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Train the Trainer: Lizenz zum Weiterbilden

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Trainer brauchen nicht nur Fachkompetenz: Sie müssen ihr Wissen auch vermitteln können. Dafür gibt es spezielle Seminare.

Torsten Pyzalski arbeitet seit mehr als 15 Jahren in der Industrie, seit elf Jahren als Trainer für Marketing. Und er unterstützt andere dabei, selber Trainer zu werden. „Ich weiß, wie die Wirtschaft tickt“, sagt er, „und habe hunderte Trainings gegeben.“ Eine vorgeschriebene Ausbildung oder ein allgemein verbindliches Berufsbild für Trainer gibt es in Deutschland nicht. Pyzalski erlernte das pädagogische Handwerkszeug in einem speziellen Lehrgang – „Train the Trainer“ heißen die Kurse meist. Angeboten werden sie von Bildungsinstituten wie der TÜV NORD Akademie, für die der studierte Wirtschaftsingenieur Pyzalski heute angehende Trainer ausbildet: Freiberufler, aber auch Mitarbeitende von Unternehmen, die Kollegen schulen sollen.

Manche der Train-the-Trainer-Seminare laufen über mehrere Wochenenden, andere bieten ein einwöchiges Kompakt-Programm. Dies ist praktisch für Eilige: Die Teilnehmer erwerben schneller das nötige Basiswissen – und die begehrte Trainerlizenz. Ohne die kommt man als freiberuflicher Trainer in die meisten Unternehmen gar nicht rein: „Ein anerkanntes Zertifikat wie das vom TÜV ist ein Türöffner“, sagt Torsten Pyzalski. „Da wissen die Kunden, dass der Trainer einen hohen Qualitätsstandard erfüllt.“ Für das begehrte TÜV-Gütesiegel müssen die Teilnehmenden am Ende ihrer Trainer-Ausbildung eine mündliche und eine schriftliche Prüfung bestehen – „und die sind nicht einfach“, weiß Pyzalski.

Vom Techniker zum Technik-Trainer

Insbesondere Ingenieure und Vertreter anderer technischer Berufe tun sich oft schwer mit der Selbstdarstellung und stehen ungern auf der Bühne. In Torsten Pyzalskis Train-the-Trainer-Seminar für die TÜV NORD Akademie lernen sie Methoden und Werkzeuge kennen, mit denen sie ihr wertvolles Wissen anschaulich vermitteln können. Dazu gehören Präsentations- und Moderationstechniken, Teilnehmeraktivierungs- und Diskussionsmethoden sowie didaktisches Know-how. Ganz wichtig dabei: Die Teilnehmenden sollten sich von Anfang an in der Trainerrolle ausprobieren können. „Sie müssen üben, üben, üben – vorn am Flipchart, an der Metaplanwand und vor der Kamera“, sagt Trainingsexperte Torsten Pyzalski. Denn: „Vor seinen Mitstreitern tun Fehler nicht weh, sondern man lernt aus dem Feedback.“

Auch die Planung eines Seminars steht auf dem Programm eines Train-the-Trainer-Lehrgangs. Wie entwickle ich ein Seminarkonzept, das die Teilnehmenden fordert – aber nicht überfrachtet? Welche Medien nutze ich für welches Thema – und wie? Nichts ist langweiliger als langatmige Monologe und Powerpoint-Vorführungen. Wann bietet sich stattdessen eine Gruppenübung an oder ein Rollenspiel? Welche Handouts sind vorzubereiten? Welche Voraussetzungen herrschen bei Räumlichkeiten und Technik? Je besser ein Seminar geplant ist, desto leichter wird die Durchführung – und desto größer ist der Trainingserfolg.

Erkennen, wie andere ticken

Gelernt werden will aber auch der Umgang mit Gruppendynamiken und schwierigen Teilnehmenden im Seminar. Wie schaffe ich eine gute Atmosphäre in der Gruppe? Wie gehe ich mit Konflikten und Störenfrieden um? Und wie gebe ich Feedback? Hier ist nicht nur eine große Sozialkompetenz des Trainers gefragt, sondern es kommt auch stark auf seine Persönlichkeit an. Es gilt, souverän aufzutreten und Sicherheit auszustrahlen. Dazu gehören unter anderem kommunikative Fähigkeiten, ein guter Umgang mit Stress und eine ordentliche Portion Selbsterkenntnis. Denn nur, wer die eigenen Stärken und Schwächen kennt, kann seine persönlichen Ressourcen auch optimal im Training einbringen.

Ein beliebtes Instrument für die Selbstanalyse ist der sogenannte Persönlichkeitstest DISG. Das Akronym steht für dominant, stetig, initiativ und gewissenhaft – vier Eigenschaften, die bei diesem Modell auf Basis von Selbstbeschreibungen als Grundtypen dienen. Nur lizensierte DISG-Lehrer dürfen den kostenpflichtigen Test durchführen. Torsten Pyzalski ist einer von ihnen, bei seinem Train-the-Trainer-Lehrgang für die TÜV NORD Akademie gibt es das DISG-Persönlichkeitsprofil inklusive: „Die individuelle Auswertung zeigt, wie die Teilnehmenden auf andere wirken, und wie sie das verändern können.“ Denn weil sich damit auch andere Menschen damit besser verstehen und einschätzen lassen, kann man das eigene Verhalten gezielt anpassen. Ein unschätzbarer Vorteil – nicht nur für Trainer.

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Oliver Wolter

Oliver Wolter

TÜV NORD Akademie GmbH & Co. KG
Produktmanager Unternehmensführung
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Fax: +49 511 998-62075

owolter@tuev-nord.de

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