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  4. Neue Akkreditierungsnorm ISO 50003
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Auswirkungen der neuen Norm

Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) hat festgelegt, dass ab dem 14. Oktober 2017 alle für die ISO 50001 akkreditierten Zertifizierungsstellen Zertifizierungen und Rezertifizierungen nach der neuen Akkreditierungsnorm ISO 50003 durchführen müssen. Die Zertifizierungsnorm ISO 50001 bleibt weiterhin unverändert bestehen. Es erfolgt lediglich eine Umstellung der gegenwärtigen Akkreditierung gemäß der ISO 50001 auf die neue Akkreditierungsnorm ISO 50003. Das hat auch Auswirkungen auf Unternehmen.

Mit der Umstellung wird künftig von Unternehmen, die bereits nach ISO 50001 zertifiziert sind oder eine entsprechende Zertifizierung anstreben, ein stärkerer Nachweis zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung gefordert. Die quantifizierte Nachweisführung geschieht dabei auf Basis messbarer Ergebnisse im Vergleich zur energetischen Ausgangsbasis bzw. dem vorhergehenden Betrachtungszeitraum. Themen wie Messen, Nachweisführung der Energieeffizienzsteigerung und Bildung von aussagekräftigen Energiekennzahlen (EnPI) gewinnen stärker an Bedeutung.

Hilfestellung und praktische Tipps

Hilfe und praktische Tipps liefern die zusätzlich veröffentlichten Normen

  • ISO 50004: EnMS ‒ Anleitung für die Umsetzung, Aufrechterhaltung und Verbesserung eines Energiemanagementsystems
  • ISO 50006: EnMS ‒ Allgemeine Grundsätze und Leitlinien zur Messung der energiebezogenen Leistung unter Nutzung von energetischen Ausgangsbasen (EnB) und Energieleistungskennzahlen (EnPI)
  • ISO 50015: EnMS ‒ Allgemeine Grundsätze und Anleitung zur Messung und Verifizierung der energiebezogenen Leistung von Organisationen

Weitere wichtige Änderungen

Weitere wichtige Änderungen im Zuge der Umstellung:

  • Neue Berechnungsgrundlage für den Auditaufwand. Künftig erfolgt die Berechnung unter Berücksichtigung der Anzahl der Energiequellen, der Höhe des Energieverbrauchs, der Anzahl wesentlicher Energieeinsätze und der Anzahl an Mitarbeitern, die einen wesentlichen Einfluss auf das EnMS und/oder auf die Verbesserung der energiebezogenen Leistungen haben sowie aktiv durch ihre Tätigkeit dazu beitragen, die Anforderungen des EnMS umzusetzen (EnMS-wirksames Personal). Insgesamt kann das zu einer Verschiebung der Auditzeiten und damit auch der Kosten für Unternehmen führen.
  • Branchenspezifische Bewertung der Auditorenkompetenz (acht technische Bereiche ersetzen die bisherigen zwei Sektoren). Das kann unter Umständen für einige Unternehmen einen Wechsel der Auditoren zur Folge haben.

Fokuspunkte für Unternehmen

Im Rahmen der Umstellung steht für Unternehmen künftig stärker die Messung und Nachweisführung der Verbesserung der energiebezogenen Leistung im Fokus. Mit folgenden Punkten sollten sich Unternehmen daher verstärkt auseinandersetzen:

  • Ermittlung der geeigneten/relevanten Energieleistungskennzahlen (EnPI)
  • Prüfung der Aussagefähigkeit der energetischen Ausgangsbasis (EnB)
  • Art, Ort und Zeitpunkt der Messungen
  • Art der Dokumentation von Messungen sowie ihrer Ergebnisse

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