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Digitalisierung & Nachhaltigkeit: Tipps

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Beitrag vom 06.07.2020

5 Beispiele, wie sich Digitalisierung und Nachhaltigkeit erfolgreich verbinden lassen

Unternehmen in der Zukunft sollen digital und nachhaltig sein. Aber handelt es sich dabei nicht um einen Widerspruch in sich? Keineswegs. Vielmehr bereitet die intelligente Verknüpfung von Digitalisierung und Nachhaltigkeit den Weg für faszinierende Geschäftsmodelle.  Zudem kann sie bestehende Prozesse effizienter machen und so entscheidend zum Unternehmenserfolg beitragen.

Die folgenden 5 Beispiele verdeutlichen, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit in Kombination zu einer Erfolgsgeschichte für alle Beteiligten werden. 

1. Global agieren ohne Geschäftsreisen

Dank des Internets und einer wachsenden Anzahl von Software für virtuelle Konferenzen ist internationale Zusammenarbeit möglich, ohne in ein Flugzeug zu steigen. In der Corona-Krise machen viele zum ersten Mal persönlich die Erfahrung, dass virtuelle Kommunikation nicht nur umweltfreundlicher ist, sondern auch Zeit und Geld spart.  

Damit wächst der Wunsch, von diesem Vorteil auch an anderer Stelle zu profitieren. So lässt sich beispielsweise manch teure Messeteilnahme durch eine virtuelle Messe ersetzen.

2. Zirkuläre Geschäftsmodelle mit digitalem Tracking

Seit die Europäische Union den „European Green Deal“ angekündigt hat, sind die Begriffe „Kreislaufwirtschaft“ oder „Circular Economy“ in aller Munde. Die zugrunde liegenden Wirtschaftssysteme basieren auf geschlossenen Kreisläufen. Produkte werden zum Ende ihrer Lebensdauer nicht einfach weggeworfen wie früher üblich. Stattdessen werden sie wiederverwertet, zum Beispiel durch Reparaturen, Wiederaufbereitung oder Recycling. Auf diese Art bleiben Werte möglichst lange erhalten. Die Vorteile: erheblich weniger Ressourcenverbrauch und geringere Kosten.

Eine zentrale Rolle in der Circular Economy spielt die Verbreitung von Wissen, zum Beispiel über die Zusammensetzung von Rohstoffen. Spätestens hier kommt digitale Technologie ins Spiel. Schließlich ist sie ideal für die einfache und schnelle Verbreitung von Informationen. Zudem lassen sich mit Mikrochips, die oft wenige Cents kosten, Materialien oder Produkte zurückverfolgen. Das schafft Transparenz für Hersteller und Verbraucher – ein wichtiger Aspekt, da Kunden zunehmend interessiert daran sind, wo und unter welchen Umständen Produkte gefertigt wurden.

3. IoT-Geschäftsmodelle

Auch IoT (Internet-of-Things-) Anwendungen demonstrieren in vielen Fällen, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammenpassen.

Sie führen zum Beispiel dazu, dass sich Heizungen ungleich präziser als in der Vergangenheit steuern lassen. Unter anderem reagieren sie automatisch auf klimatische Veränderungen oder Tageszeiten.  In der Folge sinken der Energieverbrauch und damit die Belastung für Umwelt und Geldbeutel.

4. Transparente Unternehmensführung durch Digitalisierung

Nachhaltigkeit hat auch eine soziale Komponente.  Welche Werte vertritt ein Unternehmen, wie geht es mit Beschäftigten um, wie sucht es Lieferanten und Produkte aus und wie engagiert es sich für die Gesellschaft? Die Antworten auf solche Fragen beeinflussen die öffentliche Wahrnehmung und das Image von Firmen entscheidend. Das gilt nicht nur für große Konzerne. Auch Start-ups und mittelständische Unternehmen sind zunehmend mit dem Wunsch nach Transparenz konfrontiert.

Der Vorteil im Zeitalter der Digitalisierung: Durch Webseiten und soziale Netzwerke ist es leichter, Informationen für alle zugänglich zu machen.

5. Niedrigere Eintrittshürden in den globalen Markt dank nachhaltigem digitalen Marketing

Die Art und Weise, in der Marketing betrieben wird, hat sich durch die Digitalisierung stark verändert. Aufwendige und teure Werbekampagnen mit Plakatwänden, Radiospots und Zeitungsinseraten sind nicht mehr notwendig, um neue Produkte zu bewerben. Durch das Internet und Onlinemarketing sind die Eintrittshürden in den globalen Markt niedriger geworden. Dabei ist digitale Vermarktung hocheffektiv, vergleichsweise günstig und vielfach nachhaltiger als traditionelle Formen des Marketings.

Von der einfachen Digitalisierung zur nachhaltigen Transformation

Natürlich kann Digitalisierung auch einfach dazu beitragen, Produktionsprozesse zu optimieren und nachhaltiger zu gestalten. Dieses Potenzial nutzen bereits heute viele Unternehmen – zum Beispiel durch digitale Analysetools. Für manchen aufmerksamen Beobachter ist das allerdings nur ein Zwischenschritt, gewissermaßen „1.0“. Dasselbe gilt für Fälle, in denen manuelle Tätigkeiten einfach digitalisiert werden.

Nutzen Unternehmen Digitalisierung und Nachhaltigkeit für neue Geschäftsmodelle, kann es dagegen zu Paradigmenwechseln kommen. Ein Beispiel dafür ist die Art, in der Tesla Mobilität neu definiert. Indem das Unternehmen heute bereits an autonomes Fahren und alle Veränderungen, die damit einhergehen, denkt, ist es der Konkurrenz weit voraus.  

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