MENU
Steckbrief

Felix Schwenzel: „Ich bin mehr als 1000 Minuten pro Tag online“

© Felix Schwenzel

24. August 2017

Für Felix Schwenzel ist das Internet sein zweites Zuhause – der IT-Experte bloggt seit 15 Jahren. In seinem digitalen Tagebuch „wirres.net“, das fast ohne Großbuchstaben auskommt, berichtet er über seine Netz-Entdeckungen und teilt seine humorvollen Alltagsbeobachtungen.

Name:

Felix Schwenzel

Alter:

48

Beruf:

Projektleiter in der IT-Branche (früher mal Dipl. Ing. Architektur und Schreiner)

Website:

wirres.net

Kontakt:

klar, am liebsten schriftlich

Wie erklären Sie einem Digital-Laien, was wirres.net ist?

Ursprünglich eine Erinnerungsstütze, um festzuhalten wo meine Lebenszeit bleibt, mittlerweile eher ein Notizbuch mit allem was ich für teilenswert halte. Vor allem aber auch (m)ein Verdauungsorgan, in dem ich schriftlich über aufgenommene Informationshappen nachdenke.

„Facebook wird weiter mit den Menschen verwachsen, auch weil das Internet eben nicht aus Maschinen besteht, sondern aus Menschen.“

Felix Schwenzel

Wie viele Stunden am Tag verbringen Sie im Internet?

19

Auf welche fünf Apps könnten Sie nicht verzichten?

Uhr/Wecker/Timer, Google Maps, 1Password, Kalender, Kamera

Was ist Ihrer Meinung nach das nächste große Ding in der Netzwelt?

An erster Stelle riesiges Wachstum des Marktes für vernetzte Heimtechnik. In den nächsten Jahren werden „Experten“ das Ende Facebooks immer regelmäßiger ausrufen. Facebook wird aber weiter mit den Menschen verwachsen, auch weil das Internet eben nicht aus Maschinen besteht, sondern aus Menschen und Facebook das am besten begreif- und nutzbar macht. Ansonsten eine Vertiefung der aktuellen Trends: Noch mehr Nischen und eine weitere, noch radikalere Zersplitterung des Massenmarkts. Immer mehr Abos, für alles Mögliche. Totale Vercloudung. Verschwinden des bedruckten Papiers in (viele, kleine) Echokammern.

Nehmen Sie das Handy mit ins Bett?

Ja klar, darin lese ich, bis ich einschlafe.

Schützen Sie Ihre Daten vor Hackern?

Ja klar – soweit es geht. So wie ich mich auch vor Einbrechern schütze und Türen und Fenster (ab)schließe, Wertsachen verschenke oder am Körper trage.

Bitte zählen Sie grob durch – wie viele Geräte sind bei Ihnen daheim mit dem Internet verbunden – vom WLAN-Drucker bis zum Fernseher?

Das brauch’ ich nicht grob zu zählen, das sagt mir meine Fritzbox ganz genau: im Moment 27, obwohl gerade weder meine Frau noch ich zuhause sind. Falls hier genug Platz ist:

  • ein Wlan-fähiger Receiver/Verstärker
  • FireTV, AppleTV, ein Raspberry Pi als Lautsprecher/Spotify/Airplay Zuspieler
  • ein Infrarot-Blaster
  • zwei Fritzboxen
  • je ein Philips Hue, ein Ikea Tradfri und ein Tado Hub
  • ein Mac Mini als Heimserver
  • acht Wlan Sensoren auf ESP8266-Basis
  • drei Wlan-gesteuerte Lampen und LED-Lichtstreifen
  • einen Drucker
  • ein Amazon Echo Dot
  • eine LED-Wlan-Uhr
  • zwei Kindle-Lesegeräte
  • wenn wir Zuhause sind noch jeweils ein Handy und ein Laptop (macht dann 31)

Bitte vervollständigen Sie die nachfolgenden Sätze:

Humor ist … proportional zur Metaebene.

Blogs sind eigentlich … — neben Autobiographien — der beste Weg andere Leute und Lebensweisen kennenzulernen.

Ein Tag ohne WLAN … ist ein Tag mit LTE. Ein Tag ohne LTE ist ein Tag mit 3G. Ein Tag ohne jegliches Netz ist ein Tag, an dem ich meinen offline RSS-Reader leerlesen kann.

Die Serie „Steckbrief“ ist ein neues Format von #explore: Hier wollen wir regelmäßig, spannende und inspirierende Menschen aus der digitalen Szene zu Wort kommen lassen – von Forscher*innen, Blogger*innen, Startup-Gründer*innen, Unternehmer*innen, Hacker*innen, Visionäre*innen.