Ein Seminar im Bereich Arbeitsschutzmanagement vermittelt die Kenntnisse, um ein systematisches Arbeitsschutzmanagementsystem aufzubauen, umzusetzen und kontinuierlich zu verbessern. Grundlage bilden unter anderem die DIN EN ISO 45001, das Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) sowie branchenspezifische Regelwerke wie das SCC-/SGU-Regelwerk. Ziel ist es, Arbeits- und Gesundheitsschutz wirksam in betriebliche Abläufe zu integrieren, Risiken frühzeitig zu erkennen und eine nachhaltige Präventionskultur zu fördern. Gleichzeitig schaffen Unternehmen belastbare und auswertbare Daten für ein wirksames Arbeitsschutzmanagement.
Fach- und Führungskräfte benötigen zunehmend fundierte Kenntnisse, um Arbeitsschutz rechtssicher und praxisorientiert zu gestalten. Die TÜV NORD Akademie unterstützt dabei mit aufeinander aufbauenden Qualifizierungen wie Arbeitsschutzmanagement-Beauftragter (TÜV) – Teil 1, Arbeitsschutzmanagement-Beauftragter (TÜV) – Teil 2 und ISO 45001: Die Norm für Arbeits- und Gesundheitsschutz. Die Seminare vermitteln das notwendige Know-how, um Arbeitsschutzmanagementsysteme einzuführen und deren Wirksamkeit nachweisbar zu bewerten.
Ein Arbeitsschutzmanagementsystem nach DIN EN ISO 45001 verfolgt einen prozessorientierten Ansatz. Es verbindet die Anforderungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes mit bestehenden Unternehmensprozessen und fördert eine systematische Risikosteuerung. Wichtige Elemente sind die Ermittlung rechtlicher Anforderungen, die Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung, die Festlegung von Arbeitsschutzzielen sowie die kontinuierliche Verbesserung.
Unternehmen, die neu in das Thema einsteigen, erhalten im Seminar ISO 45001: Die Norm für Arbeits- und Gesundheitsschutz einen strukturierten Überblick über die Normanforderungen und deren praktische Umsetzung.
Die Wirksamkeit eines Arbeitsschutzmanagementsystems hängt wesentlich von der Unterstützung der Führungsebene ab. Geschäftsleitung und Führungskräfte stellen Ressourcen bereit, definieren Verantwortlichkeiten und schaffen die organisatorischen Rahmenbedingungen für sicheres Arbeiten.
Besonders Arbeitsschutzmanagement-Beauftragte übernehmen hierbei eine wichtige Schnittstellenfunktion. Sie koordinieren Maßnahmen, begleiten die Umsetzung von Anforderungen und unterstützen bei der Einführung einer gelebten Präventionskultur. Die Lehrgänge Arbeitsschutzmanagement-Beauftragter (TÜV) – Teil 1 und Arbeitsschutzmanagement-Beauftragter (TÜV) – Teil 2 vermitteln die hierfür erforderlichen Kenntnisse.
Ein professionelles Arbeitsschutzmanagement basiert auf nachvollziehbaren Kennzahlen und regelmäßigen Bewertungen. Unternehmen nutzen beispielsweise Unfallkennzahlen, Beinahe-Ereignisse, Maßnahmenquoten oder Ergebnisse aus Arbeitsschutzbegehungen, um Entwicklungen zu analysieren.
Zusätzlich liefern interne Audits wichtige Erkenntnisse über die Wirksamkeit und Normkonformität des Systems. Für die Auditierung werden häufig qualifizierte Arbeitsschutzmanagement-Auditoren eingesetzt. Die systematische Auswertung dieser Informationen erleichtert fundierte Entscheidungen und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung des Arbeitsschutzmanagementsystems.
Auch die SGU-Schulung für operativ tätige Führungskräfte sowie die SGU-Schulung für operativ tätige Mitarbeiter vermitteln praxisnahe Anforderungen des SCC-/SGU-Regelwerks und stärken die Sicherheitskompetenz im operativen Umfeld.
Die Seminare richten sich an Fach- und Führungskräfte aller Unternehmensbereiche, Managementbeauftragte für Qualität, Umwelt und Energie sowie Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Sicherheitsingenieure. Auch Einsteigerinnen und Einsteiger mit Verantwortung im Arbeitsschutz profitieren von der Qualifizierung.
Grundkenntnisse im Arbeits- und Gesundheitsschutz sind hilfreich, jedoch nicht immer erforderlich. Die konkreten Voraussetzungen hängen vom jeweiligen Seminar und dem angestrebten Qualifikationsniveau ab.
Ein Arbeitsschutzmanagementsystem unterstützt Unternehmen dabei, Risiken systematisch zu erkennen, gesetzliche Anforderungen einzuhalten, Arbeitsunfälle zu reduzieren und die Sicherheit sowie Gesundheit der Beschäftigten nachhaltig zu fördern.
Grundlagenseminare vermitteln Basiswissen. Beauftragtenlehrgänge qualifizieren für die organisatorische Betreuung eines Managementsystems. Auditorenlehrgänge bereiten auf die Planung, Durchführung und Bewertung interner Audits vor.
Teilnehmende erhalten je nach Seminar eine Teilnahmebescheinigung, ein Zertifikat nach bestandener Prüfung oder einen Qualifikationsnachweis. Art und Umfang des Nachweises sind in der jeweiligen Seminarbeschreibung angegeben.