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Zertifizierung nach SCC - Sicherheits Certifikat Contraktoren

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Unfällen und Sachschäden vorbeugen

In Industrieparks und großen Werken werden zunehmend Kontraktoren für technische Dienst- oder Werkleistungen eingesetzt. Zum Nachweis, dass wesentliche Arbeitsschutzanforderungen eingehalten werden, bietet TÜV NORD CERT für diese Unternehmen eine freiwillige Zertifizierung gemäß SCC-Regelwerk (Sicherheits Certifikat Contraktoren) an. Diese rückt das Management zu Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz (SGU) in den Fokus und garantiert Auftraggebenden auf diese Weise, dass die grundlegenden Standards erfüllt werden. Das macht das Zertifikat in vielen Branchen – national ebenso wie international – zu einer unverzichtbaren Voraussetzung, um bei der Auswahl von Auftragnehmern Berücksichtigung zu finden.

Drei Varianten der SCC Zertifizierung

Eine Zertifizierung nach SCC gibt es in drei möglichen Varianten:

  • SCC*: eingeschränktes Zertifikat für kleine Unternehmen mit bis zu 35 Beschäftigten, die selbst keine Subunternehmen für technische Dienstleistungen einsetzen
    • Bewertung der SGU-Managementaktivitäten direkt am Arbeitsplatz
    • Voraussetzung: positive Erfüllung der gekennzeichneten 27 Pflichtfragen der SCC-Checkliste
  • SCC**: uneingeschränktes Zertifikat für Unternehmen mit mehr als 35 Beschäftigten und Unternehmen mit weniger als 35 Beschäftigten, die Subunternehmer für technische Dienstleistungen einsetzen
    • Bewertung der SGU-Managementaktivitäten direkt am Arbeitsplatz und des SGU-Managementsystems des Unternehmens
    • Voraussetzungen: positive Erfüllung der gekennzeichneten 40 Pflichtfragen der SCC-Checkliste und positive Beantwortung von mindestens 5 der möglichen 9 Ergänzungsfragen
  • SCCP: uneingeschränktes Zertifikat für Unternehmen, die Arbeitskräfte in der petrochemischen Industrie einsetzen
    • Voraussetzungen: positive Erfüllung der gekennzeichneten 44 Pflichtfragen der SCC-Checkliste und positive Beantwortung von mindestens 3 der möglichen 5 Ergänzungsfragen

Die SCC-Checkliste

Im Zuge der Zertifizierung wird eine repräsentative Anzahl von Projekten, das heißt von Vor-Ort-Tätigkeiten der Kontraktoren beim auftraggebenden Unternehmen, betrachtet. Die für das Audit ausgewählten Baustellen, Arbeitsstätten oder Produktionsbereiche sollen für die Firma charakteristische Projekttypen widerspiegeln und werden nach der SCC-Checkliste bewertet.

Die SCC-Checkliste beinhaltet alle Prüfungskriterien, die für die Begutachtung innerhalb eines Audits und für die letztendliche Zertifizierungsentscheidung von Bedeutung sind. Sie ist in die folgenden 12 Abschnitte gegliedert: 


Das entsprechende normative SCC-Regelwerk können Sie über die Seite der DGMK anfordern. Hier finden Sie auch Kommentare und Interpretationshilfen durch den DMGK-Arbeitskreis sowie einen Auszug der SCC-Checkliste.

Voraussetzungen erfüllen

Für eine Zertifizierung sind die folgenden Anforderungen zu erfüllen:

  • Anwendung des Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzmanagementsystems seit mindestens 3 Monaten
  • Erfüllung der mit Sternchen markierten Pflichtfragen der SCC-Checkliste und abhängig von der Zertifizierungsvariante einer bestimmten Anzahl an Ergänzungsfragen
  • Standardisierte Ausbildung des Personals und der Führungskräfte mit erfolgreich abgeschlossener SGU-Prüfung
  • Ermittlung der Unfallhäufigkeit und Abgleich mit den für die Zertifizierung vorgegebenen Grenzwerten

Qualifizierung des Personals

Eine wesentliche Forderung, die eine Zertifizierung nach SCC stellt, betrifft die Ausbildung des Personals und der Führungskräfte. Laut Regelwerk müssen alle operativ tätige Beschäftigte des nach SCC zertifizierten Bereiches eine erfolgreich bestandene SGU-Prüfung vorweisen. Für operativ tätige Führungskräfte ist diese verpflichtende SGU-Prüfung spezifisch auf die Führungsaufgabe angepasst. Die Prüfungsinhalte und Prüfkriterien der Zertifizierung hat der DMGK verbindlich festgelegt und diese Anforderungen in einem Dokument zusammengestellt. Die TÜV NORD Akademie bietet Ihnen sowohl SGU-Schulungen als auch -Prüfungen für Mitarbeitende und Führungskräfte an. Einen Überblick über die Veranstaltungen finden Sie hier.

Ermittlung der Unfallhäufigkeit

Da das SCC-Regelwerk klare Grenzwerte vorgibt, liegt ein besonderer Fokus auf der Unfallstatistik. Bei einer Erstzertifizierung darf eine Unfallhäufigkeitsquote (UH) von 40 nicht überschritten werden. Für eine Rezertifizierung muss der ermittelte Wert in den darauffolgenden 3 Jahren um 20% gesenkt werden. Das dahinterstehende Ziel ist es, die Unfallzahlen langfristig zu reduzieren. Genauere Informationen zu Sonderregelungen und Rechenbeispiele erhalten Sie hier.

Vorteile ziehen

Eine Zertifizierung nach SCC bietet Ihnen folgende Vorteile:

  • das Zertifikat als Eintrittskarte in den Markt
  • eine Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit
  • eine deutliche Imageverbesserung
  • optimierte Managementprozesse und effizientere Arbeitsabläufe
  • eine qualifizierte Ausbildung der Mitarbeiter und Führungskräfte und gleichzeitige Förderung ihres Sicherheitsbewusstseins
  • eine Reduktion von finanziellen Belastungen durch Erkrankungen oder Unfälle von Personal
  • eine gesteigerte Rechtssicherheit durch die Erfüllung gesetzlicher Auflagen

Die SCC Zertifizierung mit anderen Zertifikaten kombinieren

Die SCC-Zertifizierung kann separat, aber auch gemeinsam mit anderen Zertifizierungen wie DIN EN ISO 9001 (Qualitätsmanagement) oder DIN EN ISO 14001 (Umweltschutzmanagement) durchgeführt werden. Wir informieren Sie gern.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage

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