenorganisation die Bewertungen und Abnahmen durchführen. Das wird sich alleine aufgrund des großen Erfahrungsschatzes nicht ändern. TÜV NORD bleibt für uns daher Partner im Know-how-Transfer und stellt das Kontinuum im Wandel dar.

Herr Menke, vielen Dank für das Gespräch!

Leistungen der TÜV NORD-Prüfer in der Praxis

Im Oldtimer & Kraftfahrzeug-Teile Center (OTC) zählen vor allem Flexibilität und Know-how, um die restaurierten Klassiker bewerten zu können. TÜV NORD bietet:

  • die Möglichkeit, entweder in die Prüfstelle zu fahren oder in der Werkstatt vor Ort die technischen Untersuchungen an den Oldtimern durchführen zu lassen,
  • spezialisierte Prüfer, die sich permanent weiterbilden, ihr Wissen mit den Experten in den Betrieben austauschen und die Begutachtungen übernehmen
  • sowie ein Archiv an Daten, Dokumenten und Broschüren zur Bewertung der Fahrzeuge.