Ausländische Führerscheine in Deutschland

Grenzenlos mobil?

Wenn Sie mit einem ausländischen Führerschein nach Deutschland kommen, stehen Sie vor vielen Fragen: Darf ich über die Grenze? Habe ich freie Fahrt auf Deutschlands Straßen? Und welcher Führerschein lässt sich unter welchen Bedingungen in eine deutsche Fahrlizenz umwandeln?

Das müssen Sie mitbringen

Entsprechend internationaler Vereinbarungen dürfen Sie mit einem ausländischen Führerschein grundsätzlich auch in Deutschland fahren. Stellen Sie jedoch sicher, dass Ihr Führerschein gültig und zwischenzeitlich nicht abgelaufen ist. Selbstverständlich müssen Sie Ihre Fahrlizenz ordnungsgemäß erworben und mindestens 185 Tage in dem Land gewohnt haben.

Freie Fahrt für Europa

Wer einen Führerschein aus einem EU-Land oder aus einem Land des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) besitzt, hat auch in Deutschland freie Fahrt. Sie brauchen Ihren Führerschein nicht umzutauschen. 

Freie Fahrt für Europa

Staaten des EWR

Belgien
Bulgarien
Dänemark
Estland
Finnland
Frankreich
Griechenland
Großbritannien
Irland

Italien
Lettland
Litauen
Luxemburg
Malta
Niederlande
Österreich
Polen
Portugal

Rumänien
Schweden
Slowakei
Slowenien
Spanien
Tschechien
Ungarn
Zypern

Island
Liechtenstein
Norwegen


 

„Einbürgerung“ ausländischer Führerscheine

Unter welchen Bedingungen kann oder muss eine ausländische Fahrerlaubnis in eine deutsche umgewandelt werden? Kann ich als Deutscher meinen Führerschein im Ausland machen und anschließend hier umschreiben lassen? Fragen über Fragen, die häufig nur durch die Regelungen im Herkunftsland beantwort werden.

Alles wird leicht: Führerscheine aus „Listenstaaten“

Wenn Ihr Führerschein aus keinem der EU oder dem EWR-Land stammt, müssen Sie ihn spätestens 6 Monate nach Begründung des „ordentlichen Wohnsitzes" in Deutschland umschreiben lassen. Diese Frist können Sie um sechs Monate verlängern, wenn Sie glaubhaft machen, dass Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland nicht länger als 12 Monate behalten.
Danach muss Ihr Führerschein auf alle Fälle umgeschrieben werden. Stammt Ihr Führerschein aus einem „Listenstaat“, haben Sie es leichter. Teilweise benötigen Sie nicht einmal eine neue Prüfung. Oder Sie absolvieren lediglich eine theoretische oder praktische Prüfung. Wenn Sie genau wissen wollen, was Sie bei welchem Führerschein erwartet, klicken Sie hier.

Das wird etwas schwerer: Führerscheine aus anderen Ländern

Jetzt wird es etwas schwieriger. Wenn Ihr Führerschein aus einem Drittland stammt, müssen Sie ihn ebenfalls spätestens 6 Monate nach Begründung des „ordentlichen Wohnsitzes" in Deutschland umschreiben lassen. Auch hier können Sie auf Antrag die Frist um sechs Monate verlängern, wenn Sie glaubhaft machen können, dass Sie Ihren Wohnsitz in Deutschland nicht länger als 12 Monate haben werden. Danach muss die Fahrerlaubnis umgeschrieben werden.
Führerscheine aus allen anderen Staaten können zwar prinzipiell ebenfalls in Deutschland ab Wohnsitzbegründung umgeschrieben werden. Allerdings werden Sie sowohl eine theoretische als auch eine praktische Prüfung ablegen müssen.


Stopp, bitte fahren Sie nicht weiter.

Ein ausländischer Führerschein berechtigt nicht zur Teilnahme am Straßenverkehr in der Bundesrepublik Deutschland,

  1. wenn er nicht mehr gültig ist,
  2. wenn er ein Lernführerschein oder ein anderer vorläufig ausgestellter Führerschein ist,
  3. wenn Sie das in der Bundesrepublik Deutschland für die Erteilung der Fahrerlaubnis vorgeschriebene Mindestalter noch nicht erreicht haben und Ihre Fahrerlaubnis nicht von einem anderen Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum erteilt worden ist,
  4. wenn Sie zum Zeitpunkt des Erwerbs der ausländischen Fahrerlaubnis Ihren ordentlichen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland hatten,
  5. wenn Ihnen die Fahrerlaubnis in der Bundesrepublik Deutschland entzogen oder versagt worden ist oder Ihnen die Fahrerlaubnis nur deshalb nicht entzogen worden ist, weil Sie zwischenzeitlich auf sie verzichtet haben. Bei Fahrerlaubnissen, die in einem anderen Mitgliedstaat der EU ausgestellt wurden, können Besonderheiten zu beachten sein. Setzen Sie sich in diesem Fall mit der Fahrerlaubnisbehörde Ihres Wohnortes in Verbindung. Diese kann klären, ob gegebenenfalls weiterhin Eignungszweifel bestehen.
  6. solange Sie in der Bundesrepublik Deutschland, im Ausstellungsstaat des Führerscheins oder in dem Staat, im dem Sie Ihren ordentlichen Wohnsitz haben, einem Fahrverbot unterliegen oder der Führerschein beschlagnahmt, sichergestellt oder in Verwahrung genommen wurde.

Das Recht von einer ausländischen Fahrerlaubnis nach einer Entziehung in der Bundesrepublik Deutschland wieder Gebrauch zu machen, wird auf Antrag durch die Fahrerlaubnisbehörde wieder erteilt, wenn die Gründe, die zur Entziehung geführt haben, nicht mehr bestehen.

Ordentlicher Wohnsitz

Fahrerlaubnisbewerber müssen ihren ordentlichen Wohnsitz in der Bundesrepublik Deutschland haben, d.h. - vereinfacht gesagt - hier während mindestens 185 Tagen im Jahr wohnen.



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