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Für Unternehmen, die mehrere Standorte zertifizieren lassen möchten, haben sich gemäß den internationalen Anforderungen Änderungen in der Auditierung von Multisite-Organisationen ergeben. Die Grundlage dafür bildet das überarbeitete IAF-Dokument für die Auditierung und Zertifizierung von Managementsystemen in Organisationen mit mehreren Standorten. Wir haben die wesentlichen Neuerungen für Sie zusammengefasst.

Die wesentlichen Änderungen im Überblick

1. Die Zentrale muss Teil der Organisation sein. Sie darf nicht an eine externe Organisation (z.B. an ein Beratungsunternehmen oder an eine künstliche Organisation) untervergeben werden.

2. Die Zentrale ist diejenige Stelle, von der aus die betriebliche Kontrolle und die Befugnisse der Geschäftsführung der Organisation auf jeden Standort ausgeübt werden.

3. Auditierung einer Organisation mit mehreren Standorten durch Stichproben der Standorte:

  • Sofern es durch spezifische Programme nicht bereits ausgeschlossen ist, darf die Auditzeit pro Standort in der Stichprobe nicht um mehr als 50 Prozent gekürzt werden. Zusätzlich kann ggf. eine Reduktion von maximal 20 Prozent für integrierte Managementsysteme berücksichtigt werden.
  • Die Zentrale ist einmal pro Kalenderjahr zu auditieren.

4. Auditierung einer Organisation mit mehreren Standorten, in der die Stichprobennahme nicht zweckmäßig ist:

  • Bei Verfahren ohne Stichprobenbildung ist es nicht mehr zulässig, die Auditzeit so zu berechnen, als wenn alle Arbeiten an einem einzelnen Standort ausgeführt werden (d.h. mit allen Mitarbeitern der Organisation an demselben Standort). Für diese Verfahren muss die Auditzeit für jeden einzelnen Standort gesondert berechnet werden (siehe 3.).
  • Beim Zertifizierungs- und Re-Zertifizierungsaudit sind jeweils alle Standorte zu auditieren. Bei den Überwachungsaudits sind 30 Prozent aller Standorte in einem Kalenderjahr zu auditieren.
  • Die Zentrale ist einmal pro Kalenderjahr zu auditieren.

5. Aufnahme zusätzlicher Standorte in eine bestehende Multisite-Zertifizierung:

  • Verfahren mit Stichprobenbildung: Die Zertifizierungsstelle muss diejenigen Tätigkeiten festlegen, die erforderlich sind, bevor der/die neue(n) Standort(e) in das Zertifikat aufgenommen werden kann/können. Dazu gehört die Erwägung, ob der/die neue(n) Standort(e) zu auditieren ist/sind oder nicht (risikobasierter Ansatz).
  • Verfahren ohne Stichprobenbildung: Wird ein neuer Standort beantragt, in eine bereits zertifizierte Organisation mit mehreren Standorten aufgenommen zu werden, muss dieser Standort auditiert werden, bevor er in das Zertifikat aufgenommen werden kann.

                                                                                                                                                                                                                                  Stand: 2.4.2019

Zertifizierung

Anrufe aus Österreich und der Schweiz: +49 511 998-61222
Anrufe aus Deutschland (kostenlos):

0800 245-7457

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