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Richtiges Verhalten bei Wind und Sturm?

Im Herbst und Winter haben Stürme bei uns im Norden und Westen Deutschlands wieder Hochkonjunktur. Besonders gefährlich wird es, wenn diese Orkanstärke erreichen, wie Anfang des Jahres, als Orkan „Frederike“ mit Rekord-Windgeschwindigkeiten von teilweise mehr als 200 Kilometern pro Stunde starke Schäden verursacht hat und mindestens sechs Menschenleben forderte. Deshalb ist es wichtig zu wissen, worauf Sie bei Wind und Sturm achten sollten. Außerdem sagen wir Ihnen wer haftet, falls ein Schaden an Ihrem Fahrzeug entsteht.

Bei einem Sturm heißt es: Abwarten und Tee trinken...

Auch wenn Sie sonst so schnell nichts umwirft: Wenn ein Sturm oder sogar ein Orkan angekündigt wird, ist es besser, Ihr Fahrzeug einfach stehen zu lassen – denn dann besteht Lebensgefahr durch herabfallende Gegenstände. Und selbst, wenn Ihnen nicht unmittelbar etwas aufs Dach kracht, können herabfallende Äste und umstürzende Bäume zu unvorhergesehenen und gefährlichen Hindernissen auf der Fahrbahn werden.

Außerdem ist ein kontrolliertes Fahren bei Sturm fast unmöglich, da Ihr Fahrzeug jederzeit von heftigen Windböen erfasst werden kann.

Wenn Sie mit dem Wohnmobil, einem hohen Anhänger oder einem Kleintransporter unterwegs sind, müssen Sie besonders vorsichtig sein, da diese Fahrzeuge noch anfälliger für Seitenwind sind.

So minimieren Sie Ihr Risiko bei starkem Wind und Sturm

  • Allgemein gilt bei Sturm: Runter vom Gas. Falls Ihr Fahrzeug von einer Böe erfasst wird, können Sie bei niedrigem Tempo deutlich einfacher gegenlenken und das Fahrzeug wieder unter Kontrolle bringen.
  • Fahren Sie auf exponierten Strecken und auf Brücken besonders vorsichtig, da dort die Gefahr, von starken Böen erfasst zu werden, besonders groß ist. Achten Sie vor großen Brücken außerdem auf das Verhalten der Windsäcke.
  • Meiden Sie waldreiche Strecken und Alleen, um die Gefahr, von herabfallenden Ästen und umstürzenden Bäume getroffen zu werden, zu minimieren.
  • Schalten Sie den Verkehrsfunk ein, um auf dem aktuellen Stand zu sein, ob Straßen aufgrund von Sturmschäden gesperrt worden sind und welche Brücken noch befahrbar sind.
  • Beim Überholen von Lastwagen und Bussen ist besondere Vorsicht geboten. Wenn Sie aus dem Windschatten des überholten Fahrzeugs hervorkommen, wird Ihr Fahrzeug wieder voll vom Seitenwind erfasst.
  • Entfernen Sie alle Dachaufbauten, wie Dachboxen oder Fahrradträger: Sie bieten dem Wind eine noch größere Angriffsfläche.
  • Halten Sie ausreichend Abstand ein. Falls das vorausfahrende Fahrzeug ins Schlingern gerät, haben Sie genug Zeit, um auszuweichen oder zu bremsen.
  • Behalten Sie beim Ein- und Aussteigen Ihre Tür fest im Griff, damit Ihnen der Wind diese nicht aus der Hand reißt. Dasselbe gilt beim Öffnen der Heckklappe.
  • Parken Sie nach Möglichkeit überdacht. Meiden Sie es, direkt an Hauswänden oder unter Bäumen zu parken, damit Ihr Fahrzeug nicht von herunterfallenden Dachziegeln oder Ästen beschädigt wird.

 

 

Klimawandel

Wetterexperten rechnen damit, dass extreme Wetterlagen wie Starkregen oder Orkane durch den Klimawandel in Deutschland zukünftig häufiger auftreten werden.