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Ladungssicherung für Fahrzeugaufbau- und Planenhersteller sowie Fuhrparks und Logistikunternehmen

Ladungssicherung für Fahrzeugaufbau- und Planenhersteller sowie Fuhrparks und Logistikunternehmen

Ladungssicherung nach DIN EN 12642

Transportieren Sie Ihre Ladungen sicher von A nach B

Schäden in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro werden aufgrund mangelhafter Ladungssicherung auf unseren Straßen jedes Jahr verursacht. Leider werden durch verrutschte oder herunterfallende Ladung nicht immer nur Waren beschädigt oder zerstört, sondern schlimmstenfalls auch Verkehrsteilnehmer verletzt oder gar getötet.

Sicherheit ist also ein überzeugendes Qualitätsargument in einem hart umkämpften Markt. Lassen Sie Ihre Fahrzeuge und Aufbauten sowie Ladungssicherungsprozesse von TÜV NORD Mobilität optimieren und zertifizieren!

Vertrauen Sie auf unseren unabhängigen Sachverstand, den unsere Fachleute durch jahrelange Erfahrung erworben haben - so fahren Sie „mit Sicherheit“ dem Wettbewerb davon.

Unsere Fachkompetenz für Ihre Fahrzeuge - und ihre am Ladeprozess beteiligten Personen

Entscheidend für die Sicherheit beim Laden und Transport von Gütern ist aber immer der menschliche Faktor. Am Ladeprozess Beteiligte müssen Sachkunde und Gefährdungsbewusstsein verinnerlichen und sich motiviert und verantwortungsvoll für ihre Aufgabe engagieren.

Gern beraten wir Sie auch vor Ort hinsichtlich spezieller Güter, welche besondere Ladungssicherungsmethoden erfordern.

Mit unseren umfangreichen Erfahrungen finden wir gemeinsam mit Ihnen eine Lösung für genau Ihr Problem.

Prüfung von Fahrzeugaufbauten und Wechselbehältern

Ladungssicherung mittels Aufbauten:

Prüfberichte, Zertifikate und Bestätigungen zur Aufbaufestigkeit

DIN EN 12642 und DIN EN 283 beschreiben die Anforderungen an Aufbauten von Nutzfahrzeugen zur Nutzung bei der Ladungssicherung sowie die Bedingungen und Kriterien der Prüfungen. Sie unterscheidet zwischen Standardaufbauten (Code L) und verstärkten Aufbauten (Code XL).

Heute bieten Fahrzeug- und Aufbauhersteller fast nur noch Fahrzeuge mit verstärktem Aufbau (Code XL) an:

  • Extra stabile Stirnwand
  • Besonders feste Rungen
  • Steife Dachkonstruktion
  • Palettenanschlag auf beiden Fahrzeugseiten
  • Plane mit Aluminiumsteckprofilen oder eine besonders zertifizierte Plane

Belastungswerte bei "Code XL"

Die folgenden Belastungswerte müssen bei „Code XL“ als Prüfkriterium erreicht werden:

  • Stirnwand 50% der Nutzlast
  • Seitenwand 40% der Nutzlast
  • Rückwand 30% der Nutzlast

Für die Ladungssicherung bedeutet das, dass diese Fahrzeuge – auch Curtainsider – in der Lage sind, Ladungen bei bestimmten Bedingungen nur durch die Stabilität Ihres Aufbaus zu sichern. Wir führen diese gesetzlichen Prüfungen für Aufbauten Sie durch und erstellen Prüfbericht und Zertifikat zum Nachweis.

Der Prüfbericht

Der Prüfbericht fasst alle Daten der Prüfung zusammen:

  • Hersteller, Aufbauart und -typ
  • Beschreibung des geprüften Aufbaues oder Wechselbehälters
  • Prüfmethode und Auswertung der Ergebnisse
  • Fotodokumentation

Der Prüfbericht verbleibt beim Auftraggeber (Fahrzeugbauer, Aufbauhersteller, Spedition usw.).

Das Zertifikat

Für den Typ eines geprüften Aufbaues oder Wechselbehälters enthält das Zertifikat Angaben zu:

  • Aufbautyp und Bauteilkomponenten
  • Aufbaufestigkeit bzw. Prüflasten in/entgegen sowie quer zur Fahrtrichtung
  • Bedingungen, unter denen der Aufbau zur Ladungssicherung benutzt werden kann (Formschluss, Reibbeiwert der Ladefläche, max. Nutzlast, und max. Ladehöhe usw.)

