Nutzen

Bettgitter, Fixiergurt, räumliche Isolierung oder Psychopharmaka - die Verwendung von freiheitsentziehenden oder -einschränkenden Maßnahmen in der stationären und ambulanten Versorgung kommt immer einer Gratwanderung gleich: zwischen dem Recht auf Selbstbestimmung und dem (Selbst-)Schutz von alten, kranken oder behinderten Menschen. Mit einem Rechtfertigungshintergrund sind sie in Einzelfällen unerlässlich und dienen zum Schutz der körperlichen Unversehrtheit oder auch zur medikamentösen Heilbehandlung einer Angststörung. In anderen Fällen könnte man auf diese freiheitsentziehenden Maßnahmen verzichten. Eine Hinwendung zur verantwortungsvollen Abwägung aller Aspekte und ein Abwenden vom starren Sicherheitsdenken, so wie es beispielsweise die Initiative "Werdenfelser Weg" vorschlägt, zeigt weitere Handlungsmöglichkeiten auf. Das Seminar ermöglicht den Teilnehmern wichtige Einblicke in die aktuelle Rechtslage rund um das Thema freiheitsentziehende Maßnahmen. Sie erhalten eine größere Klarheit darüber, unter welchen Voraussetzungen eine Fixierung zulässig und/oder geboten ist. Darüber hinaus wird dem Überblick über rechtliche Konsequenzen, die ein ungerechtfertigter Freiheitsentzug nach sich ziehen kann, Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen gegenübergestellt. Das Seminar richtet sich vor allem an Stations-, Bereichs-, Pflegedienst- und Wohnbereichsleitungen, Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Altenpfleger/innen und Fachkräfte in der Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen, wahrnehmungs- und bewegungseingeschränkten Menschen sowie an Pflegehelfer. Das in diesem eintägigen Seminar erlernte Know-how hilft Teilnehmern eigene Anwenderentscheidungen im Bereich von Schutz und Freiheit selbstsicher zu treffen.

Inhalt

  • Schnittstellenmanagement und kollegiale Beratung als Grundvoraussetzung
  • Sturz- und Verhaltensursachen erkennen und beheben
  • Sturzrisikofaktoren reduzieren / Alternativen zu freiheitsentziehenden Maßnahmen anwenden
  • Fach- und sachgerechte Anwendung und Dokumentation von freiheitsentziehenden Maßnahmen und deren Alternativen
  • Abwägung von Risiko und Nutzen einer freiheitsentziehenden Maßnahme
  • Definition genehmigungsfreie / genehmigungspflichtige freiheitsentziehende Maßnahme
  • Unterbringung und unterbringungsähnliche Maßnahmen
  • Psychopharmaka in einer Heilbehandlung und § 1906 BGB
  • Rechtfertigungsgründe (Einwilligungsfähigkeit, mutmaßlicher Wille, Notwehr, Nothilfe, Notstand)

Teilnehmerkreis

Stationsleitungen, Bereichsleitungen, Pflegedienstleitungen, Wohnbereichsleitungen, Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Altenpfleger/innen und Fachkräfte in der Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen, wahrnehmungs- und bewegungseingeschränkten Menschen, Pflegehelfer

Abschluss

Teilnahmebescheinigung TÜV NORD Bildung

Veranstaltungsort

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Hinweise

Dozent: Tobias Münzenhofer, gerontopsychiatrischer Pflegefachdozent, Trainer, Verfahrenspfleger Im Preis enthalten sind Seminarunterlagen, Getränke, Mittagessen

Ansprechpartner

Seminarmanagement

TÜV NORD Bildung gGmbH
Am Technologiepark 28
45307 Essen

+49 (0) 800 / 8888 050
Fax: 0201 8929-699

info-bildung@tuev-nord.de

Kurzbeschreibung

Praxisnahe Beispiele und gegenseitiger Erfahrungsaustausch unterstützt die Teilnehmer dabei, Verstehens- und Handlungshilfen zum Thema freiheitsentziehende Maßnahmen zu erarbeiten. Sie lernen sowohl die pflegerischen wie auch die rechtlichen Aspekte kennen und werden mit den gerichtlichen Genehmigungsverfahren vertraut gemacht.

Ansprechpartner

Seminarmanagement

TÜV NORD Bildung gGmbH
Am Technologiepark 28
45307 Essen

+49 (0) 800 / 8888 050
Fax: 0201 8929-699

info-bildung@tuev-nord.de

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