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Jobs mit Zukunft – diese Skills werden jetzt wichtig

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Die Digitalisierung stellt die Arbeitswelt auf den Kopf. Schon heute übernehmen Maschinen Arbeiten, die noch vor wenigen Jahren von Menschen ausgeführt wurden. In der Zukunft werden Maschinen Taxis steuern, Supermarktverkäufe abwickeln und chirurgische Eingriffe durchführen. Einer Studie von McKinsey zufolge könnten zur Mitte des 21. Jahrhunderts manche Berufszweige komplett ohne Menschen auskommen.

Diese Entwicklung bedeutet nicht zwangsläufig eine Zunahme der Arbeitslosigkeit. Denn während alte Jobs durch die Digitalisierung wegfallen, kommen neue Jobs mit Zukunft hinzu. Wer diese Chance nutzen will, muss allerdings die richtigen Skills dafür mitbringen. Diese unterscheiden sich in mancher Hinsicht von denjenigen, die heute auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind.

Digitale Kompetenz: Technisches Wissen gewinnt an Bedeutung

Wenn der Alltag stärker von Algorithmen und Datenbanken geprägt ist, werden Menschen gefragter, die mit beidem umgehen können. Das verdeutlicht eine weitere Studie von McKinsey. Demnach steigt der Anteil der Arbeit, der technisches Wissen erfordert, in den nächsten zwölf Jahren um bis zu 55 Prozent. Besonders starke Zuwächse verzeichnen nach einer LinkedIn-Studie die Fähigkeiten „allgemeine Digitalkompetenz“ und „Verständnis für Programmierung“. Die Spitzenreiter sind laut LinkedIn in zehn Jahren dieselben wie schon heute: „Datenanalyse sowie -interpretation“ und „Wissensmanagement“.

Die Verlierer dieser Entwicklung sind dagegen die Jobs, die sich nicht über digitale Kompetenz, sondern über motorische und händische Fertigkeiten definieren. Schließlich geben bereits in der Gegenwart Maschinen in Fertigungshallen und an Fließbändern den Ton an. Für wiederkehrende und vorhersehbare Arbeitsabläufe sind sie häufig die billigere und effizientere Alternative zu Angestellten aus Fleisch und Blut.

Aufatmen können beispielsweise Forstarbeiter. Dort, wo es notwendig ist, flexibel auf spontan auftretende Ereignisse zu reagieren, lassen sich Menschen vorerst nicht ersetzen. Auch im Pflegebereich wird der Bedarf an Arbeitskräften weiter steigen. Das ist einmal bedingt durch die demografische Entwicklung. Zum anderen widerspricht es ethischen Grundsätzen, alte und kranke Menschen von einem Roboter betreuen zu lassen.

Soft Skills – die neuen Spitzenreiter für Jobs mit Zukunft

Auch wenn Maschinen schneller und besser rechnen, haben Menschen bei Soft Skills die Nase vorne. Deshalb werden typisch menschliche Fähigkeiten in der Arbeitswelt von morgen an Bedeutung gewinnen. Nach der bereits genannten LinkedIn Studie werden die wichtigsten 5 Soft Skills in zehn Jahren die folgenden sein:

  1. Funktionsübergreifende Kompetenz
  2. Gesprächs- und VerhandlungsführungMitarbeiterführung
  3. Kritikfähigkeit
  4. Interkulturelle Kompetenz

 

Das Weltwirtschaftsforum sagt dagegen einen starken Bedeutungszuwachs von Kreativität voraus. Auch das ist ein Bereich, in dem sich Menschen (noch) von Maschinen abgrenzen können.

Weiterbildung und Digitalisierung: Lebenslanges Lernen gehört dazu

Während Experten unterschiedliche Ansichten darüber haben, welche Soft Skills für Jobs mit Zukunft am wichtigsten sind, sind sie sich in einem einig: Lebenslanges Lernen wird für Arbeitnehmer in Zukunft zentral sein. Digitale Kompetenzen nehmen dabei eine Schlüsselrolle ein. Das bedeutet, dass sich Arbeitnehmer in der Cloud zurechtfinden, mit großen Datenmengen umgehen können und mit sozialen Netzwerken vertraut sind. Es bedeutet auch, sich regelmäßig auf Neues einzulassen. Denn die digitale Welt dreht sich immer schneller. Und auch Veränderungen des Arbeitsumfeldes bringen neue Herausforderungen mit sich. So eröffnet mobiles Arbeiten zwar Freiräume, erfordert aber auch ein gutes Selbstmanagement. Die Tatsache, dass immer mehr Teams aus Arbeitnehmern an verschiedenen Standorten bestehen, macht es für Führungskräfte notwendig, aus der Ferne führen zu können.

Auch in Hinsicht auf Soft Skills ist Weiterbildung gefragt. Diese können die Form von Seminaren zur beruflichen Kommunikation, zu Konfliktmanagement oder Mitarbeiterführung annehmen. Kurse zu Zeitmanagement und Work-Life-Balance helfen, in stressigen Zeiten entspannt zu bleiben und mit den Anforderungen der Digitalisierung gelassen umzugehen.

Weiterbildung in Sachen Digitalisierung geht auch Arbeitgeber etwas an

Bei der Aneignung wichtiger Skills für Jobs mit Zukunft ist jeder einzelne gefragt. Gleichzeitig lohnt es sich für Unternehmen, in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter zu investieren. Schließlich handelt es sich bei diesen um das wichtigste Kapital einer Firma. Ihre Weiterbildung schafft erst die notwendigen Voraussetzungen, um sich am Markt behaupten zu können und mit den Wünschen der Kunden und den Bemühungen von Mitbewerbern Schritt zu halten.

Außerdem stellt in Zeiten der Digitalisierung die Weiterbildung von Arbeitnehmern eine vielversprechende Möglichkeit dar, dringend benötigte Fachkräfte selbst heranzuziehen. Deshalb sind Arbeitgeber zunehmend dazu bereit, Fortbildungsmaßnahmen zu unterstützen – indem sie die Kosten dafür übernehmen, eine bezahlte Freistellung anbieten oder die Arbeitszeit vorübergehend reduzieren. Auf diese Art entstehen Jobs mit Zukunft und davon profitieren alle Beteiligten.

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Oliver Wolter

Oliver Wolter

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