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Warum fällt der Abschied so schwer?

Transportmittel oder liebgewonnener Gefährte?

Für die einen ist das eigene Auto einfach ein Transportmittel. Für die anderen ist es mehr als das: ein Gefährte, der sie durch gute und schlechte Zeiten begleitet hat. Sich von ihm zu trennen, nur weil es in die Jahre gekommen ist, erscheint vielen herzlos. Oder würde Sie einen alten Hund ins Tierheim geben?

Doch warum fällt uns der Abschied vom alten Auto so schwer? Erfahren Sie mehr über den (zweit-) besten Freund des Menschen und was Sie tun können, damit Sie lange Freude an ihm haben. 

 

Transport von Hunden Transport von Hunden Transport von Hunden Transport von Hunden

Gegenstände werden vermenschlicht

Handelt es sich um eine merkwürdige Marotte, wenn wir leblose Dinge vermenschlichen? Die Verhaltenswissenschaften sehen darin vielmehr ein Nebenprodukt unserer sozialen Intelligenz. Eine kleine Spezialeinheit in unserem Gehirn, das so genannte fusiforme Gesichtsareal, sorgt dafür, dass wir Autoscheinwerfer oft als Augen und den Kühlergrill als Mund wahrnehmen. Wir verbinden sie sogar mit menschlichen Eigenschaften, z.B. Kulleraugen mit einem freundlichen oder kindlichen Gemüt. Diese Automatismen haben sich im Lauf der Evolution offenbar bewährt. Sobald wir Dinge vermenschlichen, verhalten wir uns häufig auch entsprechend.

Ein Gebrauchsgegenstand ohne emotionalen Wert lässt sich einfach ersetzen. Nicht aber, wenn er mit schönen Erfahrungen verknüpft ist. Ein Auto kann z.B. an die Hochzeitsreise oder an den ersten Job erinnern. Es verbindet uns mit unserer eigenen Geschichte und vermittelt ein Gefühl von Kontinuität. Besonders in Krisenzeiten und Umbruchphasen ist es daher nur menschlich, beim Abschied ein bisschen sentimental zu sein.

Gebrauchtwagen verkaufen oder behalten

Unmittelbar nach der Erstzulassung und in den ersten zwei Jahren verliert ein Fahrzeug enorm an Wert. Danach ist der Wertverlust zwar etwas moderater, aber immer noch sehr hoch. Wer seinen Neuwagen nach fünf Jahren verkauft, macht deshalb in der Regel ein schlechtes Geschäft. Der Wertverlust beträgt dann bis zu 65 Prozent. In den folgenden fünf Jahren liegt er dann insgesamt nur noch bei 25 Prozent. Es ist daher empfehlenswert, einen Neuwagen erst einmal ein paar Jahre zu behalten.

Mit zunehmender Lebensdauer steigen die Reparaturkosten. Meist lohnt es sich aber auch noch bei älteren Fahrzeugen, ein paar hundert Euro in Reparaturen und Ersatzteile zu investieren. Als Faustregel gilt: Sollte die Reparatur mehr als die Hälfte des Restwerts ausmachen, ist es besser, nicht mehr in den Wagen zu investieren, sondern ihn abzustoßen. Wer dennoch vor teureren Reparaturen nicht zurückschreckt, sollte sein Auto dann bis zum bitteren Ende behalten.

Gebrauchtwagen verkaufen oder behalten Gebrauchtwagen verkaufen oder behalten Gebrauchtwagen verkaufen oder behalten Gebrauchtwagen verkaufen oder behalten

 

 

Käufer schätzen vor allem bei einem älteren Gebrauchtfahrzeug eine neue HU-Plakette. Selbst wenn das Fahrzeug kaum noch einen Restwert besitzt, ist es sinnvoll, noch einmal in eine Hauptuntersuchung zu investieren. Oft bringt eine frische HU-Plakette beim Verkauf 1.000 bis 2.000 Euro.

TÜV-Tipp

Mehr Geld für den Gebrauchten

Mehr Geld für den Gebrauchten Mehr Geld für den Gebrauchten Mehr Geld für den Gebrauchten Mehr Geld für den Gebrauchten

 

 

Neben dem aktuellen Wert des Gebrauchten laut Händlereinkaufsliste haben auch so genannte weiche Faktoren einen nicht unerheblichen Einfluss auf den Wert eines Autos.

  • Die optisch ansprechende Präsentation lässt ein Fahrzeug wertiger erscheinen. Und: Ein gewaschenes und poliertes Fahrzeug schafft Vertrauen. Je nach Alter und Zustand des Fahrzeugs kann sich auch eine professionelle Autoreinigung auszahlen. 
  • Die regelmäßig und fachmännisch durchgeführte Inspektion ist eine wichtige Voraussetzung für die Lebensdauer und den Werterhalt eines Autos. Eine lückenlose Dokumentation von Inspektionen und Reparaturen hebt den Preis. Neben dem Serviceheft sollten Sie immer auch alle Belege über Ersatz- oder Zusatzteile sorgfältig verwahren und dokumentieren, dass diese Teile fachgerecht in einer qualifizierten Werkstatt eingebaut worden sind.
  • Hat das Auto einen Unfallschaden oder andere Mängel, sollte das vom Verkäufer gleich offen angesprochen werden.
  • Stellen Sie die Vorzüge des Autos heraus. Wenn das Auto Extras wie Sitzheizung oder beheizbare Frontscheibe hat, sollte das im Verkaufsgespräch erwähnt werden. Dass jedes Extra seinen Preis hat, versteht sich von selbst.

Mit Smart Repair kleine Schäden reparieren

Spezielle Reparaturverfahren, die zur Beseitigung von kleinen Schäden zum Einsatz kommen, werden im Fachwerkstatt-Jargon als Smart Repair bezeichnet (Small to Medium Area Repair Technology). Bei diesen Verfahren werden die betroffenen Teile weder ausgetauscht noch demontiert, das spart und Kosten. 

Hier einige Beispiele für cleveres Smart-Repair:

  • Kleinere Lackschäden werden mit einer „Spot-Lackierung“ beseitigt. Die behandelten Stellen werden so möglichst klein gehalten.
  • Kratzer und Risse in Kunststoff-Stoßfängern werden mit Heißluft verschweißt, gespachtelt, geschliffen und beilackiert.
  • Kleine Dellen werden mit besonderen Hebeltechniken aus dem Blech herausgedrückt, ohne dass eine Lackierung notwendig wird.
  • Löcher im Armaturenbrett werden mit einer speziellen Füllmasse aufgefüllt und anschließend mit Farbe dem Bauteil angepasst. Die Struktur des Armaturenbretts wird mit Strukturpapier oder Spritzmasse angeglichen.
  • Brandlöcher im Autositz werden mit einem speziellen Reparaturmaterial für Stoff und Leder ausgebessert.
  • Und Steinschlagschäden in der Windschutzscheibe werden mit Kunstharz aufgefüllt, das mit Hilfe einer UV-Lampe klar aushärtet und die Schadstelle verschließt.
Smart Repair Smart Repair Smart Repair Smart Repair

Bessern Sie kleine Kratzer oder Steinschläge mit einem passenden Lackstift vorsichtig aus. Kleinere Kratzer aber auch Brandlöcher können Sie punktuell reparieren lassen.

TÜV-Tipp

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