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Alles Wissenswerte zum Thema Kindersitz

Seit 1993 gilt die Kindersitzpflicht in Deutschland – und das ist auch gut so. Schließlich müssen Kinder aufgrund ihrer geringeren Körpergröße ergonomisch sinnvoll geschützt werden, um das Verletzungsrisiko bei einem möglichen Unfall zu minimieren. Die einfache Regel lautet: Alle Kinder unter 1,50 m müssen während der Fahrt im Auto in einem Kindersitz gesichert werden.



Das sagt die Straßenverkehrsordnung

Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder benutzt werden … (§ 21 Absatz 1a)

Welcher Kindersitz für welches Kind?

Gruppe 0
Babys bis 13 kg: Babyschalen

Säuglinge sind im ersten Lebensjahr in der Babyschale am besten aufgehoben. Erst wenn ein Baby größer als 75 cm oder schwerer als 13 kg ist, wird es Zeit für einen Kindersitz der nächsten Kategorie. Ein sicheres Anzeichen dafür, dass ein Baby zu groß für die Babyschale geworden ist, wenn das Köpfchen über die Oberkante hinausragt.

Gruppe 1
Kleinkinder von 9 bis 18 kg: Reboarder-Kindersitz

Bis zu einer Körpergröße von 105 cm sind Reboarder-Kindersitze, in denen die Kinder rückwärts zur Fahrtrichtung sitzen oder liegen, die sicherste Transport-Variante. Rückwärts gerichtet fahren Kinder im Auto laut verschiedener Studien fünf Mal sicherer als in vorwärts ausgerichteten Kindersitzen: Sowohl das Verletzungsrisiko als auch die Gefahr bleibender Schäden nach einem Unfall wird um 90 % gemindert.

Gruppe 2/3
Kinder von 15 bis 36 kg: Vorwärts gerichtete Kindersitze

Wenn der Reboarder zu klein geworden ist, wird es Zeit, auf einen Kindersitz der nächsten Gruppe umzusteigen. Diese sind vorwärts ausgerichtet und für Kinder bis zu einer Körpergröße von 150 cm geeignet. Ist auch dieser Sitz zu klein geworden, können Kinder ohne Sitz im Auto mitfahren – selbstverständlich immer mit dem 3-Punkt-Gurt angeschnallt auf dem Rücksitz.

4 Tipps: Worauf Sie bei der Verwendung eines Kindersitzes achten sollten

1. Sitz passend zum Kind auswählen

Der Kindersitz ist für Größe und Gewicht Ihres Babys oder Kindes geeignet, weist keine Schäden auf und entspricht den aktuellen Vorschriften (Prüfnummer beginnt mit 01 oder 04).

 

2. Sitz des Gurtes kontrollieren

Oft sitzen die Kinderhaltegurte nicht straff genug. Deswegen nach dem Anschnallen den Sitz aller Gurte kontrollieren und ggf. nachregulieren.

 

3. Beifahrerairbag deaktivieren

Wenn Sie die Babyschale auf dem Beifahrersitz montieren, muss unbedingt der Frontairbag deaktiviert sein, da dieser bei einem Unfall schwere Verletzungen verursachen kann!

 

4. Babyschale entgegen der Fahrtrichtung platzieren

Babyschalen sind für die Montage entgegen der Fahrtrichtung konzipiert. Bei einer in Fahrtrichtung montierten Babyschale kann ein Frontal-Crash zum Genickbruch führen, da der Kopf bei Babys im Vergleich zum Körper verhältnismäßig schwer ist.

Die Geschichte des Kindersitzes
1963

brachte die Firma Storchenmühle den ersten Autokindersitz auf den Markt, der unter dem Namen „Nikki“

Karriere machte.

1989

werden erstmals sogenannte Reboarder – Kindersitze, die rückwärts zur Fahrtrichtung ausgerichtet sind –

eingeführt.

1993

fand der Kindersitz seinen Platz in der Straßenverkehrsordnung – seitdem ist es Pflicht, einen Kindersitz im

Auto mitzunehmen und Kinder darin vorschriftsmäßig zu sichern.

2001

werden die ersten Isofix-Systeme eingeführt, bei denen der Kindersitz fest an einer Haltevorrichtung im Auto fixiert wird.

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