Fahrzeugdaten
Wie die TÜV NORD Onboard Car Diagnosis den Auto(ver)kauf sicherer macht.

12. März 2026
Wer ein Auto kauft oder in Zahlung nimmt, möchte wissen, ob auch unter der Haube alles in Ordnung ist. Die Fachleute von TÜV NORD Mobilität haben ein Diagnosetool entwickelt, das schnell und umfassend Aufschluss über den Zustand eines Fahrzeugs gibt und auch weiteren Ebenen für mehr Transparenz und Sicherheit sorgt.
Es ist so einfach und komfortabel: Rasch das Smartphone via Bluetooth Fahrt telefonieren, navigieren und sich durch Podcasts und Playlists auf dem Streaming-Dienst seiner Wahl hören. Was wenig wissen: all diese persönlichen Daten werden auch im Auto selbst gespeichert. Verkauft man sein Gefährt oder gibt ein Leasing-Fahrzeug zurück, können Telefonlisten, Navigationsziele, aber auch hinterlegte Zahlungsmittel oder Garagentorcodes weiterhin abgerufen und missbraucht werden. Mit entsprechenden Folgen für die bisherigen Besitzenden und für Autohändler oder Leasingunternehmen. Denn diese stehen in der Pflicht, persönliche Daten vor dem Weiterverkauf vollständig und DSGVO-konform zu entfernen. „Andernfalls drohen in der EU Strafen von 50.000 Euro pro Fahrzeug, in der Schweiz sind es sogar 250.000 Franken“, sagt Christoph Elmerhaus, Account-Manager bei TÜV NORD Mobilität.
Genau für solche Fälle hat der Experte für Fahrzeugdiagnose mit seinen Kolleginnen und Kollegen die TÜV NORD Onboard Car Diagnosis entwickelt. Das streichholzschachtelkleine Diagnosetool wird im Auto mit der sogenannten OBD-Steckdose verbunden, über die sich diverse Fahrzeugdaten auslesen lassen. Dann nimmt er seine Arbeit auf und sorgt innerhalb von Minuten datenschutztechnisch für Tabula Rasa

Doch damit sind die Möglichkeiten des Tools noch lange nicht ausgeschöpft. Über die OBD-Schnittstelle liest es Fehlercodes und Motordaten aus. Probleme und Defekte elektronischer Steuergeräte, die Motor, Bremsen und Airbags regeln, können so frühzeitig erkannt werden. Händler wie private Käuferinnen und Käufer laufen so nicht Gefahr, sich mit dem neuen Auto kostspielige Reparaturen einzukaufen. „Denn elektronische Mängel zu beheben, ist heute ähnlich teuer, wie mechanische zu reparieren“, gibt Elmerhaus zu bedenken.
Auch potenziellen Manipulationen beim Tachostand kann das Tool auf die Schliche kommen. Intelligente Algorithmen identifizieren Unstimmigkeiten, , die eine Indikation für eine Manipulation geben können. Außerdem prüft das Tool, ob die Fahrzeug-Identifizierungsnummer (FIN) zu den Herstellerdaten passt. So kann festgestellt werden, ob eine FIN manipuliert oder gefälscht wurde – was darauf hindeutet, dass das Auto gestohlen wurde.

Elmerhaus und seine Kolleginnen und Kollegen wollen ihr Schweizer Taschenmesser für die Fahrzeugdiagnose künftig um weitere Funktionen ausbauen. Das letzte wichtige Upgrade wurde bereits integriert. Das Tool kann nun auch den Gesundheitszustand der Akkus von gebrauchten E-Autos oder Plug-in-Hybriden ermitteln und anschließend ein Batteriezertifikat erstellen: Wie stark ist die Batteriekapazität im Vergleich zum Neuzustand gesunken und wie viel Restkapazität und damit Reichweite steckt noch in den Zellen? Der Gesundheitscheck dauert gerade mal drei Minuten, erfolgt am stehenden Fahrzeug und erfüllt die europaweiten Standards des CARA-Konsortiums für Fahrzeugrücknahmen, Restwertbestimmung und Wiedervermarktung. Das schafft Transparenz und Vertrauen – und tilgt den größten Unsicherheitsfaktor, der heute noch viele Menschen vor dem Kauf eines gebrauchten Stromers zurückschrecken lässt.
Dies ist ein Artikel von #explore. #explore ist eine digitale Entdeckungsreise in eine Welt, die sich in rasantem Tempo wandelt. Die zunehmende Vernetzung, innovative Technologien und die alles umfassende Digitalisierung schaffen Neues und stellen Gewohntes auf den Kopf. Doch das birgt auch Gefahren und Risiken: #explore zeigt einen sicheren Weg durch die vernetzte Welt.