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Welcher Fahrzeugtyp und welche Ausstattung bringt am meisten?

Fahrzeugtyp und Ausstattung haben einen großen Einfluss auf den späteren Wiederverkaufswert Ihres Autos. Es lohnt sich deshalb schon bei der Auswahl des Fahrzeuges, den späteren Wiederverkauf mit zu bedenken. Die Preisdifferenz kann bei einem Wiederverkauf des Gebrauchtwagen schnell eine vierstellige Summe ausmachen. Eine führende Online-Autobörse kann anhand ihrer umfassenden Datenbank sehr genau ermitteln, wonach Autokäufer gezielt suchen. Wir verraten Ihnen, was bei Autokäufern hoch oder weniger hoch im Kurs steht. Wer z.B. beim Autokauf auf Ausstattungskomponenten wie Standheizung oder ESP verzichtet, muss mit einem geringeren Wiederverkaufswert rechnen.

Fahrzeugtypen

Prozentual am häufigsten werden aktuell Fahrzeuge aus den Trend-Segmenten Sportwagen, Cabrios und Geländewagen nachgefragt. Wer sich im klassischen Fahrzeugbereich (Limousine / Fließheck / Kombi / Van) bewegt, sollte sich mit Blick auf den Wiederverkauf eher für einen Van oder Kombi entscheiden, denn in Deutschland sind Limousinen in diesem Segment schon seit Jahren deutlich weniger gefragt.

Lackfarbe

Auch die Farbe des Gebrauchtwagens kann den Wiederverkaufswert maßgeblich beeinflussen. Die Datenbank zeigt: Unglaubliche 48,4 Prozent der Suchanfragen beziehen sich gezielt auf schwarze Fahrzeuge. Mit großem Abstand folgen Weiß (13,7 Prozent) und Blau (9,5 Prozent). Am wenigsten gefragt sind Gelb (0,7 Prozent), Orange (0,3 Prozent), Bronze und Gold (je 0,2 Prozent).

Ausstattung

Segmentunabhängig sind Autokäufern mittlerweile insbesondere Klimaanlage und Sicherheitsfeatures wie Antiblockier-System (ABS) sowie das elektronische Stabilitätsprogramm (ESP) wichtig. In der Oberklasse sollten Bi-Xenon-Beleuchtung sowie Ledersitze zur Ausstattung gehören. Vorsicht jedoch bei so genannten Vollausstattungen: Das sind Fahrzeuge, die mit allen möglichen elektronischen Sonderfunktionen ausgestattet sind. Mit zunehmendem Fahrzeugalter sind diese bisweilen aus Gründen der hohen Defektanfälligkeit eher weniger gefragt.

Beim Getriebe geht der Trend klar Richtung Automatik. Diese nicht nur praktische, sondern zunehmend auch verbrauchsärmere Getriebevariante – früher der Oberklasse vorbehalten – wird nun bereits in der Kompaktklasse vermehrt nachgefragt.

Der Blick in die Datenbank bringt noch weitere wertvolle Erkenntnisse: Zu den Ausstattungsmerkmalen mit der zuletzt größten prozentualen Nachfragesteigerung gehören Standheizung (Steigerung um 49 Prozent) und Partikelfilter (33 Prozent). Immer mehr deutsche Autokäufer schätzen demnach den Komfort einer Standheizung. Für die hohe Nachfrage nach Fahrzeugen mit Partikelfilter dürften unter anderem die neuen Umweltzonen in immer mehr Städten verantwortlich sein. Des weiteren sind ESP (28 Prozent) sowie elektrisch verstellbare Sitze und Traktionskontrolle (je 27 Prozent) sehr gefragt. Auch Tempomat (22 Prozent), Skisack und Scheckheftpflege (je 18 Prozent), Nebelscheinwerfer (17 Prozent) und Bordcomputer (16 Prozent) stehen hoch im Kurs.

Motorisierung

Was Hubraum und PS angeht, kann man derzeit zwei gegenläufige Trends beobachten. Einerseits ist die Nachfrage nach Gebrauchtwagen mit sehr kleinen und sparsamen Motoren mit weniger als 1000 ccm Hubraum recht hoch. Gleichzeitig zeigt die Datenbank, dass die Nachfrage ansteigt, je höher die Hubraumklasse ist. Ähnliches zeigt sich bei der Motorleistung: Je größer die Leistung, desto höher die Nachfrage. So erhielt jedes zweite Fahrzeug im Bestand mit mindestens 118 kW (160 PS) eine Anfrage, aber im Durchschnitt nur jedes dritte Auto mit entsprechend niedrigerer Leistung. Auch Elektrofahrzeuge stoßen in den Suchanfragen aktuell auf großes Interesse. Tatsächlich gekauft werden Elektroautos dagegen immer noch sehr selten. Über den Wiederverkaufswert von E-Autos kann man mangels Daten leider noch sehr wenig sagen.

Verbrauch

Auch beim Verbrauch scheint die tatsächliche Nachfrage der Preisentwicklung an den Zapfsäulen hinterherzuhinken. Die Nachfrage nach Autos, die mehr als sechs Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer schlucken, ist prozentual noch doppelt so hoch, wie die Nachfrage nach Fahrzeugen mit geringerem Verbrauch. Dies erklärt sich jedoch auch daraus, dass viele der angebotenen und nachgefragten Fahrzeuge älteren Datums sind. Die Hersteller haben ihre Bemühungen, den Verbrauch zu senken, aber erst in den vergangenen Jahren unter dem Druck immer strengerer Emissionsgrenzen ernsthaft verstärkt. Heutige Autokäufer sollten also durchaus auf niedrigen Verbrauch achten, um später einen guten Wiederverkaufspreis zu erzielen.

Tuning

Herumschrauben am Auto zwecks Leistungssteigerung, so wie Spoiler, Rallyesitze, Chiptuning und Co sind in der Regel absolute Preiskiller. Laut Aussagen der Online-Autobörse wirkt sich Tuning generell negativ auf den Wiederverkaufswert aus.