
Durch Brandereignisse von Reise- und Linienbussen wird dem Thema Brandschutz in Bussen immer mehr Beachtung, vor allem durch die Medien, zugeteilt. Der Schutz der Passagiere steht hierbei an vorderster Stelle und soll durch den Einsatz geeigneter Materialien gewährleistet werden. Zur Ermittlung der brandtechnischen Eigenschaften dieser Materialien sind mehrere internationale wie nationale Verfahren vorgesehen, welche bei der TÜV NORD angewendet und nachfolgend erläutert werden.
Für Kraftfahrzeuge der Gruppe M3 Klasse II und Klasse III werden nach internationalem Standard UN ECE R118 Anforderungen bezüglich des Brandverhaltens, sowie der Fähigkeit Kraft- und Schmierstoffe abzuweisen an Materialien gestellt, die Anwendung im Innenraum, im Motorraum und in separaten Heizräumen finden. In fünf verschiedenen Prüfverfahren (Anhängen) werden Materialien auf diese Anforderungen getestet und bewertet.
Wir prüfen das Brennverhalten von Werkstoffen der Kraftfahrzeugausstattung zum Beispiel nach ECE R118, EU-Richtlinie 95/28/EG, FMVSS 302, CMVSS 302, DIN 75200, ISO 6722, ISO 14572, ISO 3795, sowie nach diversen Hausnormen der Fahrzeughersteller.
Zudem führen wir Prüfungen zur Bestimmung der Brandweiterleitung an elektrischen Kabeln gemäß ECE R-118, Ausgabe 12/2012, Abschnitt 6.2.6 in Verbindung mit ISO 6722:2006, Abschnitt 12 durch.
Der Zweck der Prüfungen ist die Ermittlung der Brenngeschwindigkeit bei Einwirkung einer kleinen Zündflamme auf Werkstoffe, die im Insassenraum in Kraftfahrzeugen verwendet werden.
Darüber hinaus sind wir anerkannte Prüfstelle der FIA (FIA Test House for Extinguisher Systems) und des DMSB (Dachverband für den Automobil- und Motorrad-Sport) für die Prüfung von Löschanlagen in Rennfahrzeugen.
Als eines der ersten Prüfhäuser der TÜV NORD in Deutschland sind wir akkreditiert für die Brandversuche an Batterien nach der ECE R100 Anhang 8E.
Wir prüfen für Ihre Sicherheit
In sogenannten Abusetests wird das Sicherheitsverhalten von Batterien außerhalb der üblichen Einsatzbedingungen ermittelt. TÜV NORD Systems mit dem Geschäftsfeld Testing verfügt über ein großes Testgelände in Dortmund mit speziellen Einrichtungen. Wir können für unsere Kunden nach gültigen Normen bzw.- Standards oder Eigenspezifikationen, Module und ganze Batteriesysteme (1000 kg) testen. Alle Testräume können mit Video und Datenaufzeichnung versehen werden. Eine Fernübertragung oder Remotesteuerung ist ebenfalls möglich.
Wir können am REESS Beispielhaft die folgenden Prüfungen für Sie durchführen:
Nageltest
Externer Kurzschluss
interner Kurzschluss
Fuel Fire
extended Fuel Fire
Salzwassertest
Tauchbecken
Befundung von Batterien
Korea Motor Vehicle Safety Standard
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Wirksamkeitsprüfung von Löschanlagen für Busse
Löschanlagen im Motorraum für Fahrzeuge zur Personenbeförderung werden ab dem 01.09.2020 für Fahrzeuge der Klassen M2 und M3 verpflichtend. Diese Löschanlagen müssen auf ihre Funktionsfähigkeit und Löschwirksamkeit hin geprüft und genehmigt werden (ECE R 107, Änderungsserie 06, Anhang 13).
Die TÜV NORD – Prüfstelle für Brandschutz ist durch die DAkkS unter den Kennnummern D-PL-11035-03-01, D-PL-11035-03-02, D-PL-11035-03-03 nach DIN EN ISO/IEC 17025:2018 akkreditiert für die Verfahren:
Es sind fünf Prüfverfahren möglich:
Grundsatz: Probekörper sollen der späteren Anwendung entsprechen.
Es sind Probekörper in folgenden Abmessungen erforderlich:
Ist die Anwendungsdicke größer als die maximale Materialstärke für den Probekörper, muss von der nicht zu prüfenden Seite auf die maximale Materialstärke abgearbeitet werden.
Können Probekörper in den geforderten Abmessungen nicht hergestellt werden/ist das zu prüfende Produkt in der Anwendung kleiner als die Probekörpermaße, kontaktieren Sie uns.
In der ECE R118-03 gibt es folgende Änderungen oder Ergänzungen:
Nachfolgend aufgeführte UN-Regelungen in der aktuellsten Fassung sind über diesen Link abrufbar.