MENU

Flexibles Projektmanagement mit Scrum

  1. Bildung
  2. Wissen kompakt
  3. Moderne Arbeitswelt
  4. Flexibles Projektmanagement mit Scrum

Projekte stellen für viele Unternehmen eine Herausforderung dar. Ungenaue Zielvorgaben, lange Kommunikationswege, sich ständig verändernde Rahmenbedingungen und Konflikte innerhalb des Projektteams enden schnell im Chaos. Aufgrund dieser Herausforderungen entwickelte sich der Trend in den letzten Jahren weg vom klassischen und hin zum agilen Projektmanagement.

Erfahren Sie jetzt, welche Vorteile agiles Projektmanagement bietet und was das Ganze mit „Scrum“ zu tun hat!

Die Bedeutung von Scrum

Scrum ist eine Methode des agilen Projektmanagements. Der Begriff kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie „Gedränge“. Viele kennen den Begriff aus dem Rugby; hier geht es um eine Ansammlung von fünf bis acht Spielenden, die in dieselbe Richtung drücken und somit versuchen, den Ball in ihrem Sinne ins Spiel zu bringen. Die Spielenden stehen sinnbildlich für verschiedene Mitarbeitende, die eng miteinander zusammenarbeiten, um am Ende gemeinsam erfolgreich zu sein. Bereits seit den frühen 1990er Jahren wird Scrum als Prozessrahmenwerk zum Management der Arbeit an komplexen Produkten verwendet.

Warum agiles Projektmanagement und warum Scrum?

Agiles Projektmanagement ermöglicht es Mitarbeitenden, das Thema Agilität bei der Gestaltung von Qualitäts- und Prozessmanagementsystemen zu berücksichtigen. Mithilfe des Scrum-Ansatzes werden die bisherigen Vorgehensweisen im Unternehmen flexibler und marktgerechter gestaltet.

Dabei bietet die Methode zahlreiche Vorteile:

  • Kurze Kommunikationswege
  • Hohe Flexibilität durch adaptives Planen
  • Hohe Effektivität durch Selbstorganisation
  • Wenig Regeln, leicht verständlich
  • Hohe Transparenz durch regelmäßige Meetings
  • Kontinuierlicher Verbesserungsprozess
  • Kurzfristige Problem-Identifikation
  • Geringer Administrations- und Dokumentationsaufwand

So funktioniert Scrum

Scrum liegen verschiedene Werthaltungen zugrunde. Der Fokus liegt auf den beteiligten Personen und dem Miteinander im Team sowie im Umgang mit den Kunden. Darüber hinaus zeichnet sich Scrum durch eine hohe Selbstorganisation, Schnelligkeit, Flexibilität und eine gute Zusammenarbeit aus. Basis hierfür ist die persönliche Kommunikation der Projektmitglieder. Durch permanentes Kollegen- und Kundenfeedback sowie ein hohes Maß an Transparenz können Prozesse nachhaltig verbessert werden.

Das Scrum-Rahmenwerk setzt sich aus Scrum-Teams, den zu ihnen gehörenden Rollen sowie Ereignissen, Artefakten und Regeln zusammen. Ein Scrum-Team wiederum besteht aus dem Product Owner, dem Entwicklungsteam und dem Scrum-Master. Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die verschiedenen Rollen sowie die zentralen Aufgaben.

Product Owner, Entwicklungsteam und Scrum Master

Die Aufgabe des Product Owners besteht darin, den Wert des Produktes zu maximieren, das aus der Arbeit des Entwicklungsteams entsteht. Er ist derjenige, der das Ziel und die Anforderungen des Projekts formuliert und beim Scrum Team in Auftrag gibt. Der Product Owner ist außerdem für das Management des Product Backlogs, einer Anforderungsliste, zuständig. Dies umfasst unter anderem das Formulieren und Sortieren der Einträge sowie das Sicherstellen, dass alle Product Backlogs sichtbar, klar und transparent sind.

Das Entwicklungsteam besteht in der Regel aus drei bis neun Mitgliedern. Sie sind Profis, die in Sprints arbeiten, um das Projektziel zu erreichen. Dabei organisieren Sie sich selbst und entscheiden autark, wie sie die potentiell auslieferbare Funktionalität aus dem Backlog erzeugen.

