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Energiekosten senken – Wettbewerbsfähigkeit steigern

Ein zertifiziertes Energiemanagementsystem gem. ISO 50001 unterstützt Unternehmen dabei, Energieeinsparpotenziale systematisch zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Hierdurch können Energiekosten gesenkt und die Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden. Mit dem kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) können Unternehmen ihre energiebezogene Leistung schließlich nachhaltig verbessern.

Unternehmen des produzierenden Gewerbes nutzen das Energiemanagementsystem darüber hinaus für die Beantragung des Spitzenausgleichs (§ 10 StromStG, § 55 EnergieStG) bzw. der EEG-Umlagebegrenzung (§ 64 EEG).

Gesetzliche Verpflichtung zur Durchführung von Energieaudits

Gemäß §§ 8 ff. Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G) sind alle Unternehmen, die nicht zu den kleinen und mittleren Unternehmen im Sinne der Empfehlung 2003/361/EG gehören, verpflichtet, mindestens alle vier Jahre ein Energieaudit gem. DIN EN 16247-1 durchzuführen.

Unternehmen, die ein zertifiziertes Energiemanagementsystem gem. ISO 50001 betreiben oder eine EMAS III -Validierung nachweisen können, sind von dieser Pflicht freigestellt.

Betroffen sind alle sog. „Nicht-KMU“:

  • Unternehmen mit ≥ 250 Beschäftigten oder
  • Unternehmen mit einem Jahresumsatz von > 50 Mio. € oder
  • Unternehmen mit einer Jahresbilanzsumme > 43 Mio. €

Hierbei ist zu beachten, dass bei der Einstufung als KMU oder Nicht-KMU auch verbundene Unternehmen zu berücksichtigen sind.

Ausführlichere Informationen zur KMU-Definition finden Sie hier.

Energiemanagement als Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz

Bereits in der Einleitung der Norm wird hervorgehoben, dass ein systematisches Energiemanagement zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen und anderen negativen Umweltauswirkungen beitragen kann. Im Fokus steht dabei die fortlaufende Verbesserung der energiebezogenen Leistung, d.h. die Verbesserung der Energieeffizienz, des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs selbst.

Die Vorteile auf einen Blick

  • Erkennen und Nutzen von Energieeinsparpotenzialen
  • Senken der Energiekosten
  • Ggf. Reduzierung der Kosten für CO2-Emissionen
  • Nutzen von Steuererleichterungen (Spitzenausgleich)
  • Begrenzung der EEG-Umlage
  • Sensibilisierung von Mitarbeitern und Lieferanten
  • Verbesserung der Außenwirkung

ISO 50001:2018

Am 21. August 2018 wurde die aktualisierte Fassung der Norm ISO 50001 veröffentlicht.

Wie bei den bereits aktualisierten Normen ISO 9001:2015 für Qualitätsmanagement und ISO 14001:2015 für Umweltmanagement wurde nun auch bei der ISO 50001:2018 die sogenannte „High Level Structure“ eingeführt.

Durch die einheitliche Nummerierung und Bezeichnung der Normkapitel, sowie die Verwendung einheitlicher Begriffsbestimmungen und Hinweistexte wird insbesondere die Kombination verschiedener Managementsysteme zu einem integrierten Managementsystem (IMS) wesentlich erleichtert.

Andererseits enthält die Norm neue Anforderungen, wie z.B. die Berücksichtigung sogenannter interessierter Parteien und die Ermittlung von Risiken und Chancen.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick:

  • Einführung der „High Level Structure“: Einheitliche Bezeichnung und Nummerierung der Normkapitel sowie einheitliche Begriffsbestimmungen und Hinweistexte
  • Kontext der Organisation: Bestimmung interner und externer Einflüsse, die im Hinblick auf das EnMs relevant sind und sich positiv oder negativ auf die Organisation auswirken können
  • Interessierte Parteien: Bestimmung von relevanten interessierten Parteien sowie deren Erfordernissen und Erwartungen und Festlegung, welche von diesen Anforderungen zu bindenden Verpflichtungen werden sollen
  • Risiken und Chancen: Auseinandersetzung mit bestehenden und potentiellen Risiken und Chancen in Bezug auf das EnMs sowie entsprechende Planung ihrer Aktivitäten
  • Verantwortung der Leitung: Stärkere Verpflichtung der Unternehmensführung zu gewährleisten, dass die gewünschten Ergebnisse durch das EnMs erreicht werden.
  • Energiedatensammlung: Höhere methodische Anforderungen in Bezug auf die Überwachung, Messung und Analyse der energiebezogenen Leistung  

Ausführlichere Informationen zu den Änderungen und neuen Anforderungen finden Sie hier.

Zeitplan für die Umstellung auf die ISO 50001:2018

Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen

Qualifizieren Sie sich zum Energiemanagement-Beauftragten, erwerben Sie Basiswissen zur Norm oder setzen Sie sich mit Energieleistungskennzahlen auseinander: Die TÜV NORD Akademie bietet Ihnen unterschiedliche Seminarangebote rund um die ISO 50001.

Eignen Sie sich die nötige Methodenkompetenz an, um die energiebezogene Leistung in ihrem Unternehmen messen und bewerten zu können. Auch hierzu hat die TÜV NORD Akademie passende Seminare im Angebot.

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