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Damit Sie Ihre Freiheit auf vier Rädern auch wirklich unbeschwert genießen können, gilt es, bei der Anmietung des passenden Wohnmobils einiges zu beachten. Wir haben hier die wichtigsten Punkte für Sie zusammengestellt.

Was Sie beim Anmieten eines Campers beachten sollten Was Sie beim Anmieten eines Campers beachten sollten Was Sie beim Anmieten eines Campers beachten sollten Was Sie beim Anmieten eines Campers beachten sollten

Worauf sollten Sie grundsätzlich achten?

Das Wohnmobil sollte neuwertig und möglichst nicht viel älter als drei Jahre alt sein.

Mieten Sie jedoch lieber kein Neufahrzeug an, denn die komplexen Komfort-Reisemobile der neuesten Generation weisen bei der Auslieferung oft noch Mängel auf. Ungünstig für Sie, wenn diese Mängel erst auffallen, wenn Sie bereits fern der Heimat sind.

Wo sollten Sie Ihr Reisemobil am besten mieten?

Wir empfehlen nur Fahrzeuge von professionellen Vermietern mit einer größeren Fahrzeug-Flotte zu mieten, auch wenn diese teurer sind als kleinere Anbieter oder Privatanbieter. Ein Grund dafür ist die sogenannte Bereitstellungsgarantie, falls das von Ihnen gebuchte Fahrzeug wegen eines technischen Defekts oder Unfall kurzfristig ausfällt. Große Vermieter können in der Regel schneller für Ersatz sorgen. Beim Profi finden Sie zudem überwiegend Reisemobile, die nicht älter als zwei oder drei Jahre sind und zudem ständig gewartet werden. Darüber hinaus sind die „Womos“ vollkaskoversichert und es gibt ein detailliert aufgesetztes vertragliches Regelwerk. Achten Sie darauf, dass die Bereitstellungsgarantie im Mietvertrag mit aufgeführt ist.

Falls Sie ein privates Fahrzeug mieten wollen, achten Sie unbedingt darauf, dass das Wohnmobil als Selbstfahrer-Vermietfahrzeug zugelassen und im Kfz-Schein eingetragen ist. Sie haben sonst keinen Versicherungsschutz!

Wann ist die Mietgebühr am günstigsten?

Bei Wohnmobilen verhält es sich ähnlich wie bei Flügen, Hotels oder Ferienwohnungen – in der Hauptsaison und in den Ferien sind die Preise am höchsten. Die Miete ist dann nicht selten 50 Prozent höher als in der Nebensaison. Meiden Sie also für Ihre Wohnmobilreise die Schulferien. Falls Sie auf die Ferien angewiesen sind, lohnt es sich, das Reisemobil in einem Bundesland zu mieten, in dem gerade keine Ferien sind. Ansonsten geben einige Vermieter Frühbucher-Rabatt und die Miete vergünstigt sich, je länger Sie das „Womo“ anmieten.

Wie hoch ist der Mietpreis?

Der Mietpreis hängt natürlich stark von der Nachfrage und dem Modell ab, für das Sie sich entscheiden. Und von der Anmietdauer: Oft gibt es günstigere Wochenpreise. In der Hauptsaison ist es meist auch gar nicht möglich, nur für wenige Tage zu mieten. In der Regel beinhalten die Mietpreise eine Tageskilometerpauschale. Jeder zusätzlich gefahrene Kilometer wird dann extra berechnet. Wenn Sie schon vorab ungefähr wissen, wie viele Kilometer Sie zurücklegen werden, können Sie genau nachrechnen, ob ein Angebot mit höherem Tagessatz, aber ohne zusätzliche Kilometerbegrenzung günstiger für Sie ist, als eines mit Kilometerbegrenzung. In der Regel sind 250 Kilometer pro Tag frei, so dass Sie in 14 Tagen 3500 Kilometer zurücklegen können, ohne dass Sie hinterher noch draufzahlen müssen.

Mit welchen zusätzlichen Kosten müssen Sie rechnen?

In der Regel müssen Sie für Ihr Mietmobil eine Kaution hinterlegen. Viele Vermieter berechnen außerdem für die Gas-, Wasser- und Sanitär-Ausrüstung eine pauschale Servicegebühr. Auch Fahrradträger, Vorzelt, Campingtisch und -stühle müssen bei einigen Anbietern extra bezahlt werden. Darüber hinaus kommen bei der Fahrzeugrückgabe noch Kosten für Innenreinigung auf Sie zu, wenn Sie diese nicht selbst übernehmen wollen.

