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Roboter, Chatbots & Co.

Künstliche Intelligenz: Die Zukunft wird clever

© TÜV NORD

21. November 2017

Künstliche Intelligenz prägt unseren Alltag längst mehr, als den meisten Menschen bewusst ist: Chatbots beantworten Fragen, verkaufen und beraten, smarte Software schlägt selbst die weltbesten Spieler im Brettspiel Go und steuert Drohnen, und dank automatisierter Anlagen arbeitet die Industrie noch effizienter. In den nächsten Jahren wird sich die Technologie entscheidend weiterentwickeln – mit weitreichenden Folgen auf allen Ebenen. TÜV NORD stellt dafür bereits jetzt die Weichen.

Der Hype um das Trendthema „Künstliche Intelligenz“ hält an: Kaum ein Tag vergeht, ohne dass neue spannende Ideen dazu diskutiert werden. Doch wer glaubt, dass clevere Computerprogramme, die menschliches Verhalten simulieren und eigenständig Aufgaben bewältigen, reine Zukunftsmusik und lediglich Visionen schlauer Köpfe sind, liegt falsch. „Viele wissen nicht, dass künstliche Intelligenz schon jetzt allgegenwärtig ist“, sagt Carsten Becker, Leiter Corporate Center Innovation bei TÜV NORD. Wer beispielsweise jetzt seine Bankkarte online sperren will, kommuniziere höchstwahrscheinlich mit einem Chatbot und nicht etwa mit einem Kundendienstmitarbeiter. Der intelligente Kommunikationsroboter fragt nach der Kontonummer und leitet den Antrag auf eine neue Karte weiter. Ebenso weit entwickelt sind Softwareprogramme zur Sprach- und Bilderkennung. Mit jeder neuen Prozessorgeneration – egal, für welches Device – zeigt sich die Technik noch ausgefeilter, noch professioneller.

Bis allerdings kluge Roboter, wie wir sie aus Science-Fiction-Filmen kennen, eingesetzt werden können, ist der Weg noch weit. Davon ist Irina Fiegenbaum überzeugt. Die Expertin für künstliche Intelligenz und Teamkollegin von Carsten Becker analysiert für TÜV NORD, welche Technologien bereits vorhanden sind, wo die Grenzen liegen und welche Systeme das Unternehmen schon heute nutzen kann. „Es existieren zwar intelligente Programme, die die Arbeit der Menschen effizienter machen, aber wir werden nicht so schnell von Robotern ausgetauscht“, sagt die Wirtschaftsingenieurin. Im Gegenteil: Irina Fiegenbaum glaubt, dass die Technologie mehr Raum für Kreativität schafft und unseren Alltag spannender gestaltet, selbst wenn Maschinen künftig besser, schneller und fehlerfreier arbeiten können als Menschen.

Auch Carsten Becker hält die Angst vor dem Siegeszug der Roboter für falsch. Seine Position ist eindeutig: Statt ängstlich auf die ungewisse Zukunft zu warten und um Arbeitsplätze zu bangen, solle jedes Unternehmen selbst aktiv das Morgen gestalten. „Das Thema künstliche Intelligenz ist langfristig nicht mehr wegzudenken“, erklärt er. „Das heißt für TÜV NORD, dass wir auf jeden Fall Position beziehen müssen. Künstliche Intelligenz wird uns in jedem Bereich treffen.“ Deshalb versuchen Irina Fiegenbaum und er die Chancen wahrzunehmen, die sich bereits heute bieten. „Wir müssen uns jetzt darauf einstellen, auch wenn die Technologie heute noch nicht so weit ist, wie wir es uns in der Fantasie vorstellen können“, so Fiegenbaum.

Konkret arbeitet TÜV NORD derzeit daran, die Grundlagen zum Einsatz intelligenter Systeme zu erarbeiten – denn ein möglicher Anwendungsbereich könnten mittelfristig Inspektionen sein. „Wenn wir damit in Zukunft Inspektionen verbessern können, dann sollten wir diese Technologie auch nutzen“, sagt Carsten Becker und fügt hinzu: „Es ist ein großes Glück, dass wir uns so früh damit beschäftigen. So haben wir eine gute Chance, einer der Spieler zu sein.“