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Überflutung 2021Hilfe im HochwassergebietWie DMT SAFEGUARD im flutbetroffenen Rhein-Erft-Kreis für Sicherheit sorgte.

07. Juli 2022

Ein Jahr danach: Die Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 hatte drastische Folgen für die Bewohnerinnen und Bewohner betroffener Ortschaften: Sie zerstörte Straßen, Häuser und Existenzen und kostete alleine in Deutschland mehr als 180 Menschen das Leben. Die TÜV-NORD-Tochter DMT leistete in einem der betroffenen Gebiete, dem Rhein-Erft-Kreis, Katastrophenhilfe. Dabei kam ein spezielles Monitoring-Verfahren zum Einsatz.

Mitte Juli 2021: Im vom Hochwasser stark betroffenen Rhein-Erft-Kreis sind an einer Abbruchkante mehrere Häuser eingestürzt. Die bange Frage für Anwohnende, Helfende und Handwerker:innen: Sind weitere Häuser vom Einsturz bedroht? Ab wann ist es für sie sicher, in bestimmte Gebäude zurückzukehren? Eine kritische Situation, die eine fundierte Einschätzung erforderte. Die konnten die Expertinnen und Experten von DMT beisteuern: „Wir waren schnell vor Ort. Innerhalb kürzester Zeit für konkrete Hilfe zu sorgen, das macht schon stolz“, sagt Karsten Zimmermann, Experte für Geomonitoring bei DMT. Er und sein Team aus Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen waren Teil eines eilig einberufenen Krisenstabs, der zunächst digital und dann vor Ort tagte.

„Wir waren schnell vor Ort. Innerhalb kürzester Zeit für konkrete Hilfe zu sorgen, das macht schon stolz.“

Karsten Zimmermann, Experte für Geomonitoring bei DMT

Sensible Sensoren

Wenn die TÜV-NORD-Tochter unter anderem im Bergbau, im Hoch- und Tiefbau oder beim Umwelt-Monitoring um Risikobeurteilungen gebeten wird, geht es meistens um planbare Sicherheitskonzepte. Bei unkalkulierbaren Naturkatastrophen wie Hochwasser mit Überflutungen oder Erdrutschen sind dagegen schnelle Analysen vonnöten. Doch die dürfen nicht weniger verlässlich sein. Die Expertinnen und Experten von DMT stützten sich daher auch im Flutgebiet auf SAFEGUARD: Das Monitoring-System misst kleinste Bewegungen oder Schwingungen und bewertet dank der erhobenen Daten Risiken im Untergrund. Dabei werden Bodenbewegungen, Erschütterungen, Objektverformungen oder Seismizität mithilfe von Sensoren ständig überwacht und analysiert. Daten können innerhalb kürzester Zeit ausgewertet und geteilt werden. Aus ihnen leiten die Fachleute ihre Risikobewertung ab, wovon zum Beispiel Ersthelfende wie das Technische Hilfswerk (THW) und die Feuerwehr, der geologische Dienst sowie Behörden, Bauexpertinnen und -experten und bei Bedarf die breite Öffentlichkeit profitieren.

DMT entwickelt SAFEGUARD seit mehr als einem Jahrzehnt kontinuierlich weiter. Das bewährte Monitoring-Verfahren führt Daten zentral und sicher zusammen, macht sie in einem Webportal sichtbar und kann Alarmierungen auslösen. Im Rhein-Erft-Kreis konnte es den Menschen nicht nur Sicherheit, sondern auch neue Hoffnung geben.

 

ZUR PERSON

Karsten Zimmermann ist Experte für Geomonitoring bei DMT. Mit seinem Team aus Fachleuten half er Juli 2021 als Teil eines Krisenstabs beim Hochwasser im Rhein-Erft-Kreis.

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