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15 Minuten mit Wolfgang Wielpütz

Wolfgang Wielpütz muss wohl keinem vorgestellt werden. Er gehört schon lange zum festen Bestandteil von TÜV NORD und feierte im Januar sein 25-jähriges Jubiläum. Dennoch gibt es vielleicht einiges, was manche noch nicht über ihn wissen. Grund genug für einen kurzen Rückblick sowie einen Ausblick auf die Zukunft.

Wolfgang Wielpütz

Herr Wielpütz, zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Jubiläum! Würden Sie für uns nochmal zu den Anfängen zurückschauen?

Vielen Dank. Unglaublich, wie schnell 25 Jahre vergehen. Wenn ich an meine erste Zeit im eingetragenen Verein RWTÜV e.V. zurückdenke und das mit unserem aktuellen weltweiten Konzern vergleiche, dann liegen Welten dazwischen!

Bitte schildern Sie uns kurz Ihren bisherigen Werdegang?

Ursprünglich habe ich Verfahrenstechnik an der RWTH in Aachen studiert und 1992 beim RWTÜV als Berater und Gutachter in der Abteilung Gewässer-schutz, Bodenschutz und Abfallwirtschaft angefangen. Dort wurde ich Projektleiter, später stellvertretener Abteilungsleiter. 1996 übernahm ich dann die Leitung der damaligen Zentralabteilung „Zertifizierung Umweltmanagement und Arbeitssicherheit“, wo ich fast zehn Jahre blieb. In der Zeit machte ich im berufsbegleitenden Fernstudium an der University of Wales meinen MBA. 2005 wurde ich Leiter des Bereichs „Services“ der TÜV NORD CERT und 2008 zusammen mit Ulf Theike Geschäftsführer der TÜV NORD CERT GmbH. 2012 wurde ich zusammen mit Dr. Strauß auch Geschäftsführer der TÜV NORD Austria. Und nun bin ich seit Januar dieses Jahres zusätzlich Leiter des OBS Systemzertifizierung.

Was waren aus Ihrer Sicht die größten Veränderungen im Laufe der Jahre?

Wo soll ich da anfangen? Alleine schon wie sich die technischen Möglichkeiten verändert haben – von Telefax und Telegramm zu E-Mail und Videokonferenz als selbstverständlichste Alltagshandlungen. Und genauso hat sich im Unter-nehmen auch so vieles andere gesteigert: Die Anzahl der Mitarbeiter, die Länder in denen wir tätig sind, die Dienstleistungen die wir anbieten. Wir haben uns mit den Jahren mehr und mehr vom Vereinsdenken entfernt und sind immer internationaler geworden. Und das war auch absolut richtig so.
BOLD MOVE sehe ich daher als konsequente Weiterentwicklung in eine noch internationalere Zukunft.

Und noch ein anderes Thema, auch wenn das neue Jahr schon ein paar Monate alt ist – kürzlich wurde der Jahresabschluss 2016 fertiggestellt. Was sind die wichtigsten Ergebnisse?

Die Geschäftsentwicklung der TÜV NORD CERT war 2016 insgesamt zufriedenstellend. Allerdings gibt es Unterschiede in den vier Fachbereichen und damit auch in den Profit-Centern: So konnte insbesondere der Fach-bereich Technologie die Planwerte leider nicht erreichen. Der Fachbereich Managementsysteme schloss positiv ab und übertraf die Erwartungen. Und die Fachbereiche Verbraucherschutz und Business Development konnten vor allem im Umsatz zulegen, verfehlten aber trotzdem das geplante Ergebnis.

Ein paar Zahlen für das Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr: Die Zahl der Mitarbeiter stieg von rund 300 auf rund 313. Der Umsatz erhöhte sich um 6,9 Prozent – von 51,0 Millionen Euro auf 54,5 Millionen Euro. Das Betriebs-ergebnis (EBIT) lag mit 3,2 Millionen Euro auf dem Niveau der Vorjahre.

Und zum Abschluss ein kurzer Ausblick: Der Plan 2017 für TÜV NORD CERT erreicht in Summe 57,9 Millionen Euro Umsatz. Davon 42,6 Millionen für das OBS SC, 4,4 Millionen für das OBS Food und 0,5 Millionen für das OBS Renewables. Auf den – aktuell noch nicht in ein OBS überführten – Fach-bereich Technologie entfallen die verbleibenden 10,4 Millionen Euro des geplanten Umsatzes. So schließt die operative Planung 2017 für TÜV NORD CERT insgesamt mit einem stabilen Betriebsergebnis (EBIT) bei einem erhöhten Umsatz ab.

So blicke ich insgesamt sehr positiv auf die aktuelle Lage und möchte mich an dieser Stelle bei jedem einzelnen von Ihnen für seinen Beitrag dazu bedanken.