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FAQ Haaranalyse

FAQ Haaranalyse

Wie viel cm Haare dürfen abgenommen bzw. untersucht werden?

Es wird eine mittlere HaarwuchstumsGeschwindigkeit von 1 cm pro Monat angenommen. Bei Alkohol dürfen maximal 3 cm Haare (ab der Kopfhaut) zum Beleg der Alkoholabstinenz untersucht werden, selbst wenn die abgenommenen Haare länger sind. Bei Drogen dürfen maximal 6 cm Haare untersucht werden, selbst wenn die abgenommenen Haare länger sind.

Wie viel Haare werden abgeschnitten?

Es werden mindestens zwei Haarbündel von etwa der Stärke eines Bleistifts unmittelbar über der Kopfhaut (bevorzugt am Hinterkopf) abgeschnitten.

 

Dürfen die Haare gefärbt oder getönt sein?

Alkohol:
Hier dürfen die Haare nicht kosmetisch behandelt (gebleicht oder koloriert) sein. Sollte dies nicht möglich sein, muss der Nachweis der Abstinenz über Urinkontrollen erfolgen oder die Haaranalyse muss zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

Drogen:
Hier darf bei der 1. Haaranalyse kosmetisch behandeltes (gebleicht oder koloriert)  Haar verwendet werden. Bei einer weiteren Haarprobe muss unbehandeltes Haar zur Verfügung stehen. Alternativ könnte die weitere Haarprobe ersetzt werden durch 4 Urinkontrollen in den folgenden 6 Monaten.

Kombination Alkohol und Drogen:
Hier gilt das gleiche wie für Alkohol.

 

Was passiert, wenn ich nicht angebe, dass die Haare getönt oder gefärbt wurden?

Sollte erst bei der Analyse im Labor festgestellt werden, dass die Haare behandelt (gebleicht oder coloriert) wurden, können die Haare grundsätzlich nicht als Abstinenzbeleg akzeptiert werden.

 

Welche Haare dürfen zum Beleg der Abstinenz abgegeben werden?

Sinnvoll ist meist nur die Untersuchung der Kopfhaare. Die Analyse von Achselhaaren ist für den Beleg der Alkoholabstinenz nicht zulässig. Körperhaare werden ansonsten nur in Ausnahmefällen akzeptiert.

 

Sollte ich bestimmte Orte meiden?

Nur beim Beleg von Drogenabstinenz:
Sie sollten sich nicht cannabishaltigem Rauch oder dem Rauch von Kokain oder Kokainstäuben (Disko, Internetcafés, Musikkonzerte, Kneipen) aussetzen. Dadurch könnten die Laborergebnisse verfälscht werden.

Nur beim Beleg von Alkoholabstinenz:
Wenn die Umgebungsluft sehr viel Alkohol enthält (z. B. in einer Destille) kann dies zum Nachweis von ETG in den Haaren führen. Der Befund ist dann nicht geeignet eine Abstinenz zu belegen.

 

Hat die Haaranalyse Nachteile gegenüber Urinkontrollen?

Die Haaranalyse stellt kein Routineverfahren dar und sollte nur gewählt werden, wenn ein Abstinenzbeleg in Form von mehreren Urinkontrollen nach kurzfristiger Einbestellung aus persönlichen Gründen nicht erfolgen kann. Bei langsamen Haarwachstum ist es z. B. möglich, dass es bei der Analyse eines 6 cm langen Haarstrangs trotz Abstinenz zu einem auffälligen Befund kommt, da die ältesten Haarabschnitte aus der Zeit (z.B. vor 7 oder 8 Monaten) stammen, in der noch Rauschmittel konsumiert wurden. Sie erfahren dann ggf. erst zum Zeitpunkt der Haaranalyse, also nachträglich, dass der Abstinenzbeleg für den gesamten untersuchten Zeitraum gescheitert ist. Somit hätten Sie wertvolle Zeit verloren, wenn Sie einen Abstinenzbeleg über sechs oder zwölf Monate benötigen.

 

Welche Vorteile hat eine Haaranalyse für mich?

Im Unterschied zur Teilnahme an einem Urinkontrollprogramm, müssen Sie nicht wiederholt nach kurzfristiger Einbestellung spätestens am folgenden Tag eine Probe abgeben, sondern können die Termine für die Abgabe der Haarproben schon Wochen vorher planen und abstimmen. Vor allem können Sie im Unterschied zu einem Urinkontrollprogramm, wenn Sie schon längere Zeit abstinent leben, durch eine Haaranalyse auch einen zurückliegenden Zeitraum von mehreren Monaten (Alkohol: max. 3 Monate, Drogen: max. 6 Monate) belegen (siehe allerdings oben den Hinweis zu Nachteilen).

 

Wann kann ich frühestens einen Abstinenznachweis durch eine Haaranalyse machen?

Bei Alkohol empfehlen wir einen Zeitraum von 180 Tagen nach dem letzten Konsum einzuhalten. Darin ist ein Sicherheitszeitraum von 90 Tagen enthalten. Sollte es sich um Drogen handeln, empfehlen wir einen Zeitraum von 270 Tagen nach dem letzten Konsum einzuhalten. Darin ist ebenfalls ein Sicherheitszeitraum von 90 Tagen enthalten.

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