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Bereich Nachhaltigkeit

Zertifizierung von Gastarifen mit Biomethananteil

TÜV NORD bietet Energieversorgern die unabhängige Prüfung und Zertifizierung von Gastarifen mit Biomethananteil. Diese Zertifizierung bestätigt die Einhaltung definierter Prüfkriterien im Rahmen eines unabhängigen Auditverfahrens. Grundlage der Zertifizierung sind die von TÜV NORD entwickelten Kriterien sowie die Zertifizierungsbedingungen der TÜV NORD Umweltschutz GmbH & Co. KG.

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Biogasanlage mit Biomethananteil.
geprüft durch TÜV NORD

Sichere und transparente Kommunikation Ihrer Erdgastarife mit Biomethanbeimischung

Energieversorger sollten Endverbraucher:innen den Anteil von Biomethan an Gastarifen nachvollziehbar und glaubwürdig nachweisen können. Mit der unabhängigen Zertifizierung von TÜV NORD schaffen Sie die Transparenz gegenüber Kund:innen, stärken das Vertrauen in Ihre Tarife und belegen die Einhaltung relevanter Anforderungen auf Basis anerkannter und objektiver Prüfkriterien.

Herkunftsnachweise aus anerkannten Massebilanzierungssystemen wie z.B. das Biogasregister der Deutschen Energieagentur belegen die Erzeugung, Einspeisung in das Erdgasnetz und einmalige Nutzung des Biomethans. Die Zertifizierung durch TÜV NORD ergänzt diesen Nachweis durch eine unabhängige Prüfung der Zuordnung von Herkunftsnachweisen zu den an Verbraucher:innen gelieferten Gasmengen sowie der Einhaltung definierter Anforderungen an den jeweiligen Tarif.

Hier können Sie die Kriterien der Zertifizierung der TÜV NORD Umweltschutz GmbH & Co. KG einsehen. 

Was wird bei der Zertifizierung von Gastarifen mit Biomethananteil durch TÜV NORD geprüft?

Die Zertifizierung basiert auf dokumentierten Prüfverfahren und einer jährlichen Überprüfung der Gasbilanz des jeweiligen Tarifs. Dabei werden die an Endkund:innen gelieferten Gasmengen den entsprechenden Biomethan-Herkunftsnachweisen gegenübergestellt. Der Biomethananteil muss den durch das Energieversorgungsunternehmen definierten Produkteigenschaften entsprechen.

Die Prüfung legt auf folgende Punkte besonders Wert:

  • Das eingesetzte Biomethan muss über ein anerkanntes Massebilanzierungssystem nachgewiesen werden.
  • Der Kunde wird korrekt und transparent über die zertifizierten Gastarife unterrichtet.

Die Zertifizierung erfolgt regelmäßig im Rahmen eines unabhängigen Auditprozesses.

Für wen ist die Gaszertifizierung mit Biomethananteil gedacht?

Die Gaszertifizierung richtet sich an Energieversorger und Anbieter von Gastarifen, die ihren Kund:innen einen unabhängigen und nachvollziehbaren Nachweis über ihr Gasprodukt bieten möchten.

Was sind die Vorteile einer Zertifizierung durch TÜV NORD?

Die Vorteile durch eine Zertifizierung von TÜV NORD sind:

  • eine unabhängige Prüfung durch eine der bekanntesten Zertifizierungsorganisationen Europas mit langjähriger Erfahrung
  • ein effizienter, unabhängiger Auditprozess, der auf objektiven Prüfkriterien basiert
  • nachvollziehbare und transparente Nachweise zu Ihren Gastarifen für Ihre Kund:innen
  • Stärkung der Vertrauensbildung für Ihre Gasprodukte durch einen unabhängigen Nachweis über die Einhaltung definierter Prüfkriterien
  • regelmäßige Überwachungsaudits zur Sicherstellung der fortlaufenden Konformität

So läuft die Zertifizierung von Gastarifen mit Biomethananteil ab

1

Anfrage & Erstgespräch

Nachdem Sie eine Kontaktanfrage gestellt haben, klären wir in einem Erstgespräch den Zertifizierungsumfang und erstellen Ihnen ein Angebot.

2

Auftragserteilung & Zeitplanung

Nach der offiziellen Beauftragung erstellen wir gemeinsam einen Zeitplan für das Audit.

3

Audit

Bei einem Audit prüfen wir Ihre Dokumente und die Umsetzung der Kriterien für die Zertifizierung.

4

Entscheidung & Zertifikatsübergabe

Nach erfolgreichem Audit erhalten Sie ihr Zertifikat. Dieses ist 1 Jahr gültig. Es findet ein jährliches Überwachungsaudit statt, bei dem eine Rückschau für das abgeschlossene Jahr sowie eine Vorschau für das Folgejahr erfolgt.

Häufig gestellte Fragen

Wissenswertes über die Zertifizierung von Gastarifen mit Biomethananteil

Nein, die Zertifizierung ist freiwillig und nicht gesetzlich vorgeschrieben, bietet jedoch zusätzliche Transparenz und Glaubwürdigkeit.

Rohbiogas wird in landwirtschaftlichen Biogasanlagen aber auch in Klärgasanlagen erzeugt. Das Rohbiogas wird auf Erdgasqualität aufbereitet und dann in das Erdgasnetz eingespeist, dann spricht man von Biomethan.

Biomethan-Herkunftsnachweise belegen, dass das Biomethan aus erneuerbaren Energien im Sinne des Erneuerbaren Energien Gesetzes erzeugt wurden und sind eine wichtige Grundlage für die Zertifizierung. Die Herkunftsnachweise müssen aus einem anerkannten Massebilanzierungssystem stammen.

Wird das Biomethan zur Einhaltung bestimmter gesetzlicher Verpflichtungen, z.B. des Gebäudemodernisierungsgesetzes eingesetzt, sind u.U. besondere Voraussetzungen zu berücksichtigen.

Grundsätzlich können alle Energieversorger, die Gastarife mit bilanzieller Biomethanbeimischung anbieten, eine Zertifizierung beantragen.

Das durch TÜV NORD ausgestellte Zertifikat ist in der Regel ein Jahr gültig und muss in diesem Zeitraum durch ein Audit beim Energieversorger erneuert werden.

Die Dauer der Zertifizierung hängt vom Umfang und der Vollständigkeit der Unterlagen ab, beträgt aber meist wenige Wochen.

Benötigt werden unter anderem Nachweise über die verkaufte Energiemenge des Gastarifes, Nachweise über die Biomethanherkunft (Herkunftsnachweise), Lieferverträge, Mengenbilanzen, Marketingmaterialien.

Ja, nach erfolgreicher Zertifizierung darf das TÜV NORD Zertifikat zu Marketingzwecken genutzt werden. Das Prüfzeichen darf allerdings nicht zur Erstellung eigener Zertifikate bzw. Urkunden verwendet werden. Im Zweifelsfall halten Sie Rücksprache mit uns.

Herkunftsnachweise bestätigen die Erzeugung und Einspeisung von Biomethan in das Erdgasnetz. Massebilanzsysteme müssen genutzt werden, um eine Doppelnutzung der Biomethanmengen auszuschließen. Herkunftsnachweise sind ein wichtiger Bestandteil der Zertifizierung von Gastarifen mit Biomethanbeimischung. Die Zertifizierung beinhaltet darüber hinaus die Prüfung weiterer Qualitätskriterien.

Ja, Biomethan aus verschiedenen europäischen Ländern kann für die Zertifizierung genutzt werden, sofern die Herkunftsnachweise in ein deutsches Massebilanzierungssystem übertragen und entwertet wurden.

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