Klimaschutzprojekte ermöglichen nach anerkannten internationalen CO₂‑Standards überprüfte Emissionsreduktionen und werden durch TÜV NORD CERT validiert und verifiziert.
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Klimaschutzprojekte spielen eine immer wichtigere Rolle, wenn es darum geht, die Erderwärmung wirksam zu begrenzen. Mit dem Pariser Klimaabkommen haben sich 195 Staaten dazu verpflichtet, die Erderwärmung deutlich zu reduzieren und damit den globalen Temperaturanstieg auf deutlich unter 2 °C, idealerweise auf 1,5 °C, zu begrenzen. Dadurch steigen nicht nur die nationalen Klimaziele (NDCs), sondern auch die Anforderungen an Projekte, die Emissionsminderungen erzielen sollen.
Gleichzeitig verändert sich der freiwillige Markt für CO₂-Kompensation (Voluntary Carbon Market). Neue Vorgaben, insbesondere im Rahmen von Artikel 6 des Pariser Klimaabkommens, verlangen, dass Projekte mehr Transparenz, einen klaren Nachweis der Klimawirkung und die Vermeidung von Doppelzählungen leisten. Hierdurch sollen CO₂‑Zertifikate langfristig glaubwürdig und nutzbar bleiben.
Für Unternehmen und Projektentwickler bedeutet das wiederum: Nur sorgfältig geplante, transparent dokumentierte und unabhängig geprüfte Projekte können ihre Emissionsminderungen zuverlässig belegen und Vertrauen am Markt schaffen.
Validierung und Verifizierung unterstützen genau dabei, indem gezeigt wird, dass ein Projekt echte, nachvollziehbare Einsparungen erzielt und alle relevanten Anforderungen erfüllt. Eine unabhängige Prüfung nach anerkannten internationalen Standards erhöht zusätzlich die Glaubwürdigkeit und Nachvollziehbarkeit der Klimaschutzprojekte.
Die TÜV NORD CERT GmbH ist seit 2009 von der UNFCCC akkreditiert. In den letzten Jahren hat das Unternehmen mehr als dreitausend Projekte validiert und verifiziert.
Darüber hinaus ist die TÜV NORD CERT GmbH von der Deutschen Akkreditierungsstelle DAkkS nach ISO/IEC 17029:2020 in Verbindung mit DIN 14065:2022 ISO akkreditiert. Das Unternehmen ist zudem für 14064-1:2019 in Verbindung mit DIN EN ISO 14064-3:2022 und DIN ISO 14064-2:2020 akkreditiert.
Die unabhängige Prüfung von Klimaschutzprojekten stärkt das Klimamanagement von Unternehmen und Organisationen sowie die Akzeptanz Ihrer Klimastrategie. Daher eignet sie sich besonders für
Klimaschutzprojekte ermöglichen nach anerkannten CO₂‑Standards überprüfte Emissionsreduktionen und schaffen damit Transparenz und Glaubwürdigkeit gegenüber Ihren Stakeholdern. Dadurch ergeben sich unter anderem folgende Vorteile:
Da TÜV NORD für eine Vielzahl internationaler Standards registriert ist, decken wir ein breites Spektrum an Projekttypen ab:
ISO 14064-2 ist Teil einer Normenreihe zur Bilanzierung und Reduzierung von Treibhausgasemissionen (THG). Sie dient der Quantifizierung, dem Monitoring und der Berichterstattung zur Reduktion der THG in einer Organisation. Für diesen Prozess gibt die ISO 14064-2 durch Grundsätze und Anforderungen den Rahmen vor. Dabei bezieht sie sich auf Projekte – auf ihre Planung sowie die Identifizierung und Selektion der Quellen, Senken und Reservoirs von Treibhausgasemissionen, die für das Projekt und die Reduzierung von THG ausschlaggebend sind. TÜV NORD CERT ist von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) für die Norm ISO 14064-2 akkreditiert.
Ein von den UN angebotenes System zum Emissionsausgleich ist der Clean Development Mechanism (CDM). In den sogenannten Entwicklungsländern können damit für Projekte zertifizierte Emissionsreduktionsgutschriften (CER) erworben werden. Mit diesen wird dann gehandelt, sodass Industrieländer auf diesem Weg ihren Zielen gemäß des Kyoto-Protokolls näherkommen können. TÜV NORD CERT ist im Rahmen der UNFCCC für den Clean Development Mechanism (CDM) akkreditiert.
