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  • Fragen zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung (ZfP)?

Zerstörungsfreie Prüfungen

Die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung ist für den Hersteller oder Betreiber einer technischen Anlage ein äußerst effektives Mittel, um schnell eine sichere Aussage über die Qualität seines Produktes oder den Zustand seiner Anlage zu gewinnen. Damit lassen sich Qualitätsmängel früh erkennen und Schwachstellen sowie Schäden, häufig verbunden mit ungeplanten Stillstandszeiten und Produktionsausfällen, vermeiden.

Wir prüfen für Sie nach Regelwerken/Normen, nach firmeneigenen Prüfvorschriften oder nach unseren Prüfvorschlägen zu Ihren individuellen Prüfaufgaben in den Verfahren:

Magnetpulverprüfung (MT)

Die Magnetpulverprüfung ist ein Oberflächenverfahren für magnetisierbare Werkstoffe und ist zum Nachweis von spaltartigen Materialtrennungen (Rissen) in der Oberfläche oder im oberflächennahen Bereich geeignet. Dabei wird das Werkstück im Prüfbereich idealerweise so magnetisiert, dass die Feldlinien an Materialtrennungen auf Grund der geringeren magnetischen Leitfähigkeit von Luft gegenüber Stahl aus dem Werkstück austreten und sich Streufelder bilden. Der Prüfbereich wird entweder mit fluoreszierend eingefärbtem Eisenpulver oder schwarzem Eisenpulver auf weißer Hintergrundfarbe (schwarz/weiß Prüfung) behandelt. Dies kann entweder in einem Nassverfahren, mit Öl oder Wasser als Pulverträger, oder auch trocken erfolgen.

Ultraschallprüfung (UT)

Fehlstellen, wie Risse, Bindefehler, Einschlüsse und Dopplungen. Der Einsatz von hochmodernen, mobilen Kleingeräten für die Prüfung von Schweißnähten, Blechen und anderer Bauteile deckt die Aufgabenstellung der verschiedenen Industriesektoren ab. Neben der traditionellen Schweißnahtprüfung auf Fehlstellen ist die Ultraschall-Wanddickenmessung ein häufig angewandtes Verfahren zur Ermittlung der Restwanddicke und damit ideal geeignet zum Nachweis von Materialschwächungen durch Korrosion oder Erosion.

Farbeindringprüfung (PT)

Die Farbeindringprüfung wird zur Ermittlung von zur Oberfläche offenen Fehlstellen eingesetzt. Die Prüfung basiert darauf, dass gefärbtes Eindringmittel, in der Regel rot mit niedriger Oberflächenspannung in sehr feine Trennungen an der Oberfläche eindringen kann. Nach dem sorgfältigen Abwaschen des Penetrants und einer angemessenen Trocknungszeit wird eine saugfähige Entwicklerschicht aufgetragen, die einen guten Kontrast - meist weiß - zum Eindringmittel hat. Diese Schicht saugt dann, das in Hohlräume und Risse eingedrungene Penetriermittel heraus und macht die Fehlstelle sichtbar.

Durchstrahlungsprüfung (RT)

Die radiografischen Prüftechniken werden angewendet zum Nachweis von inneren Fehlstellen und sonstigen inneren Abweichungen von Materialeigenschaften, die durch eine Schwächung von Gamma- oder Röntgenstrahlen im Prüfgegenstand nachgewiesen werden. Zum Auffinden innerer voluminöser Fehlstellen wie Poren, Einschlüssen und Schlacken aber auch für Risse und Bindefehler nutzt man die hohe Durchdringungsfähigkeit kurzwelliger elektromagnetischer Strahlung. Des Weiteren werden radiografische Prüftechniken eingesetzt, zur Bewährungsprüfung in Beton und zum Auffinden von Korrosion oder Erosion an Rohrleitungen mittels Schattenaufnahmen, on stream-Aufnahmen oder auch Projektionsaufnahmen genannt.