Produktzertifizierung
Die Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU (NSR - engl.: LVD) ist eine der ältesten Binnenmarktrichtlinien. Sie beinhaltet sowohl ein Konformitätsbewertungsverfahren, das für elektrische Betriebsgeräte vor ihrer Vermarktung genutzt wird, als auch wesentliche Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen, die ein solches Gerät entweder direkt oder mittels harmonisierter Standards erfüllen muss. Unter elektrische Betriebsmittel im Sinne der Niederspannungsrichtlinie fallen Geräte zur Verwendung bei einer Nennspannung zwischen 50 -1000 Volt für Wechselspannung und zwischen 75 -1500 Volt für Gleichspannung. Der immer schnellere technische Fortschritt führt auch zu einer steigenden Anzahl und Dichte elektrischer Geräte. Um hier Menschen und Sachwerte zu schützen, definieren entsprechende Normen einen hohen Qualitätsstandard für Produkte aus den verschiedenen Bereichen. Ziel der Normen ist es, Gefährdungen der Benutzer und ihrer Umgebung – etwa durch elektrischen Schlag, Verbrennungen oder Feuer – zu vermeiden.
Zielgruppen:
Die Prüfung richtet sich an Hersteller und Importeure von elektrischen Mess-, Prüf-, Steuer-, Regel- und Laborgeräten sowie deren Zubehör. Die Norm ist somit nicht nur anwendbar für klassische Laborgeräte, sondern auch für Geräte der industriellen Fertigungsprozesstechnik.
Voraussetzungen:
Neben dem zu prüfenden Gerät müssen auch dessen Bedienungsanleitung, Ihre Risikoanalyse, Schaltpläne, Stückliste, Werkstoffdaten sowie – je nach Produkt – weitere relevante Dokumente zur Verfügung gestellt werden.
Besonderes Augenmerk ist u.a. auf die Prüfung Ihrer Risikobeurteilung nach Abschnitt 17 und Anhang J zu legen. Hier geht es um weitere Risiken, die per Risikoanalyse, Bewertung der Schwere, Wahrscheinlichkeit des Auftretens und Minderung beurteilt werden müssen um ein vertretbares Risiko zu erreichen. Zur Erstellung dieser Dokumente stehen wir Ihnen gerne zur Seite.
Für Geräte, die z.B. Audio-, Video-, Informations- und Telekommunikationstechnik integriert haben ist die EN IEC 62368-1 anwendbar.
Für Kunden sind Sicherheit, Anwendungstauglichkeit und Ergonomie die entscheidenden Kriterien beim Kauf eines Produkts – denn nur sichere und einfach handhabbare Geräte beschleunigen Arbeitsabläufe, verhindern Arbeitsunfälle, beugen Produktionsausfällen vor und entlasten den Anwender. Mit einer erfolgreichen Prüfung durch TÜV NORD verfügen Hersteller und Importeure über den unabhängigen Beleg, dass ihre Geräte hohen Qualitätsansprüchen genügen, und sichern sich mit dem gesetzlich geforderten Nachweis den Zugang zum europäischen Markt.
Die Prüfung richtet sich an Hersteller und Importeure von elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte.
Hersteller und Importeure belegen mit einem nach DAkkS akkreditiertem Prüfbericht von TÜV NORD die elektrische Sicherheit Ihres Produktes und sichern sich mit dem gesetzlich geforderten Nachweis den Zugang zum europäischen Markt.
Produkte, die in den Anwendungsbereich der EN 61010-1 fallen, sind u.a.:
Die Norm EN 61010-1 prüft, ob geeignete Schutzmaßnahmen vorhanden sind, um Risiken für Benutzer und Umgebung zu minimieren. Zudem berücksichtigt sie die potenziellen Gefährdungen durch verschiedene Betriebsbedingungen und die Interaktion des Benutzers mit dem Gerät. Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Geräte sicher in ihrer vorgesehenen Umgebung betrieben werden können.
Spezifische Prüfungen, die im Rahmen der EN 61010-1 durchgeführt werden sind:
Die Kosten für eine Prüfung nach EN 61010-1 können stark variieren und hängen von verschiedenen Faktoren ab. Dazu gehören die Art des Geräts und dessen vorgesehene Nutzung, da diese die anzuwendenden Sicherheitsanforderungen beeinflussen. Weitere wichtige Einflussfaktoren sind die Energiequellen und -pegel, die im Gerät verwendet werden, sowie die Art der Schutzmaßnahmen gegen elektrische, mechanische und thermische Gefährdungen. Um Ihnen eine transparente Übersicht über die zu erwartenden Kosten zu bieten, erstellen wir für jede Anfrage ein maßgeschneidertes Angebot.
Nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.
Die Prüfung nach der EN 61010-1 bietet zahlreiche Vorteile für Hersteller und Importeure. Sicherheit, Anwendungstauglichkeit und Ergonomie sind für Kunden entscheidende Kriterien beim Kauf eines Produkts, da nur sichere und einfach handhabbare Geräte Arbeitsabläufe beschleunigen, Arbeitsunfälle verhindern, Produktionsausfälle vorbeugen und den Anwender entlasten. Eine erfolgreiche Prüfung durch TÜV NORD liefert Herstellern und Importeuren einen unabhängigen Nachweis, dass ihre Geräte den hohen Qualitätsansprüchen entsprechen. Zudem ermöglicht dieser gesetzlich geforderte Nachweis den Zugang zum europäischen Markt und stärkt das Vertrauen der Verbraucher in die Produktqualität. Darüber hinaus können Unternehmen durch die Einhaltung der Richtlinie ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und langfristig ihre Marktposition sichern.
Besonderheit der EN 61010 ist die Risikobeurteilung nach Abschnitt 17 und Anhang J
Die Norm EN 61010-1 fordert unter Abschnitt 17 eine systematische Risikobeurteilung für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte. Grundlage hierfür ist das Verfahren nach Anhang J, welches den Ablauf und die Dokumentation einer Risikobeurteilung beschreibt.
Beim Auswählen der am besten geeigneten Maßnahmen zur Minderung des Risikos muss der Hersteller die folgenden Grundsätze in der angegebenen Reihenfolge beachten: