Nachhaltigkeitsnachweise für Wasserstoff und dessen Derivate
TÜV NORD unterstützt als Wissenskonzern bei Analyse und Vorbereitung auditfähiger Nachweise zur Erfüllung der Zertifizierungskriterien – von Strombezug und Betriebsdaten bis zur THG-Bilanz und Rückverfolgbarkeit entlang der Lieferkette.
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Erneuerbare Kraftstoffe nichtbiogenen Ursprungs (engl. kurz RFNBO) sind ein zentraler Baustein der Energiewende. Sie ermöglichen, erneuerbaren Strom in Wasserstoff und daraus hergestellte synthetische Kraftstoffe umzuwandeln und damit auch Anwendungen zu dekarbonisieren, die sich nicht oder nur schwer direkt elektrifizieren lassen. Dadurch werden RFNBO in unterschiedlichen Bereichen relevant – von industriellen Prozessen über Teile der Mobilität bis hin zu Flexibilitäts- und Speicheroptionen im Energiesystem.
Mit der wachsenden Bedeutung von RFNBO steigen gleichzeitig die Anforderungen an die Nachhaltigkeitsnachweise. Entscheidend ist nicht nur, dass die erforderlichen Daten und Dokumente vorhanden sind, sondern auch dass sie über alle Prozessschritte hinweg zusammenpassen und prüffähig aufgebaut sind: Strombezug und dessen Zuordnung, Betriebs- und Messdaten, eine konsistente THG-Bilanzierung sowie eine nachvollziehbare Dokumentation entlang der Liefer- und Abnahmekette über Points of Sustainability (PoS) und deren Eintragung in nationale und europäische Datenbanken. Eine belastbare Nachweisführung schafft damit Vertrauen bei Projektpartnern und Abnehmern und reduziert Risiken an kritischen Schnittstellen – insbesondere dort, wo mehrere Akteure und Systeme zusammenwirken.

In energieintensiven Grundstoffindustrien ist Wasserstoff ein zentraler Hebel zur Dekarbonisierung – etwa in der Stahlproduktion, wo er fossile Reduktionsmittel ersetzen kann. Gleichzeitig bildet die Elektrolyse die technologische Basis für die Erzeugung von (grünem) Wasserstoff, sodass Produktionslogik, Datenqualität und Nachweisführung früh mitgedacht werden sollten. TÜV NORD adressiert diese Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Erzeugung bis zu Anwendungen in der Industrie.
Grüner Stahl durch Wasserstoff: Dekarbonisierung der Stahlindustrie im Fokus (#explore)
Elektrolyse: So wird Wasser zu Wasserstoff – Grundlagen und Einordnung
Wasserstoff: Prüfung, Sicherheit und Zertifizierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette

In der Mobilität gewinnen synthetische Kraftstoffe wie E-Fuels an Bedeutung, insbesondere für Anwendungen, die sich nicht vollständig direkt elektrifizieren lassen. Damit rücken nachvollziehbare Herstellungs- und Emissionslogiken sowie prüffähige Nachweise in den Fokus. Parallel ist die sichere, regelkonforme Infrastruktur – etwa bei Tankstellen und Tanklägern – eine wesentliche Voraussetzung für einen skalierbaren Markthochlauf.
Erfahren Sie mehr zu E-Fuels in unserem Wissensbeitrag #explore

Mit dem wachsenden Anteil volatiler erneuerbarer Erzeugung steigt der Bedarf an Flexibilität im Energiesystem. Wasserstoff kann hier als Speicher- und Ausgleichsoption dienen und so zur Systemstabilität beitragen – insbesondere in Kombination mit Speichern und einem geeigneten Lastmanagement. Entsprechend wichtig sind belastbare Konzepte zur Speicherung, zum sicheren Betrieb und zur prüffähigen Dokumentation der relevanten Parameter entlang der Wertschöpfungskette.
Grüne Flexibilität im Energiesystem – Grundlagen und Praxisbeispiele (#explore)
Wasserstoffspeicherung – Verfahren, Anwendungen und Prüfleistungen
Wasserstoff als Energiespeicher – Integration erneuerbarer Energien und Systemnutzen

Für den Markthichlauf von Wasserstoff und dessen Derivate werden Transport- und Handelsstrukturen entscheidend: Wasserstoffnetze und Pipelines schaffen die Basis für großskaligen Transport, während Importketten häufig Energieträgersubstanzen wie Ammoniak, Methanol oder LOHC einbeziehen. An Übergabepunkten entlang der Lieferkette sind klare Verantwortlichkeiten, konsistente Rückverfolgbarkeit und eine nachvollziehbare Dokumentation besonders kritisch, um Vertrauen in Nachhaltigkeitsnachweise zu gewährleisten.
Wasserstoff-Pipelines und Wasserstoffnetze: Transportinfrastruktur sicher planen und betreiben
Wo kommt künftig der Wasserstoff her? Importwege und Trägersubstanzen im Überblick (#explore)
Wasserstoff: Prüfung, Sicherheit und Zertifizierung entlang der gesamten Wertschöpfungskette
Idealerweise vor dem operativen Hochlauf (pre-FEED / FEED) bzw. vor dem ersten relevanten Liefer- oder Abnahmevertrag – damit Nachweise, Datenflüsse und Verantwortlichkeiten von Beginn an auditfähig aufgesetzt werden.
Typisch sind Strombezugs- und Herkunftsnachweise, Mess- und Betriebsdaten, Prozessbeschreibungen, Bilanzierungslogik/Parameter sowie Belege zur Lieferketten-Rückverfolgbarkeit.
Mindestens: Strombezug und Zuordnung, Messkonzept/Datenqualität, konsistente THG-Bilanzierung, Rückverfolgbarkeit und Chain-of-Custody sowie das Risikomanagement.
TÜV NORD steht für Unabhängigkeit, Neutralität und technische Exzellenz. Wir machen Nachweise prüffähig, konsistent und nachvollziehbar – entlang der gesamten Wertschöpfungskette. So schaffen Sie mit uns Vertrauen bei Investor:innen, Projektpartner:innen, Abnehmer:innen und weiteren Stakeholder:innen. Wir unterstützen Sie dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielt zu reduzieren.