Der Hersteller fertigt für jedes Fahrzeug/jeden Aufbau ein Zertifikat mit eingetragener Fahrzeug-Identnummer an und bestätigt mit Unterschrift, dass der ausgelieferte Aufbau (Fahrzeug) bzw. die Wechselbrücke technisch dem von TÜV NORD geprüften Muster entspricht. Der Fahrer führt das Zertifikat stets mit und vereinfacht dadurch die Kontrolle der Ladungssicherung durch Polizei und/oder BAG.

Unser Ziel

Wir helfen Ihnen, Ladung sicher und kosteneffektiv zu transportieren. Testen Sie uns!

 

Prüfung von Zurrpunkten

Gesicherte Ladung mit geprüften Zurrpunkten

DIN EN 12640 bzw. DIN ISO 27956 definieren einen Zurrpunkt als „Befestigungsvorrichtung am Fahrzeug, an der ein Zurrmittel direkt befestigt werden kann“. Die Normen geben Beschaffenheit, Anzahl und Position auf der Ladefläche sowie die Mindestzugfestigkeit von Zurrpunkten vor.

Prüfung von Zurrpunkten:

Bei der Prüfung wird ein beliebiger Zurrpunkt der Ladefläche (und der Stirnwand) geprüft. Die Wirkrichtung der Prüfkraft muss in den drei ungünstigsten Richtungen erfolgen:

  • Vertikal nach oben
  • Horizontal in / entgegen der Fahrtrichtung
  • Horizontal quer zur Fahrtrichtung

In Spezialfahrzeugen sind häufig höher belastbare Zurrpunkte eingebaut. Auch für solche Zurrpunkte weisen wir mit Prüfungen die vom Hersteller angegebenen nutzbaren Zurrlasten nach.

Wir prüfen die Zurrpunkte mit mobiler Prüfvorrichtung vor Ort. Sprechen Sie uns an.

Ermittlung von Gleitreibbeiwerten - VDI Richtlinie 2700

Unterbinden des Rutschens von Ladung auf der Ladefläche

VDI-Richtlinie 2700 Blatt 14 bzw. DIN EN 12195-1 beschreiben Prüfverfahren zur Ermittlung von Reibbeiwerten. Diese sind für die Berechnung von Reibungskräften und damit zur Auslegung von Ladungssicherungsmaßnahmen erforderlich.

Reibung ist der Widerstand gegen ein Verschieben von miteinander verzahnten Gegenständen. Je höher die Reibung, desto schlechter rutscht Ladung.

Mit mobilen Prüfvorrichtungen können wir - direkt bei Ihnen - den Gleitreibbeiwert zwischen verschiedenen Reibpartnern (Ladeflächen, Ladungsträger bzw. Ladung) ermitteln

Mittels den nachgewiesenen Gleit-Reibbeiwerten in Verbindung mit ausgewählten Verpackungs- bzw. Sicherungsmaßnahmen können erfolgreiche Ladungssicherungsmethoden entwickelt werden. Nutzen Sie diesen Wettbewerbsvorteil für sich.

Prüfung von Planen

Prüfungen von Neuplanen-Mustern

Für die Ladungssicherung durch den Aufbau (DIN EN 12642) muss jedes Bauteil für sich höchsten Ansprüchen an Festigkeit genügen. Für Schiebeplanen wird dieser Nachweis mittels Prüfungen nach DIN EN 12641-2 und/oder Richtlinie zur Herstellung von BKT-Schiebeplanen Code XL (Bundesvereinigung Konfektion Technischer Textilien e.V.) erbracht.

So finden Ihre Planen bei Ihren Kunden - den Fahrzeug- und Aufbauherstellern - als qualitativ hochwertige Zulieferteile Anerkennung.

Prüfung von Reparatur-Planen

TÜV NORD hat mit den namhaften Fahrzeug-, Aufbau- und Planenherstellern zusammen eine Anleitung zur Reparatur von geprüften Planen (DIN EN 12641-2 bzw. BKTex) erstellt.

Nach erfolgreichem Durchlaufen des Bewertungsprozesses können sich Planenreparaturbetriebe als „TÜV NORD - anerkannter Reparaturbetrieb“ ausweisen und sich damit vom Wettbewerb absetzen.
 

Das wichtigste der Ladungssicherung ist, bei allen Verkehrsteilnehmenden das Bewusstsein zu schärfen, wie gefährlich ungesicherte Ladung (im Falle einer Notsituation) sein kann.

Achim Peter (Fachgruppenleiter Ladungssicherung)