Nach Artikel 6.2 der Klimarahmenkonvention ist es Ländern erlaubt, miteinander Emissionsreduktionen und Kohlenstoffsenken zu handeln, bi- und multilateral. Dadurch können Länder, die Klimamaßnahmen umsetzen und ihre Emissionsreduzierung als International Transfer Mitigation Outcomes (ITMOs) an andere Länder verkaufen. Letztere lassen sich diese dann als ihre nationalen Klimabeiträge (NDCs) gutschreiben.
Die ITMOs werden dabei in CO₂-Äquivalenten gemessen. Auch dies ist in der Klimarahmenkonvention festgelegt: Die Methoden, Messverfahren und Messgrößen wurden dafür vom Weltklimarat geprüft und von der Pariser Klimakonferenz anerkannt. Die Länder, die das Klimaabkommen unterschrieben haben, legten zudem gemeinsam weitere Messverfahren fest, die die national festgelegten Beiträge zum Klimaschutz (NDC) beeinflussen.
TÜV NORD CERT ist in der Schweiz, Ghana und Marokko als Validierer und Verifizierer registriert. Zudem streben wir gerade an, auch in Zambia und Kenia als Validierer und Verifizierer registriert zu werden.
Der Gold Standard (GS) wurde 2003 vom WWF und anderen internationalen Nichtregierungsorganisationen ins Leben gerufen. Mit dem Gold Standard for Global Goals (GS4GG) ist die nächste Generation am Start. GS ist ein freiwilliger Kohlenstoffstandard. Er umfasst Regeln, Anforderungen und Methoden, mit denen sich die Auswirkungen von Maßnahmen zur THG-Reduktion auf effiziente Weise messen und überprüfen lassen. Dies kann sinnvoll sein für THG-Projekte, die Kohlenstoff-Credits ausstellen wollen, aber auch für Aktivitäten in den Lieferketten bis hin zu nationalen Projekten. Wenn eine Zertifizierung durch Gold Standard erfolgt, zieht dies einen Eintrag des entsprechenden THG-Projekts im GS Impact Registry nach sich und Emissionsgutschriften mit dem Titel VER (Gold Standard Verified Emission Reductions) können erworben werden.
Erfahren Sie mehr über den Gold Standard und seine Auswirkungen auf die Reduktion von Treibhausgasen.
Der Wald-Klimastandard (WKS) ist gezielt für deutsche Projekte zum Wald-Klimaschutz entwickelt worden, basierend auf UN-Richtlinien. Für den dahinterstehenden Ecosystem Value Association (eva) e. V. ist es der erste. Anhand des WKS können Klimaschutzprojekte nach der Zertifizierung handelbare CO2-Zertifikate erhalten, über deren Verkauf Waldbesitzer:innen finanzielle Mittel für weitere Klimaschutzprojekte erstehen. Für die Unternehmen auf der anderen Seite ist es eine gute Möglichkeit, durch Ankauf dieser Zertifikate zu Klimaschutz und Biodiversität in Deutschland beizutragen. Denn bei den Projekten geht es immer um Maßnahmen zum Walderhalt, Wiederaufforstungen oder Waldumbau für mehr Klima-Resilienz.
Erfahren Sie mehr über den Waldklimastandard (WKS) und wie er den Klimaschutz und die Biodiversität in Deutschland unterstützt
Der von Verra entwickelte Plastic Waste Reduction Standard ist der erste Klimastandard, der sich ausdrücklich und ausschließlich auf die Reduzierung von Plastikabfällen bezieht. Er bietet ein robustes System für die Entwicklung und Zertifizierung von Projekten zur Reduzierung von Plastikabfällen und stellt sicher, dass sie hohen ökologischen und sozialen Integritätsstandards entsprechen. Das Programm verwendet seine eigenen Methoden, die darauf abzielen, sowohl die Sammlung als auch das Recycling von Plastikabfällen zu steigern. Für jede gesammelte oder recycelte Tonne Plastik wird ein Plastic Credit vergeben. Organisationen können Plastic Credits erwerben, um ihren Plastik-Fußabdruck auszugleichen. Dieser marktorientierte Ansatz schafft Anreize für nachhaltige Praktiken und fördert Innovationen bei der Abfallreduzierung. Der Plastic Waste Reduction Standard ist ein wichtiges Instrument für Unternehmen, Regierungen und Gemeinden, die sich für die Schaffung einer Kreislaufwirtschaft und die Erzielung signifikanter, messbarer Auswirkungen im Kampf gegen die Plastikverschmutzung einsetzen.
