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Was bedeutet DIN VDE 0105-100? – die Norm im Überblick

Ein falscher Handgriff oder ein defekter Stecker und schon drohen ein Unfall und ernste Verletzungen. Das Arbeiten mit elektrischen Anlagen und Betriebsmitteln ist gefährlich. Um folgenschweren Missgeschicken vorzubeugen, existieren eine Reihe klarer Vorgaben zum Umgang mit elektrischen Anlagen. Eine der wichtigsten davon ist die DIN VDE 0105-100. Diese Normen sollten Arbeitgeber genau im Blick behalten. Denn wer sie ignoriert, läuft Gefahr, bei Unfällen zur Verantwortung gezogen zu werden.

Eine für (fast) alles – für diese elektrischen Anlagen gilt die DIN VDE 0105-100

Die DIN VDE 0105-100 gilt für elektrische Anlagen aller Spannungsebenen, von Niederspannung bis Hochspannung. Voraussetzung ist, dass die Anlage der Erzeugung, Umwandlung, Übertragung, Verteilung oder Anwendung elektrischer Energie dient.

Dabei kann es sich um Anlagen handeln, die dauerhaft an einem festen Ort stehen, solche, die vorübergehend – zum Beispiel auf einer Baustelle - aufgebaut werden, oder Anlagen, die bewegt werden. Außerdem betrifft die DIN VDE 0105-100 sogar nicht elektrotechnische Arbeiten, wenn von ihnen eine elektrische Gefahr ausgeht. Ein typisches Beispiel dafür sind Bauarbeiten in der Nähe elektrischer Leitungen.

In den letzten Jahren wurde die DDIN VDE 0105-100 zweimal – 2015 und 2017 – geändert bzw. ergänzt. Diese Änderungen betreffen zum Beispiel wiederkehrende Prüfungen von elektrischen Anlagen. 

Von der Bedienung bis zur Prüfung – die Inhalte der Norm

Auch die Inhalte der DIN VDE DIN VDE 0105-100 sind breit gefächert. Im Mittelpunkt steht der sichere Umgang mit elektrischen Anlagen. Dies beinhaltet zum Beispiel die folgenden Themen:

  • Sicherer Betrieb
  • Werkzeuge, Ausrüstung und Schutzmittel
  • Beschilderung
  • Maßnahmen im Notfall
  • Wartung
  • Regelmäßige Prüfungen

In der DIN VDE DIN VDE 0105-100 ist außerdem festgehalten, welche Qualifikation Mitarbeiter benötigen, um bestimmte Tätigkeiten an elektrischen Anlagen auszuführen. Laut Gerd Lehmann, Elektromeister im Handwerk und Referent der TÜV NORD Akademie, herrscht diesbezüglich in vielen Unternehmen keine Klarheit. „Gerade in kleinen und mittelständischen Unternehmen ist das Bewusstsein für die unterschiedlichen Befugnisbereiche nicht vorhanden.“ Dieses fehlende Bewusstsein kann unangenehme Folgen haben, gerade für den Arbeitgeber.

Unternehmer sind verantwortlich

Die Norm DIN VDE 0105-100 trägt nicht nur zu einem sicheren Arbeitsumfeld bei. Arbeitgeber, die sie beachten, verringern das Risiko, dass sie irgendwann wegen eines Stromunfalls vor Gericht stehen.

Denn die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung ist an dieser Stelle eindeutig: Unternehmer müssen dafür sorgen, dass elektrische Anlagen und Betriebsmittel gemäß den elektrotechnischen Regeln betrieben werden und sowohl die Inbetriebnahme als auch die Wartung und Instandhaltung von einer Person durchgeführt werden, die dafür qualifiziert und geschult ist. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine Elektrofachkraft.

Verzichten Arbeitgeber auf vorgeschriebene Prüfungen, gilt das laut der Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) als strafbarer Vorsatz. Dann droht im schlimmsten Fall ein Prozess. Es lohnt sich also, sich rechtzeitig näher mit der DIN VDE 0105-100 und ihren Inhalten auseinanderzusetzen.

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