Der Scrum Master unterstützt dabei, die Zusammenarbeit zu optimieren, indem er allen Beteiligten hilft, die theoretischen Grundlagen, Praktiken, Regeln und Werte von Scrum zu verstehen. Zudem unterstützt er den Product Owner, indem er zum Beispiel Techniken für eine effektive Verwaltung des Product Backlogs vermittelt und sicherstellt, dass die Ziele, Umfang und Produktdomäne von allen im Scrum-Team bestmöglich verstanden werden. Hinzu kommen Aufgaben wie das Coachen des Entwicklungsteams hin zur Selbstorganisation sowie das Planen von Scrum-Implementierungen innerhalb der Organisation.

Wann sollte ich Scrum wählen?

Mit Scrum ist es möglich, Projekte trotz hoher Komplexität und Unklarheit umzusetzen. Es ist nicht nötig, einen detaillierten Projektplan zu gestalten. Obgleich Ziel und Richtung vorgegeben werden, haben die Teams die Freiheit, ihren Weg dorthin selbst zu gestalten.

Sie sollten Scrum wählen, wenn:

  • Sie mit einem Team arbeiten
  • Viele Faktoren ungewiss und nicht planbar sind
  • Schnelligkeit benötigt wird
  • Flexibilität ein entscheidender Faktor ist
  • Die Kundenwünsche im Vordergrund stehen
  • Sie die Motivation und Eigenverantwortung Ihrer Mitarbeitenden stärken wollen

Mit Scrum starten

Die Scrum-Zertifizierungen PSM-I (Professional Scrum Master) und PSPO-I (Professional Scrum Product Owner) können von der scrum.org erworben werden. Scrum-Master-Zertifizierungen bieten Gewähr dafür, dass Personen ein solides Grundwissen über die Rollen, Events, Artefakte, Regeln und Werte von Scrum haben und diese auch in der täglichen Arbeit nutzbringend einsetzen können. Eine Ausbildung zum Scrum-Master und Scrum-Product-Owner bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, nach dem Kurs wahlweise eine oder beide Zertifizierungsprüfungen anzugehen und zu bestehen.

Unsere Empfehlungen für Sie

Webinar

Online-Meetings effizient und spannend gestalten

Lernen Sie, Online-Meetings effektiv zu gestalten! So können Sie die Vorteile gezielt nutzen und vermeiden nicht notwendige Kontakte, senken Reisekosten und sparen Reisezeiten ein.
Zum Webinar
Seminar

Scrum Master und Scrum Product Owner

Wir vermitteln Ihnen das notwendige Wissen zum erfolgreichen Bestehen der Scrum-Master- und Scrum-Product-Owner-Zertifizierung bei scrum.org.
Zum Seminar
Seminar

Konfliktmanagement in Projekten – Basics

Mithilfe von Übungen zum Konfliktmanagement aus der Praxis der Teilnehmenden zeigt das Training die unterschiedlichen Konflikttypen sowie Methoden für das Konfliktmanagement auf.
Zum Seminar
Projektmanager
Seminar

Projektmanager (TÜV)

In unserem Basisseminar Projektmanager erhalten Sie eine Einführung in die Grundlagen des Projektmanagements.
Zum Seminar
Seminar

Konfliktmanagement in Projekten – Advanced

Lernen Sie in unserem 3-tägigen intensiven Seminar, Konfliktsituationen auf pragmatische und effektive Weise aufzulösen.
Zum Seminar
Agiles Projektmanagement
Seminar

Agiles Projektmanagement

Lernen Sie agiles Projektmanagement aufgrund der hohen Dynamik von Projekten als Schlüsselfaktor kennen.
Zum Seminar

Haben Sie Fragen?

Silke Liehr

Oliver Wolter

TÜV NORD Akademie GmbH & Co. KG
Produktmanagerin Qualitätsmanagement
Am TÜV 1, 30519 Hannover

+49 511 998-62078
Fax: +49 511 998-62075

sliehr@tuev-nord.de

Diese Seite weiterempfehlen