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Reiseplanung

App in den Urlaub

07. August 2025

Was muss in den Koffer, was will man sich wann anschauen, wo kann man eine schöne Runde mit dem Rad oder per pedes drehen, die auch die Kinder nicht überfordert – und wer hat was auf der Reise bezahlt? Vor der Urlaubserholung steht die Planung, dahinter die Abrechnung. Glücklicherweise gibt es diverse digitale Helfer, die die Reiseorga erleichtern.

 

PackPoint: Was muss mit?

Viele schieben es auf den letzten Moment, um dann noch auf dem Weg zum Flughafen fieberhaft im Kopf durchzuspielen: Habe ich wirklich alles dabei? Wer beim Kofferpacken in Stress gerät und gerne dabei den Überblick verliert, kann sich von PackPoint unter die Arme greifen lassen. Die App fragt zunächst, wann und wie lange es wo hingehen soll und was man vor Ort machen will: schwimmen, campen, arbeiten? Ist man mit oder ohne Baby unterwegs? Dann schlägt PackPoint unter Einbeziehung der Wettervorhersage für den Urlaubsort eine Packliste vor, die man bearbeiten, mit Mitreisenden teilen und über das appeigene Widget Punkt für Punkt abhaken kann. Ein verschmerzbarer Schönheitsfehler: Mögliche Dopplungen erkennt und bereinigt die App nicht automatisch. Wer unter den anvisierten Aktivitäten sowohl Schwimmen als auch den Strandaufenthalt wählt, wird in beiden Unterlisten dazu aufgefordert, Badesachen und Sandalen einzupacken. Generell ist die Liste der vordefinierten Aktivitäten überschaubar. Wer eigene Packlisten fürs Kitesurfen oder Apnoetauchen erstellen will, muss auf die Premium-Version zurückgreifen. Die bietet für einmalig 3,19 Euro außerdem eine direkte Integration in den Reiseplaner TripIt.

 

Komoot: Wie kommen wir rum?

Unter den Routenplanern für Wanderungen, Radtouren oder Stadtrundgänge erfreut sich Komoot besonders großer Beliebtheit. Und das nicht von ungefähr: Über die App oder die Webversion lassen sich nicht nur eigene Touren planen, sondern vor allem auch Routen der Community und der Redaktion von Komoot entdecken. Abgestimmt auf die eigenen Anforderungen finden sich hier verblüffend viele schöne Strecken, auf die man selbst definitiv nicht ohne Weiteres gestoßen wäre. Prinzipiell lässt sich die App auch komplett kostenlos nutzen. Eine richtig runde und komfortable Sache wird sie mit dem zukaufbaren Kartenmaterial. Denn damit kann man Routen auch aufs Handy herunterladen und bekommt außerdem Zugriff auf die sehr gute Sprachnavigation.

Ein Kartenpaket für eine Region der eigenen Wahl gibt es gratis. Ein weiteres Regionen-Paket kostet 8,99 Euro, die ganze Welt 29,99 Euro – die ist aber auch immer wieder auf 19,99 Euro rabattiert. Komoot läuft auch auf den Smartwatches von Apple, Samsung und Garmin. Bei Wanderungen am Großglockner oder beim Rundgang durch Rom muss man so nicht ständig das Handy parat haben und kann dessen Akku für Erinnerungsfotos schonen. Die Premium-Variante für regulär 59 Euro im Jahr bietet zusätzlich die Planung von Mehrtagestouren inklusive Übernachtungstipps, Wettervorhersagen für die Route, 3D- und sportspezifische Karten sowie eine Live-Tracking-Funktion, damit Freundinnen, Freunde und Familie für den Fall eines Unfalls immer genau wissen, wo man gerade herumläuft oder -radelt. Wer ohne diese Extras leben kann, ist mit dem Welt-Paket bestens bedient und unterwegs.

 

Wanderlog: Was schauen wir uns an?

(Fast) alles an einem Ort: Über Wanderlog kann man Reiserouten planen, Flug-, Hotel- und Mietwagenreservierungen organisieren, Sehenswürdigkeiten und Restaurants entdecken und auf einer Karte anzeigen lassen. App- und Webversion bieten auch eine Autofill-Funktion, um automatisch Tagespläne für den Städtetrip erstellen zu lassen, die man anschließend bearbeiten kann. Geheimtipps darf man dabei zwar nicht unbedingt erwarten. Wer etwa nach Kopenhagen reist, bekommt zunächst die üblichen Verdächtigen wie die kleine Meerjungfrau in den Tagesplan gespült. Als Inspirationsquelle und um sich auch räumlich einen Überblick zu verschaffen, macht Wanderlog, das sich bei seinen Vorschlägen unter anderem aus TripAdvisor speist, aber in jedem Fall einen sehr guten Job.

Besonders praktisch: Abhängig von der eigenen präferierten Fortbewegungsart – ob mit dem Auto oder zu Fuß und mit dem ÖPNV – berechnet die App, wie lange man von einer Attraktion zur nächsten braucht. Klickt man auf eine Sehenswürdigkeit, wird die Route zum Ziel auf Google Maps aufgerufen. In der Pro-Version, die mit 40 Euro pro Jahr zu Buche schlägt, kann man unter anderem seine gesamten gespeicherten Orte zu Google Maps exportieren, bekommt unbegrenzten Zugriff auf einen KI-Assistenten, Offline-Zugang und Updates zu Abflugverzögerungen. Außerdem kann man sein Gmail-Konto automatisch nach Reservierungen und Flugtickets durchforsten lassen. In der kostenlosen Variante macht man das via Mail-Weiterleitung der jeweiligen Reservierungsbestätigung an Wanderlog, was erstaunlich gut funktioniert.

 

Splid: Wer hat was bezahlt?

Wer hat wann das Abendessen bezahlt, wer das Bahnticket, wer den Ausflug in den Hochseilgarten, und wer bekommt nun wie viel von wem zurück? Die Klärung dieser Fragen frisst bei Gruppenreisen Zeit und kann auch mal die Stimmung trüben. Splid vereinfacht diesen Prozess und wirkt so dem Abrechnungsunmut entgegen: Hat man eine Gruppe angelegt und die Mitreisenden eingeladen, können alle ihre Ausgaben eintragen. Splid dokumentiert dann, wer wie viel ausgeben hat, und berechnet, wer wem wie viel schuldet. Da die App 150 verschiedene Währungen automatisch umrechnet, sorgt sie auch etwa auf der großen Rundreise durch Südostasien für klare Verhältnisse.

 

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