Um mehr über den Plastic Waste Reduction Standard und seine Auswirkungen auf die Reduzierung von Plastikabfällen zu erfahren, schauen Sie auf der Website von Verra vorbei.
Verified Carbon Standard (VCS) ist ein internationaler Klimaschutzstandard, anhand dessen sich Projekte auf freiwilliger Basis messen und dann Emissionsgutscheine erwerben lassen. Bei Einhaltung der Regeln und Anforderungen des Standards kann ein Projekt im VCS-Programm registriert werden und dann entsprechend Kohlenstoff-Credits erhalten. Endnutzer:innen kaufen diese sogenannten VCUs (Verified Carbon Units), um sie dann als Ausgleich für Emissionen stillzulegen. Über die Ausgabe und Stilllegung von VCUs führt die verwaltende Organisation Verra öffentlich Buch.
Erfahren Sie mehr über den Verified Carbon Standard (VCS) und wie er die Ausgabe von Kohlenstoffzertifikaten erleichtert
Der Climate, Community and Biodiversity Standard (CCB) wird seit Ende 2014 von der Verra verwaltet. Er bezieht sich auf Landmanagement-Projekte – auch die, die THG aus Entwaldungen und der Vermeidung von Degradierungen aus Wäldern und anderen Ökosystemen mit sich bringen. Durch ihn lässt sich feststellen, ob ein solches Projekt einen nachweisbaren Nutzen bringt, für Klimaschutz, Biodiversität – und lokale Gemeinschaften. Denn ein CCB-zertifiziertes Projekt muss immer Gemeinschaften und Interessengruppen stark beteiligen.
Erfahren Sie mehr über den Climate, Community, and Biodiversity Standard (CCB-Standard) und seine Anforderungen
Ende 2016 wurde der Certified Carbon Standard eingeführt. Den Sustainability Goals verpflichtet, ist dieser Standard ein Kohlenstoffzertifizierungsprogramm, das die Registrierung von Klimaschutzprogrammen oder -projekten (CCMPs) erleichtert und garantiert. Dieser Standard ist freiwillig und dient dazu, den Abbau von Treibhausgasen und die THG-Verringerung durch Klimaschutzmaßnahmen zu registrieren und zu zertifizieren. Die Emissionsgutschriften werden von Cercarbono ausgegeben und mit anderen projektspezifischen Emissions-Gutschriften zusammen gehandelt.
Das International Carbon Registry (ICR) wurde 2020 in Reykjavik gegründet und kooperierte von Anfang an mit Validierungs- und Verifizierungsstellen weltweit. Das ICR ist ein Klimaregister und ein weitreichendes Emissionsprogramm. Auf der Plattform können sich Projekte zur Verringerung von Treibhausgasemissionen registrieren. Ferner können für diese Projekte Emissionszertifikate ICR Carbon Credits (ICC) generiert werden. Die Reduzierung von Emissionen, sowie die Additionalität und weitere Kriterien werden bei allen Projekten validiert und verifiziert.
Die Registrierung der Projekte sowie die Validierung und Verifizierung der Emissionsreduzierung erfolgen dabei ganz transparent nach den international anerkannten Anforderungen der ISO14064-2 und den besonderen Anforderungen des ICR Programs.
Erfahren Sie mehr über die ICR-Kohlenstoffzertifikate (ICC) und wie das ICR eine transparente Überprüfung der Emissionsreduktion unterstützt
SD VISta (Sustainable Development Verified Impact Standard) von VCS ist ein international anerkannter Standard zur Validierung und Verifizierung von Projekten mit Fokus auf nachhaltige Entwicklung. Der Standard ermöglicht es Projektträgern, positive Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft messbar zu machen und offiziell zertifizieren zu lassen.
