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Beleuchtung

Variable Lichtverteilung

Aufwendige Frontscheinwerfer bieten heutzutage eine variable Lichtverteilung: unterschiedliche Lichtkonfigurationen oder eine Anpassung der Lichtkegel ermöglichen die bestmögliche Ausleuchtung für jede Fahrsituation. Für Ortsverkehr, Landstraßenfahrt, Autobahnfahrt oder Fahrten bei schlechten Sichtverhältnissen steht dann jeweils die günstigste Ausleuchtung zur Verfügung.

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Xenon, Halogen und LED - Worauf es ankommt

Eine effektive Straßenausleuchtung trägt zu erheblich mehr Sicherheit bei, da man Gefahren wesentlich früher erkennen kann. Darüber hinaus sorgen hochwertige Scheinwerfer auch dafür, dass der Fahrer nicht so schnell müde wird.

Doch welche Faktoren sind für die Qualität von Scheinwerfern entscheidend?

Die Helligkeit der Scheinwerferlampen sorgt für eine große Reichweite des Lichts. Genauso wichtig ist, dass die Fahrbahn je nach Fahrsituation optimal ausleuchtet wird.

Kurven- und Abbiegelicht

Gerade bei Fahrten auf kurvenreichen Landstraßen kommen die Vorzüge des Kurvenlichts voll zur Geltung. Die Scheinwerfer schwenken in den Kurven mit und leuchten den Straßenverlauf deutlich weiter aus, als herkömmliche Scheinwerfer.

Große Vorteile bietet auch das Abbiegelicht: Mit seiner Hilfe können insbesondere innerorts Personen am Fahrbahnrand früher erkannt werden. Beim Abbiegelicht gibt es jedoch erhebliche qualitative Unterschiede. Die Kombilösung mit den Nebelscheinwerfern ist wenig effektiv und leuchtet nur spärlich zur Seite. Deutlich effektiver ist ein separates Abbiegelicht in den Frontscheinwerfern, das speziell für diese Aufgabe konstruiert wurde.

Helligkeit

Neben einer effektiven Lichtverteilung spielt auch die Helligkeit des Scheinwerferlichts eine große Rolle. Je heller das Licht, desto besser und früher können unerwartete Situationen im Straßenverkehr erkannt werden. Gerade für ältere Menschen ist eine ausreichende Lichthelligkeit wichtig, da sich bei jedem Menschen die Linsen in den Augen etwas eintrüben. Das führt einerseits zu mehr Streulicht im Auge und damit zu einem stärkeren Blendempfinden. Andererseits verschlechtert sich die Lichtempfindlichkeit, d.h. man benötigt mehr Licht, um genauso gut sehen zu können wie in jungen Jahren. Xenon- und LED-Scheinwerfer sind dann eine gute Wahl, denn sie erzeugen deutlich mehr Helligkeit als Halogenlampen und leuchten die Fahrbahn wesentlich weiter aus.

 

Was ist "Lumen"?

Lumen ist die Einheit für den Lichtstrom und charakterisiert die Helligkeit einer Lampe. Je höher der Lumenwert, desto heller die Lampe. Bisher wurde die Leistung eines Leuchtmittels durch deren Stromverbrauch in Watt angegeben. Die neuen Lichtsysteme benötigen jedoch deutlich weniger Energie, um die gleiche Menge Licht zu erzeugen. Deshalb wird die Helligkeit in Lumen (lm) ausgewiesen.

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Lichtfarbe

Neben der Helligkeit ist auch die Lichtfarbe ein wichtiger Faktor, denn sie sorgt für den Kontrast des ausgeleuchteten Vorfelds. Das warme Licht der Halogenscheinwerfer sorgt für weniger scharfe Kontraste, als das von Xenon- oder LED-Scheinwerfern. Diese können mit ihrem bläulicheren Licht Fahrbahnmarkierungen und Verkehrsschilder viel deutlich hervorheben.

 

Vorschriften für Xenon- und LED-Scheinwerfer

Die hellen Xenon- oder LED-Scheinwerfern haben klare Vorteile. Es muss aber sichergestellt werden, dass sie andere Verkehrsteilnehmer nicht blenden. Der Gesetzgeber schreibt grundsätzlich bei allen Frontscheinwerfern eine klare Hell-Dunkel-Grenze vor, die unterhalb der Augen von entgegenkommenden Fahrern liegt.

