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So sparen Sie Strom und Kraftstoff

Die Batterie steht bei den Pannenursachen an erster Stelle. Besonders im Winter macht der Energielieferant häufig schlapp, weil der Stromverbrauch wesentlich höher ist: Licht, Gebläse und Heckscheiben-Heizung brauchen einfach mehr Energie. Sind darüber hinaus noch weitere Stromfresser wie die Sitzheizung oder ein Soundsystem im Einsatz, kann es passieren, dass das Auto mehr Strom verbraucht, als die Lichtmaschine der Autobatterie während der Fahrt nachladen kann.

Auch im Auto gibt es Energie nicht zum Nulltarif

Durch den erhöhten Strombedarf steigt auch der Kraftstoffverbrauch Ihres Fahrzeugs im Winter. Denn wenn die Lichtmaschine mehr Strom an die Batterie liefern muss, muss auch der Motor mehr Kraft aufwenden. 100 Watt bedeuten einen Mehrverbrauch von 0,1 Liter je 100 Kilometer. Das heißt, bei 500 Watt steigt der Verbrauch um einen halben Liter!

Der größte Stromfresser ist das Gebläse

Das Gebläse verbraucht im Winter bis zu 170 Watt. Ähnlich viel Strom benötigt auch ein voll aufgedrehtes Soundsystem. Bei moderater Lautstärke schlägt das Autoradio lediglich mit 20 Watt zu Buche. Das Abblendlicht braucht etwa 125 Watt, die Nebelscheinwerfer benötigen 110 Watt. Die heizbare Heckscheibe belastet die Batterie mit rund 120 Watt. Und die Sitzheizung benötigt auch immerhin 100 Watt.

Denken Sie daran, Stromschlucker wie Sitzheizung oder Heckscheibenheizung auszustellen, wenn Sie diese nicht mehr benötigen. Sonst kann es Ihnen selbst während der Fahrt passieren, dass Ihre Batterie schlappmacht.

TÜV NORD ExpertenTipp

Wie Sie gut durch den Winter kommen

Störungen der Elektrik, der Elektronik oder der Batterie sind nach Angaben des ADAC die Hauptursache bei liegengebliebenen Fahrzeugen. Am häufigsten müssen die Pannenhelfer ausrücken, weil Autos gar nicht erst losfahren können. Fast jedes dritte Fahrzeug benötigte Starthilfe aufgrund einer schwachen oder defekten Batterie.

Gestresste Stromspeicher

Heizung und Klimaanlage sind die Stromfresser Nummer eins im Auto. Immer mehr Fahrzeuge sind heutzutage sowohl mit einer Klimaanlage als auch mit einer Sitzheizung ausgestattet. Deshalb haben neuere Autos auch einen enorm hohen Strombedarf. Das führt wiederum zu einer starken Belastung der Batterie. Sie können die Batterie jedoch schonen, indem Sie vor dem Start alle unnötigen Verbraucher erst einmal abstellen. Sollte Ihre Batterie aber trotzdem einmal vollständig entladen sein, ist sie in den meisten Fällen irreparabel beschädigt. Das kann zum Beispiel vorkommen, wenn das Abblendlicht über Nacht angelassen wurde oder ein Fahrzeug lange nicht gefahren worden ist. Mit einem Überbrückungskabel oder einem Starthilfe-Set kann der Motor dann zwar meist schnell wieder gestartet werden, aber die Batterie bringt danach in den meisten Fällen nicht mehr die volle Leistung. Das kann dann bei Minusgraden dazu führen, dass der Batterie die Kraft fehlt, um den kalten Motor zu starten. Ein Austausch ist dann unumgänglich.

Geben Sie Ihre alte Batterie in jedem Fall bei einer Recycling-Station ab, damit diese dort fachgerecht entsorgt werden kann und keine Schadstoffe in unsere Umwelt gelangen können.

TÜV NORD ExpertenTipp

Was Sie beim Ein- und Ausbau der Batterie beachten sollten

Manche Autoradios oder Alarmanlagen müssen nach dem Wiederanklemmen mit einem Code initialisiert werden. Sehen Sie deshalb vor dem Ausbau unbedingt in der Bedienungsanleitung nach und notieren Sie sich die Kennung. Nach dem Wechsel müssen Radio oder Alarmanlage dann neu eingestellt werden.

Behandeln Sie vor dem Einbau die Batterie an den Polen mit säurefreiem Fett. Sie können auch, nachdem Sie den Akku angeklemmt haben, einen Schutzlack auftragen. Beides dient dem Korrosionsschutz der metallischen Pole und verhindert Übergangswiderstände zwischen den Polen und den Anschlussklemmen.

Wie Sie die Batterie prüfen und pflegen

Die Lebensdauer einer Autobatterie beträgt zwischen vier und fünf Jahre. Für die Leistungsfähigkeit einer Autobatterie ist der aktuelle Ladezustand und die Speicherkapazität entscheidend. Während sich der Ladezustand über die Säuredichte mit einem sogenannten Säureheber noch relativ einfach überprüfen lässt, sind Aussagen zur tatsächlichen Kapazität nur mit speziellen Messgeräten möglich.

Ebenso wichtig ist der korrekte Säurestand in der Batterie. Bei einfachen und älteren Akkus können Sie diesen noch selbst überprüfen und ausgleichen. Dazu wird der Verschluss der Batterie abgeschraubt – durch die Öffnung können Sie die Markierung am inneren Rand gut sehen. Ist der Säurestand unter dem Strich, füllen Sie einfach destilliertes Wasser nach.

Das Batteriegehäuse selbst sollte sauber gehalten werden, um Kriechstrome zu vermeiden. Die Pole und Anschlussklemmen können Sie mit Säureschutzfett konservieren.