Projekte, die die anspruchsvollen Kriterien und Anforderungen von SD VISta erfüllen, können im SD VISta-Programm registriert werden. Damit wird ihr Beitrag zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) weltweit sichtbar und anerkannt.
Unternehmen und Endnutzer können entsprechende Zertifikate erwerben, um ihr Engagement für Nachhaltigkeit zu dokumentieren und ihre eigene Nachhaltigkeitsstrategie zu stärken. Die Verwaltung, Dokumentation sowie die transparente Nachverfolgbarkeit der Zertifikate erfolgen über das öffentliche Register der Organisation Verra.
Erfahren Sie mehr über den SD VISta Standard und wie er zur Anerkennung und Förderung nachhaltiger Entwicklungsprojekte beiträgt.
Der Standardized Crediting Framework bietet ein transparentes, kosteneffizientes und landeseigenes System zur Anrechnung von Emissionsminderungen, das die Generierung von Klimaschutzzertifikaten deutlich vereinfacht und beschleunigt.
Der Greenhouse Gas Crediting and Offsetting Mechanism (Mechanismus zur Gutschrift und zum Ausgleich von Treibhausgasen) ist ein von der saudi-arabischen Regierung initiiertes System, um den heimischen Kohlenstoffmarkt zu strukturieren und zur Erreichung des Netto-Null-Ziels bis 2060 beizutragen.
Die TÜV NORD CERT GmbH hat von VERRA eine Teilsuspendierung für VCS Scope 14 (AFOLU) erhalten, die sich speziell auf die Volksrepublik China bezieht. Die Suspendierung betrifft ausschließlich AFOLU-Projekte innerhalb Chinas.
Wir arbeiten aktiv an der Aufhebung der Suspendierung und möchten betonen, dass unsere Aktivitäten in allen anderen Bereichen und Regionen, einschließlich AFOLU, wie gewohnt fortgeführt werden. Wir sind weiterhin bestrebt, die höchsten Servicestandards aufrechtzuerhalten und die Qualität unserer Dienstleistungen sicherzustellen.

Um handelbare Emissionszertifikate zu generieren, muss Ihr Projekt nach einer von einem der CO₂-Standards anerkannten Methode konzipiert sein. Diese Methode muss sich kontinuierlich durch Ihr Projektkonzept ziehen. Dann kann das Projekt entsprechend von einer akkreditierten Stelle wie TÜV NORD CERT validiert und verifiziert werden.
Validierung
Validierung ist eine ex ante Beurteilung von Projekten zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen. Im Rahmen dieser Validierung wird beurteilt, ob das Projektkonzept die Normanforderungen erfüllt und zur Generierung handelbarer Zertifikate führen kann. Während der Validierung analysiert eine akkreditierte Stelle wie TÜV NORD CERT das Projektdesign-Dokument (PDD), das Mitigation Action Design Document (MADD) und weitere dazugehörige Dokumente und Informationen. Eine positive Validierung ist eine der Voraussetzungen für die Registrierung des Projekts.
Verifizierung
Die Verifizierung ist eine regelmäßige Überprüfung, bei der die tatsächlich erreichten Emissionsreduktionen aus Standardaktivitäten des Projekts bestimmt werden. Weiterhin wird die kontinuierliche Einhaltung der in der jeweiligen Norm festgelegten Kriterien überprüft. Nach erfolgreicher Projektverifizierung bestimmt TÜV NORD CERT, wie hoch die Emissionsreduktion tatsächlich ist und stellt eine Empfehlung zur Ausstellung von zertifizierten Emissionsreduktionsgutschriften aus.
TÜV NORD CERT ist beim UN-Klimasekretariat UNFCCC für die Überprüfung von JI- und CDM-Projekten in allen Bereichen akkreditiert. Als eine der weltweit größten DOEs sind wir neutraler und kompetenter Partner von Unternehmen der Energie- und Umwelttechnologie, Investoren sowie von Beratungsunternehmen für den Carbon Market, und für Nachhaltige Entwicklung. TÜV NORD CERT hat in den vergangenen Jahren mehr als 600 JI/CDM-Projekte in Europa, Brasilien, Indien und Afrika begleitet. Für das European Union Emission Trading Scheme (EU ETS) sind wir zudem als Verifizierer aktiv.