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Explosionsgefahren rechtzeitig erkennen

Der Explosionsschutz zählt zu den besonders sicherheitsrelevanten Aufgabenbereichen eines Arbeitgebers. Die Vermeidung von Produktionsausfällen und Personenschäden durch vorzeitiges Erkennen von Explosionsgefahren sind primäre Aufgaben des Explosionsschutzes.

In der Industrie gehören der Umgang mit und die Lagerung von brennbaren Stoffen zum täglichen Geschäft. Brennbare Stäube, Dämpfe organischer Lösemittel sowie brennbare Gase können mit Luft eine explosionsfähige Atmosphäre bilden. Kommt es durch eine Zündquelle zu einer Explosion, so können erhebliche Schäden entstehen.

Novellierte Betriebssicherheitsverordnung

Die novellierte Betriebssicherheitsverordnung trat im Juni 2015 in Kraft und richtet sich an Arbeitgeber, die Arbeitsmittel bereitstellen und ihnen gleichgestellte Betreiber überwachungsbedürftiger Anlagen. Für Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen gelten folgende Neuerungen:

  • Die Beschaffenheitsanforderungen werden jetzt in der Gefahrstoffverordnung geregelt, ebenso die Erstellung des Explosionsschutzdokumentes.
  • Prüfungen und Prüffristen werden weiterhin in der Betriebssicherheitsverordnung definiert.
  • Die Definition der Gefährlichkeit der Betriebsmedien ist dem europäischen Recht angeglichen worden (EG-Verordnung 1272/2008).
  • Teilweise neue Prüfzuständigkeiten und Prüffristen:

    - Regelmäßig wiederkehrende Prüfung der Explosionssicherheit
      von Anlagen mindestens alle sechs Jahre
    - Prüfung der Geräte, Schutzsysteme, Sicherheits-, Kontroll-
      und Regelvorrichtungen im Sinne der Richtlinie 2014/34/EU (ATEX)
      mindestens alle drei Jahre
    - Jährliche Prüfung von Lüftungsanlagen, Gaswarn- und Inertisierungs-
      Einrichtungen
    - Gasfüllanlagen sind hinsichtlich der Explosionssicherheit erstmalig
      und wiederkehrend von einer zugelassenen Überwachungsstelle (ZÜS)
      zu prüfen
  • Erlaubnispflichtige Anlagen (Tankläger, Tankstellen, Füllstellen, Gasfüllanlagen, Flugfeldbetankungsanlagen) müssen erstmalig vor Inbetriebnahme und wiederkehrend von einer ZÜS geprüft werden.
  • Den Antragsunterlagen für erlaubnispflichtige Ex-Anlagen muss ein Prüfbericht einer ZÜS beiliegen.  

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Unsere Leistungen im Überblick

Konzeption

  • Plausibilitätsprüfung von Explosionsschutzdokumenten
  • Methodik zur Erstellung von Explosionsschutzdokumenten

Prüfungen nach Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV)

Vor Inbetriebnahme und nach prüfpflichtigen Änderungen (§15):

  • Anlagenprüfungen (Anh. 2 Abschn. 3 Ziffer 4.1)
  • Geräteprüfung nach Instandsetzung (Anh. 2 Abschn. 3 Ziffer 4.2)

Wiederkehrende Prüfungen (§16):

  • Anlagenprüfungen (Anh. 2 Abschn. 3 Ziffer 5.1)
  • Geräte, Schutzsysteme, Sicherheits-, Kontroll- und Regelvorrichtungen im Sinne der RL 2014/34/EU (Anh. 2 Abschn. 3 Ziffer 5.2)
  • Lüftungsanlagen, Gaswarn- und Inertisierungseinrichtungen (Anh. 2 Abschn. 3 Ziffer 5.3)

Prüfungen im Rahmen des Erlaubnisverfahrens (§18):

  • Prüfung der Antragsunterlagen hinsichtlich des sicheren Betriebs einer Anlage gemäß Planungsstand

Sicherheitstechnische Beurteilung nach Unfällen oder Schadensereignissen auf behördliche Anordnung (§19):

  • Ermittlungen der Ursache nach einem Explosionsereignis
  • Erfahrungsaustausch mit dem Betreiber der Anlage hinsichtlich der Vermeidung eines wiederkehrenden Ereignisses

Prüfungen nach Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)

jede weitere technische Schutzmaßnahme (§7 Abs. 7), zum Beispiel:

  • Blitzschutzanlagen
  • ableitfähige Böden

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