Die maximalen Blendlichtwerte sind für alle Lichtsysteme gleich. Bei besonders hellen Lichttypen wie Xenon oder LED, sind jedoch ab 2000 Lumen zusätzlich eine automatische Leuchtweitenregulierung und eine Scheinwerferreinigungsanlage vorgeschrieben.

Die automatische Leuchtweitenregulierung stellt sicher, dass die Hell-Dunkel-Grenze auch bei beladenem Auto automatisch immer in vorgeschriebener Höhe ist, um den Gegenverkehr nicht zu blenden. Die Scheinwerferreinigungsanlage soll sicherstellen, dass die Scheinwerfer möglichst sauber sind, weil Verschmutzung Streulicht verursacht, das wiederum andere Verkehrsteilnehmer blenden kann.

So setzen Sie die Nebelschlussleuchte richtig ein

Besonders im Herbst, wenn die Tage wieder kühler werden, tritt in den Morgenstunden verbreitet Nebel auf, der sich manchmal sogar den ganzen Tag über hält. Die Sicht wird dann oftmals erheblich beeinträchtigt. Bei Sichtweiten unter 50 Metern ist es sinnvoll, die Nebelschlussleuchte einzuschalten, um von anderen Verkehrsteilnehmern besser gesehen zu werden.

50 Meter entspricht dem Abstand der Leitpfosten auf Deutschlands Landstraßen. Denken Sie aber unbedingt daran, die Schlussleuchte wieder auszuschalten, sobald Sie aus der Nebelbank herausfahren oder sich der Nebel wieder aufgelöst hat. Der nachfolgende Verkehr wird sonst unnötig geblendet, da die Leuchtkraft einer Nebelschlussleuchte rund zwanzigmal stärker ist als bei einem normalen Rücklicht.

Technisch gesehen ist die Nebelschlussleuchte ein rot eingefärbtes Fernlicht.

Beträgt die Sichtweite 50 Meter oder mehr, muss die Schlussleuchte auf jeden Fall wieder ausgeschaltet werden, denn wer die Leuchten unbegründet einsetzt, muss mit einem Verwarnungsgeld von 20 Euro rechnen. Werden andere Verkehrsteilnehmer dadurch gefährdet oder es kommt sogar zu einem Unfall, droht ein Verwarnungsgeld von 25 bzw. 35 Euro.

Nebelschussleuchte Nebelschussleuchte Nebelschussleuchte Nebelschussleuchte

Bei den meisten Fahrzeugen weist eine kleine gelbe Leuchte an der Armaturentafel auf das eingeschaltete Nebelschlusslicht hin.

TÜV NORD Tipp
Blendung durch LED-Scheinwerfer Blendung durch LED-Scheinwerfer Blendung durch LED-Scheinwerfer Blendung durch LED-Scheinwerfer

Blendung durch LED-Scheinwerfer

Wer kennt es nicht? Grelles Licht im Gegenverkehr führt oft dazu, geblendet zu werden. Insbesondere die höhere Leuchtdichte moderner LED-Scheinwerfer wird von vielen als unangenehm empfunden. Tatsächlich ist das Blendungsrisiko bei LED-Scheinwerfern abhängig von der Lichtaustrittsfäche. Kleine punktuelle Lichtquellen blenden stärker als Systeme mit Flächenreflektoren, da die Anzahl der Rezeptoren im Auge geringer ist und ihre Belastung somit verstärkt wird.

Dies führt zu einer kurzzeitigen Beeinträchtigung der Sicht. Mit zunehmender Leuchtdichte steigt daher die Blendungsgefahr. Zudem weist die LED-Technik einen hohen Blauanteil im Lichtspektrum auf, welcher dem Tageslicht ähnelt und bei Dunkelheit vom Auge als störend wahrgenommen wird.

Um zu vermeiden, dass Sie andere Verkehrsteilnehmer blenden, sollten Sie regelmäßig die Lichteinstellung und Leuchtweite Ihrer LED-Scheinwerfer überprüfen und bei Beladung entsprechend anpassen. Bedenken Sie, dass Tagfahrlicht zwar die Sichtbarkeit am Tag erhöht, bei schlechten Sicht- und Lichtverhältnissen jedoch mehr als doppelt so stark blendet wie Abblendlicht. Wechseln Sie daher generell früh auf Abblendlicht und fahren Sie damit lieber auch tagsüber, wenn die Sicht schlecht ist.

 

Lichteinstellung regelmäßig checken - Überprüfen Sie regelmäßig die Lichteinstellung und Leuchtweite Ihrer LED-Scheinwerfer und passen Sie sie bei Beladung entsprechend an.

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