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High-Level-Structure sorgt für Vereinheitlichung

Lange waren die verschiedenen Managementsystemnormen wenig verzahnt und dadurch schwierig zu kombinieren. Die Internationale Organisation für Normung (ISO) setzt mit der High-Level-Structure (HLS) auf eine Vereinheitlichung der Struktur und der Anforderungen: Sie hat in den letzten Jahren zahlreiche Managementsystemnormen neu entwickelt und überarbeitet. Was hinter der Bezeichnung der High-Level-Structure steckt? Wir haben das Wichtigste für Sie zusammengefasst.

Was ist die High-Level-Structure? 

Die High-Level-Structure (HLS) ist ein Leitfaden für die Entwicklung neuer Normen, der Struktur und Anforderungen weitestgehend vereinheitlicht und harmonisiert. Das bedeutet, dass die Kapitel, die Kernaussagen und das Begriffsverständnis der Standards identisch sind. Diese übergreifenden Grundlagen werden ergänzt durch die jeweiligen standardspezifischen Inhalte, die in die entsprechenden Abschnitte der Struktur eingebettet werden. Dadurch lassen sich weitere Normen mit deutlich geringerem Aufwand in ein bestehendes Managementsystem integrieren. Spezielle Insellösungen sind passé.

 

Aufbau und Gliederung der HLS

Die High-Level-Structure umfasst die folgenden zehn Abschnitte, von denen besonders die Abschnitte 4 bis 10 für die Zertifizierung von Bedeutung sind:

1. Anwendungsbereich

2. Normative Verweisungen

3. Begriffe

4. Kontext der Organisation

5. Führung

6. Planung

7. Unterstützung

8. Betrieb

9. Bewertung der Leistung

10. Verbesserung

Die HLS hat keine vollständig neuen Themen eingeführt. Jedoch hebt sie bestimmte Anforderungen stärker als zuvor hervor, darunter beispielsweise die Verantwortung des Top-Managements und den Kontext der Organisation sowie die Betrachtung von Risiken und Chancen.

Die folgende Abbildung zeigt die unterschiedlichen Abschnitte mit ihren jeweiligen Inhalten.

 

Vorteile der HLS

Vor allem Unternehmen, die sich in mehrfacher Hinsicht zertifizieren lassen möchten, profitieren von der HLS unter anderem durch:

  • einen identischen Aufbau der Normen bzw. Normenkapitel
  • ein besseres Verständnis der einzelnen Normen durch die einheitliche Struktur und die Verwendung identischer Begriffe und Definitionen
  • einen geringeren Aufwand bei der Implementierung mehrerer Managementsysteme und deren Administration
  • eine Erleichterung der Auditierung von integrierten Managementsystemen
  • eine Kosten- und Zeitersparnis.