Wie hoch sind die Kraftstoffkosten?

Wohnmobile haben durch ihre Aufbauhöhe einen höheren Luftwiderstand als ein Pkw und sie wiegen beladen auch deutlich mehr. Dementsprechend höher ist der Kraftstoffverbrauch. Bei einem Dieselfahrzeug sollten Sie mit einem Spritverbrauch von ca. 10 bis15 Litern auf 100 Kilometer rechnen, wenn Sie mit moderater Reisegeschwindigkeit unterwegs sind.

Welche Versicherung ist sinnvoll?

Die Mietfahrzeuge von professionellen Anbietern sind vollkasko- und haftpflichtversichert. In der Regel sind die Versicherungsgebühren schon im Mietpreis verrechnet. Erkundigen Sie sich nach der Höhe der Selbstbeteiligung. Für eine Vollkasko-Versicherung ohne Selbstbeteiligung müssen Sie meist noch draufzahlen. Wenn Sie schon früh buchen, empfiehlt es sich, eine Reiserücktrittskosten-Versicherung abzuschließen. Mittlerweile bieten einige Versicherungen auch Reiseschutzpakete für Wohnmobilurlauber an, die eine Selbstbeteiligungs-Reduzierung, Reiserücktritts- und –abbruchversicherung sowie eine Übernahme von Ausstattungsschäden am Camper beinhalten. Für Fahrten ins Ausland ist außerdem ein Auslandsschutzbrief sinnvoll, wenn dieser nicht bereits im Mietpreis enthalten ist.

Lesen Sie sich den Vertrag in Ruhe durch und achten Sie insbesondere auch auf das Kleingedruckte. Den Regelungen zum Reiserücktritt, zur Haftung bei Schadens- und Unfällen und zur Bereitstellungsgarantie sollten Sie besondere Beachtung schenken.

TÜV NORD Experten-Tipp

Worauf sollten Sie bei der Fahrzeugübergabe achten?

Ein seriöser Vermieter nimmt sich bei der Übergabe ausreichend Zeit, um alles genau zu zeigen und zu erklären, insbesondere dann, wenn Sie vorher noch nie mit einem Wohnmobil unterwegs waren. Lassen Sie sich alle Geräte einmal vorführen, um zu prüfen, ob diese funktionstüchtig sind. Machen Sie sich mit den Besonderheiten der Gas- und Wasseranlage vertraut. Fragen Sie nach den Schnellabsperrhähnen für die Gasleitung. Machen Sie sich ggf. Notizen und überprüfen Sie, ob für alle wichtigen Geräte wie Heizung, Kocher, Kühlschrank, Gas- und Wasseranlage sowie Elektrik eine Betriebsanleitung vorhanden ist. Lassen Sie sich auch zeigen wie Klappen, Fenster, Türen und Schlösser funktionieren und wie die Betten aufgebaut werden. Mögliche Schäden sollten im Übernahmeprotokoll unbedingt aufgeführt werden, damit Sie nicht hinterher dafür zur Kasse gebeten werden. Achten Sie darauf, dass Ersatzbirnen und -sicherungen, ein Wasserschlauch und eine ausreichend lange Kabeltrommel an Bord sind. Außerdem sollten zwei Parkwarntafeln vorhanden sein. Diese benötigen Sie, wenn Sie mit einem Wohnmobil über 3,5 t oder einem Caravan in Deutschland innerorts nachts Parken wollen.

Was gilt es bei einem Caravan zu beachten?

Checken Sie Anhängerkupplung und Deichsel und testen Sie, ob sich der Wohnwagen problemlos anhängen lässt. Die Deichsel-Öse darf nicht zu viel Spiel haben! Lassen Sie sich zeigen, wie Sie die Schlinge für die Auflaufbremse anbringen müssen und wie der Stromstecker eingesteckt wird. Überprüfen Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit auch, ob die Beleuchtung des Caravans einwandfrei funktioniert.

Alles gecheckt? Dann steht Ihrem erlebnisreichen und hoffentlich erholsamen Urlaub mit dem Wohnmobil jetzt nichts mehr im Weg!

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