MENU
  1. Ratgeber und Tipps
  2. Auto Ratgeber
  3. TÜV REPORT 2019

Für alle, die mit dem Gedanken spielen, sich einen Gebrauchtwagen zu kaufen oder ihren „Gebrauchten“ zu verkaufen, ist der neue TÜV-Report ein absolutes Muss. Er informiert Sie objektiv darüber, ob ein bestimmtes Auto im Laufe der Zeit zum Werkstattwagen wird oder über Jahre hinweg problemlos läuft. Für den aktuellen Ratgeber haben unsere TÜV-Experten alle Hauptuntersuchungen zwischen Juli 2017 und Juni 2018 ausgewertet.

Ab dem 9. November 2018 ist der neue TÜV-Report für nur 4,90 Euro an jeder TÜV-STATION sowie im Zeitschriftenhandel erhältlich.

Kurz-Zusammenfassung vom TÜV REPORT 2019

Erfreuliches Ergebnis bei der Hauptuntersuchung: Erneut ist die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln in der TÜV NORD-Statistik gesunken. Zwar nur leicht von 22,2 auf 22,1 Prozent aller geprüften Autos, aber bereits zum fünften Mal in Folge (2014: 25,8 %). Und: 66, 2 % der Autos waren ohne Mängel (Vorjahr 65,4).

Die Zahlen belegen damit aber auch, dass immer noch mehr als jedes fünfte Auto so schwerwiegende Mängel hat, dass es erst repariert werden muss, ehe die TÜV-Plakette angebracht werden kann.

Aber: Die Zahl der Fahrzeuge ganz ohne Mängel ist auch wieder gestiegen: von 65,4 auf 66,2 Prozent. Zusammen mit den 11,7 Prozent der Fahrzeuge, bei denen geringe Mängel gefunden wurden, erhalten somit insgesamt mehr als drei Viertel aller Autos (77,9 Prozent) bereits beim ersten Anlauf vom TÜV-Sachverständigen ihre Plakette. Die Zahl der verkehrsunsicheren Fahrzeuge, die sofort stillgelegt werden müssen, liegt mit 0,06 Prozent weiterhin auf erfreulich niedrigem Niveau. Das ist das Ergebnis der statistischen Aufarbeitung aller Hauptuntersuchungen (HU), die an den mehr als 200 TÜV-STATIONEN und in über 10.000 TÜV NORD-Partnerwerkstätten von Mitte 2017 bis Mitte 2018 durchgeführt worden sind. Die fünfte Mängelkategorie „gefährliche Mängel“, die im Mai 2018 neu eingeführt wurde, hat noch keine statistische Relevanz. Ein „gefährlicher Mangel“ ist dabei ein erheblicher Mangel, der eine direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung darstellt oder die Umwelt erheblich beeinträchtigt; zum Beispiel, wenn an einem Fahrzeug alle Bremslichter ausgefallen sind.

Der stetige positive Trend ist in den Augen der TÜV-Sachverständigen Beleg für die Wirksamkeit der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig ist und wegen der Fahrzeuge mit Mängeln in die Reparaturbetriebe geschickt werden. Dadurch werden die Autofahrer angehalten, in einen guten technischen Zustand ihres Fahrzeugs zu investieren – zum Nutzen für die Sicherheit auf unseren Straßen.

Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen schließlich gute Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. Die Autofahrer wiederum kümmern sich in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge und nehmen fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahr. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und überdies mehr Freude an sicherer individueller Mobilität. Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird.

Hartmut Abeln, Geschäftsführer TÜV NORD Mobilität

Dass die Beleuchtungsanlage nämlich mitunter stiefmütterlich behandelt wird, zeigt auch die Verteilung der Mängelgruppen. Hier liegt „Licht, Elektrik“ in der Statistik wieder weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran haben auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik (z. B. LED) sicher ihren Anteil.

Die alljährliche Beleuchtungsaktion, die jeweils im Oktober unter anderem vom Kfz-Gewerbe und dem TÜV durchgeführt wird, dient auch dem Ziel, Beleuchtungsmängel an Fahrzeugen gerade vor der dunklen Jahreszeit abzustellen.

Insgesamt ergibt sich in der TÜV-Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“.

Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Die aktuellen TÜV NORD-Zahlen belegen: Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren finden sich bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 10,5 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 29,4 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen.

Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als Grund für den Verschleiß und somit für Mängel anzusehen ist, liegt jetzt bei den Dreijährigen bei 49.548 Kilometern und bei den Elfjährigen bei 138.508 Kilometern auf dem Tacho.

Wichtig: Wer noch mit einer grünen Plakette für 2018 unterwegs ist, sollte sich bald einen Termin bei seinem TÜV geben lassen. Mit dem bevorstehenden Jahreswechsel ändert sich die Farbe der ‚fälligen‘ Plaketten von Grün auf Orange und so ist zum Beispiel für Ordnungshüter schon farblich erkennbar, dass der TÜV-Termin überzogen wurde. Dann ist nach mehr als zwei Monaten ein Verwarnungsgeld fällig und ab dem 8. Monat kommt noch ein Punkt in Flensburg hinzu.

Als das Auto mit den geringsten Mängeln im gesamten TÜV-Report 2019 wird der Porsche 911 gelistet. Er dominiert die aktuelle Statistik: In allen Altersklassen wird er auf Platz 1 als Mängelzwerg geführt. Schlecht schneidet dagegen zum Beispiel der Dacia Logan ab, der in drei Altersklassen die rote Laterne innehat. Bei den 4- und 5-jährigen ist der Peugeot 206 und bei den 8 und 9-jährigen sind Renault Kangoo und Chevrolet Matiz die Schusslichter.

Den TÜV-Report, der typspezifische Fahrzeugmängel dezidiert auflistet und damit zu einem wichtigen Ratgeber beim Gebrauchtwagenkauf wird, gibt es an jeder TÜV-STATION und im Zeitschriftenhandel. Er kostet 4,90 €.