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Frau Dietze, wie sah Ihr beruflicher Weg bis zum heutigen Zeitpunkt aus?

Mein beruflicher Werdegang war recht vielfältig. Nach dem Studium der Ökotrophologie und Assistentenzeit an der TU München-Weihenstephan habe ich in einem fleischverarbeitenden Unternehmen mit mehreren Standorten ein Qualitätsmanagementsystem aufgebaut und die Standorte zur Zertifizierung nach ISO 9001 geführt. Parallel habe ich eine Auditorenausbildung und ein BWL-Abendstudium absolviert. Weitere Stationen waren ein Lehrauftrag an einer Fachhochschule sowie die Tätigkeit als Referentin bei einem großen Branchenverband der Lebensmittelindustrie. Vor ca. 13 Jahren startete ich als freiberufliche Auditorin bei TÜV NORD CERT. Vor 6 Jahren wechselte ich dann in die Festeinstellung. Seit Anfang 2018 leite ich die Abteilung Lebensmittel in Deutschland.

Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit am meisten Spaß und wo sehen Sie die größten Herausforderungen?

Am meisten Spaß macht mir die Vielfalt der Tätigkeit, kein Tag ist wie der andere und es ist stets etwas Neues auf der Agenda. Wir sind ein Dienstleister und jeder unserer Kunden fordert den für ihn angemessenen Service. Diese Kundenorientierung und die enorme Vielfalt sind etwas sehr Bereicherndes. Zugleich ist es aber auch anstrengend und herausfordernd. Da müssen alle Kollegen – interne und externe – mitmachen, schnell und oft unter Zeitdruck. Die optimale Organisation der Prozesse ist da ganz wichtig. Schön ist, dass das ganze Team engagiert dabei ist. Da macht das Koordinieren und Leiten richtig Spaß.

Was glauben Sie, wohin sich der Bereich Zertifizierung im Lebensmittelsektor in den kommenden fünf Jahren entwickelt und welche Bedeutung kommt der Digitalisierung dabei zu?

Mein Eindruck ist, dass die Durchdringung noch zunehmen wird. Ein Unternehmen kann sich auf dem Markt nicht mehr ohne eine einschlägige Zertifizierung halten. Die Vielfalt der Standards wird eher noch zunehmen. Die Digitalisierung hat dabei eine große Bedeutung, sowohl intern als auch extern. Wir werden zukünftig mit Tablets in die Betriebe gehen, Teile der Audits via Bildschirmkonferenz führen und Ergebnisse digital kommunizieren. Möglicherweise werden bald aus dem Audit heraus Informationen direkt an Datenbanken übergeben. Wir dürfen diesen digitalen Zug nicht verpassen.

Wie werden Sie die Weihnachtstage verbringen und was wünschen Sie sich fürs neue Jahr?

Ich werde die Weihnachtstage und den Jahreswechsel mit der Familie verbringen. Hier gibt es feste Rituale, auf die besonders unsere Kinder – auch die großen – Wert legen. Für das neue Jahr wünsche ich mir, dass unsere Gesellschaft etwas mehr Ruhe findet und die Extreme sich nicht ständig so lautstark in den Vordergrund drängen. Für die Zusammenarbeit im Team hoffe ich, dass wir weiterhin so gut und erfolgreich zusammenarbeiten. Mein persönlicher Wunsch ist, dass ich gesund bleibe und meine Familie mich weiterhin so positiv trägt.