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Prüfstäube bzw. Teststäube

Prüfstäube sind Referenzmaterialien

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staub rötlich

Prüfstäube für Filterprüfungen und Umweltsimulationen

Staub ist nicht gleich Staub. Chemische Zusammensetzung, Partikelgrößenverteilung, Morphologie und Dichte unterscheiden sich je nach Ausgangsmaterial, Entstehungsprozess und Umgebungsbedingungen erheblich. Mit Prüfstäuben lassen sich reale Staubbelastungen im Labor präzise und reproduzierbar simulieren. Dadurch können Produkte und Komponenten unter definierten Bedingungen getestet und ihre Leistungsfähigkeit zuverlässig bewertet werden.

Ob Leistungsprüfungen von Staubsauger- oder Turbinenluftfiltern oder die Untersuchung der Staubbeständigkeit technischer Komponenten – entscheidend ist, dass der eingesetzte Prüfstaub die Eigenschaften des Staubs möglichst realitätsnah nachbildet, dem das Produkt im späteren Einsatz ausgesetzt ist. Zu den bekanntesten Prüfstäuben zählen u.a. die Arizona-Prüfstäube, die weltweit in zahlreichen normierten Filterprüfungen verwendet werden.

Die TÜV NORD Systems GmbH & Co. KG produziert und vertreibt eine Vielzahl von Prüfstäuben nach nationalen und internationalen Normen für Filterprüfungen und Umweltsimulationen. Definierte Spezifikationen sowie umfassende Qualitätskontrollen der Rohstoffe und Endprodukte gewährleisten eine gleichbleibend hohe Produktqualität. Dadurch bleiben wichtige Eigenschaften wie die Staubkuchenbildung oder das Verstopfungsverhalten von Charge zu Charge reproduzierbar.

Prüfstäube nach internationalen Standards

Mit dem steigenden Bewusstsein für die gesundheitlichen Auswirkungen von Feinstaub sind auch die Anforderungen an Luftfiltersysteme und Prüfverfahren kontinuierlich gewachsen. Dies zeigt sich in der zunehmenden Zahl internationaler Normen im Bereich der Luftfiltration.

Diese Normen legen Prüfverfahren und Prüfmaterialien fest und ermöglichen weltweit vergleichbare und reproduzierbare Messergebnisse in unabhängigen Laboren.

Auch Maschinen, elektronische und optische Komponenten sowie Konsumgüter müssen häufig gegen Staub geschützt oder auf ihre Staubbeständigkeit geprüft werden. Für diese Anwendungsbereiche existieren ebenfalls zahlreiche Normen und Prüfverfahren. Prüfstäube mit exakt definierten Eigenschaften bilden dabei die Grundlage für verlässliche und reproduzierbare Prüfergebnisse.

Wir liefern den passenden Prüfstaub für Ihre Anwendung.

Qualifizierte Herstellung

Je präziser ein Prüfstaub spezifiziert ist, desto besser lassen sich Messergebnisse reproduzieren und vergleichen. Insbesondere bei Filterprüfungen müssen Zusammensetzung und Partikelgrößenverteilung eng definierten Toleranzen entsprechen. Deshalb beginnt Qualität bereits bei der Auswahl der Rohstoffe.

Typische Bestandteile von Prüfstäuben und Prüfstaubmischungen sind unter anderem Quarz, Dolomit, Aluminiumoxid, Calciumoxid, Salze sowie Baumwoll- und Zellulosefasern.

Bei mineralischen Rohstoffen wird die gewünschte Partikelgrößenverteilung durch Mahl- und Klassierverfahren eingestellt. Faserförmige Materialien werden auf die erforderliche Länge konditioniert. Während des gesamten Herstellungsprozesses sorgen interne und externe Qualitätskontrollen für die Einhaltung aller Spezifikationen.

Das Ergebnis sind qualifizierte Prüfstäube, die belastbare und aussagekräftige Prüfergebnisse ermöglichen.

Übersicht unserer Norm- und Prüfstäube

Prüfstäube für die Prüfung von Geräten zur Oberflächenreinigung

Normen: DIN EN IEC/ASTM 62885 sowie DIN EN 60312-1

  • DMT Dolomitsand
  • DMT Teppichsand
  • DMT Prüfstaub Typ 8
  • DMT Mineralsand Typ 3
  • DMT Emissionsprüfstaub
  • DMT Cellulosepulver
  • DMT Kunststoffgranulate

Arizona-Prüfstäube gemäß ISO 12103-1

Die Arizona-Prüfstäube zählen zu den weltweit etabliertesten Prüfstäuben für Filterprüfungen. Die Norm ISO 12103-1 definiert sowohl die chemische Zusammensetzung als auch die Partikelgrößenverteilung dieser Prüfmaterialien.

  • DMT Arizona-Prüfstaub A1 ultrafein (epsd)
  • DMT Arizona-Prüfstaub A2 fein (epsd)
  • DMT Arizona-Prüfstaub A3 medium (epsd)
  • DMT Arizona-Prüfstaub A4 grob (epsd)

Die DMT Arizona-Prüfstäube entsprechen der vorgegebenen Partikelgrößenverteilung der Norm ISO 12103-1 und bestehen zu 98 % aus Quarz. Die Kennzeichnung „epsd“ steht für „equivalent particle size distribution“ (äquivalente Partikelgrößenverteilung).

Prüfstaub gemäß DIN EN ISO 16890-3

Zur Bestimmung der Filterstaubkapazität nach DIN EN ISO 16890-3 wird der in ISO 15957 definierte synthetische Beladungsstaub L2 verwendet. Dieser Prüfstaub ist identisch mit dem Arizona-Prüfstaub A2 fein nach ISO 12103-1.

Prüfstäube gemäß IEC 60068-2-68

  • Talkum < 75 µm (Test La)
  • Quarzstaub < 75 µm (Test Lb)
  • Quarzsand < 150 µm (Test Lc1 / Lc2)
  • Quarzsand < 850 µm (Test Lc1 / Lc2)

Weitere Normstäube

  • DIN EN 60335-2-69 – Mineral Dust
  • ASTM F608 A1 – Mineralstaub Talkum
  • ECE R45 – Prüfschmutz
  • CEN ISO 679 – Quarzstaub
  • DIN 196 – Quarzstaub
  • ISO 11057 / VDI 3926-1 / ASTM D6830 – Pural NF

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