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Logistik der Zukunft

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  4. Logistik der Zukunft – Herausforderungen und Trends

Logistik 4.0 ist zum geflügelten Wort geworden. Doch was sich dahinter verbirgt, darüber gehen die Meinungen auseinander. Fest steht, dass sich die Logistik in einem tiefgreifenden Wandel befindet. Digitalisierung und Internationalisierung machen es nicht nur notwendig, dass sich Geschäftsprozesse verändern. Sie erfordern außerdem ein Umdenken in den Köpfen. Für Unternehmen stellt sich die Frage, wie sie beides meistern.

Herausforderungen für Logistikunternehmen angesichts der Logistik 4.0

Aller fortschrittlichen Technologie zum Trotz regiert immer noch in vielen Logistikunternehmen das Papier. „Wir haben es noch nicht geschafft, die Zettel abzuschaffen“, so Fabian Müller, Digitalisierungsexperte und Sales Consultant bei SmapOne.

Das ist aber nur eine von vielen Herausforderungen, vor denen Unternehmen in der Logistik heute stehen. Als zentral sieht Müller die folgenden an:

  • Bewusstsein schaffen: Zu Beginn sei es notwendig, ein Bewusstsein für die Chancen und das Potenzial der Digitalisierung zu schaffen, bei Führungskräften, aber auch bei Mitarbeitern. Denn viel zu oft werde Digitalisierung einseitig als Gefährdung angesehen.
  • Mitarbeiter mitnehmen: Eng damit verbunden sei die Notwendigkeit, die Mitarbeiter als wichtige Ressource anzuerkennen und sie bei Digitalisierungsprozessen mitzunehmen.
  • Daten managen: Um digitale Prozesse erfolgreich zu implementieren, ist es erforderlich, effizient mit Daten zu arbeiten und Daten zu managen. Beides, so Müller, müsse oft erst noch gelernt werden.
  • Wettbewerbsfähig bleiben: Schließlich bestehe die große Herausforderung darin, wettbewerbsfähig zu bleiben. Das bedeute nicht zuletzt, die wachsenden Anforderungen von Kunden zu erfüllen und durch eine hohe Agilität mit ihnen Schritt zu halten.

Die gute Nachricht: Viele Unternehmen in Deutschland haben erkannt, dass sie sich verändern müssen, um die Logistik der Zukunft aktiv mitzugestalten. „Der Wunsch nach Digitalisierung ist auf jeden Fall da“, meint Müller. Auch die notwendigen Werkzeuge, um diesen Wunsch umzusetzen, gibt es.

Neue Tools und neue Arbeitsweisen in der Logistik – Trends der Zukunft

Ist von Logistik 4.0 die Rede, denken viele Menschen an die Auslieferung von Paketen mit selbstfahrenden Autos und selbstfliegenden Drohnen. Doch während diese Dinge noch Zukunftsmusik sind, haben andere bereits Einzug in die Logistiklandschaft gehalten und gewinnen rasant an Bedeutung.

Dazu gehört der Einsatz von Augmented Reality mittels Datenbrillen im Lager. Diese machen zum Beispiel Produktscanner überflüssig und versorgen Mitarbeiter mit Informationen zu Artikeln, die sie entnehmen oder verstauen sollen. Auch die Bedeutung von Robotern steigt stetig. Im Gegensatz zu früher sind sie soweit fortgeschritten, dass sie neben Menschen zum Einsatz kommen können, ohne deren Sicherheit zu gefährden. Auf diese Art werden sie zu „Kollegen“, die die Effizienz und das Tempo von Arbeitsprozessen deutlich erhöhen.

Die RFID-Technologie ermöglicht es, einzelne Produkte oder ganze Warenlieferungen kontaktlos zu erfassen und zu überprüfen. Schließlich eröffnen Vernetzungen und das Internet der Dinge ganz neue Möglichkeiten, vom intelligenten Warenhaus bis hin zum Kühlschrank, der eigenständig Bestellungen aufgibt.

Allerdings lösen nicht nur neue Technologien alte ab. Auch Berufsbilder und Arbeitsweisen verändern sich. Beschäftigte müssen zunehmend in der Lage sein, mit Daten zu arbeiten, Daten auszuwerten und auf dieser Basis Maschinen zu steuern. Eng damit verbunden sei laut Müller die beobachtbare Entwicklung hin zu Remote Work und flexiblen Arbeitsformen inklusive der Einführung von Tools wie Skype oder Teams.

Die richtigen Prozesse identifizieren und Mitarbeiter mitnehmen – so gelingt der Start in die Logistik der Zukunft

Logistik 4.0 ist ein Begriff, der für Logistikunternehmen, die ihre Arbeitsprozesse digitalisieren wollen, weit weg ist. Sie stehen stattdessen vor der alles entscheidenden Frage: „Wo fange ich an?“

Müller hat darauf eine klare Antwort: Anfangs sei es ratsam, Prozesse zu identifizieren, die noch analog laufen und durch Digitalisierung eine große Hebelwirkung hätten. Ein klassisches Beispiel dafür sei der Warenannahmeprozess, der bei vielen Unternehmen immer noch über Zettelwirtschaft laufe. Wer hier auf moderne Technologien umrüste, könne enorm viel Zeit sparen.

Voraussetzung dafür, dass solche Umstellungen auf der Prozessebene klappen, ist, dass es gelingt, die eigenen Mitarbeiter abzuholen. Ein aktives Change Management spielt in diesem Zusammenhang eine entscheidende Rolle. Dabei, so Müller, müsse das Unternehmen unterstreichen, „dass es nicht darum geht, Fachkräfte wegzurationalisieren, sondern eine bessere Arbeitsumgebung zu schaffen und Prozesse effizienter zu gestalten.“ Davon profitieren schließlich alle Beteiligten.

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Peter Flucks

Peter Flucks

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