Nutzen

Alte Menschen leiden häufiger unter Schmerzen, verbalisieren sie aber oft aus unterschiedlichen Gründen kaum: Sie möchten niemandem zur Last fallen oder weil die Annahme vorherrscht, dass Schmerzen zum Alter dazu gehören. So bleiben Schmerzen oftmals unerkannt und somit natürlich auch unbehandelt. Noch schwieriger stellt sich die Situation und Einschätzung bei Menschen mit Demenz dar. Sie sind oft nicht in der Lage, ihre Schmerzen einzuordnen oder in Worte zu fassen. Die Schmerzbeobachtung und -einschätzung kann hier nur über die lautsprachliche, mimische, verhaltensbedingte und physische Äußerung der demenziell Erkrankten erfolgen. Die kognitiven Einschränkungen oder auch der Verlust der Fähigkeit, sich verbal verständlich zu machen, machen daher bei Menschen mit Demenz oder auch im hohen Alter häufig einen anderen Zugang zur Beurteilung ihrer Schmerzen notwendig. Verweigerung der Nahrungsaufnahme oder der pflegerischen Unterstützung, gereizte Stimmung bis hin zu aggressiven Verhaltensweisen können Ausdruck von Schmerz sein. Mit einem guten Schmerzmanagement verringert sich die Zahl der Klienten, die unruhig sind und herausforderndes Verhalten zeigen, erheblich. Das Seminar richtet sich insbesondere an Stationsleitungen, Bereichsleitungen, Pflegedienstleitungen und Wohnbereichsleitungen, Gesundheits- und Krankenpfleger/innen, Altenpfleger/innen und Fachkräfte in der Pflege und Betreuung von pflegebedürftigen, wahrnehmungs- und bewegungseingeschränkten Menschen, Betreuungskräfte sowie an Pflegehelfer. Dieses Seminar versetzt Sie in die Lage, das Schmerzverhalten bei demenziell veränderten Menschen besser zu erkennen und einzuordnen. Das hier erlangte Wissen ermöglicht Ihnen zudem eine Reflektion Ihres beruflichen Handelns und die Entwicklung praxistauglicher Lösungen.

Inhalt

Unter Einbeziehung von Schmerzerhebungen und Beobachtungsskalen für die Einschätzung bei Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in der Pflege, werden in dieser Fortbildung Kriterien und Möglichkeiten der Schmerzerfassung und pflegerischen Intervention vorgestellt und gemeinsam erarbeitet.

  • Rechte von Schmerzpatienten
  • Zahlen, Daten, Fakten
  • Schmerzempfindung und Emotion
  • Schmerzwahrnehmung und kulturelle Einflussnahme
  • Herausforderungen und Misserfolgskette der Schmerzbehandlung
  • Ursachen, Verstärker und Abhängigkeiten zu Schmerzen im Alter
  • Schmerzformen, -arten und -gedächtnis

- akuter, chronischer und sematoformer Schmerz

- stabile/instabile Schmerzsituation

  • Schmerzmanagement

- initiales und differenziertes Assessment

  • Schmerzlinderung

- die Bedeutung von Noceboeffekt und Placeboeffekt

- medikamentöse Schmerztherapie

- nicht-medikamentöse pflegerische Schmerzbehandlung

Abschluss

Teilnahmebescheinigung TÜV NORD Bildung

Veranstaltungsort

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Hinweise

Dozent: Tobias Münzenhofer, gerontopsychiatrischer Pflegefachdozent, Trainer und Verfahrenspfleger Im Preis enthalten sind Seminarunterlagen, Getränke, Mittagessen

Ansprechpartner

Seminarmanagement

TÜV NORD Bildung gGmbH
Am Technologiepark 28
45307 Essen

+49 (0) 800 / 8888 050
Fax: 0201 8929-699

info-bildung@tuev-nord.de

Kurzbeschreibung

In diesem Seminar stellen wir Ihnen Beobachtungsinstrumentarien für die Einschätzung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in der Pflege vor. Kriterien und Möglichkeiten der Schmerzerfassung und pflegerischen Intervention werden vorgestellt und gemeinsam erarbeitet.

Ansprechpartner

Seminarmanagement

TÜV NORD Bildung gGmbH
Am Technologiepark 28
45307 Essen

+49 (0) 800 / 8888 050
Fax: 0201 8929-699

info-bildung@tuev-nord.de

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