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Was ist Change Management? – Definition und Tipps

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Beitrag vom 09.08.2019

Veränderungen steuern

Schon immer war alles im Wandel, aber heute dreht sich das Rad immer schneller. Besonders gilt das – nicht zuletzt dank der Digitalisierung – für die Arbeitswelt. Mit einem intelligenten Change Management können Unternehmen sicherstellen, dass sie Veränderungen steuern, statt von ihnen überrollt zu werden.

Das versteht man unter Change Management – eine Definition

Das „Veränderungsmanagement“ trägt seine Bedeutung schon im Namen:

Change Management meint das planvolle Management von Veränderungsprozessen.

Dabei handelt es sich nicht um irgendwelche Veränderungsprozesse, sondern um weitreichende Veränderungen in Unternehmen. Diese betreffen Abläufe und/oder Verhaltensweisen. Unternehmen reagieren durch solche Veränderungen auf veränderte Umwelt- und Rahmenbedingungen, zum Beispiel auf eine Internationalisierung und den Eintritt in neue Märkte, neue politische Vorgaben, ökologische Veränderungen oder auch den technischen Fortschritt.

Umso schneller sich diese Veränderungen vollziehen und umso mehr Veränderungsdruck dadurch entsteht, desto wichtiger ist ein Change Management.

Change Management: Phasen der Veränderung

Oft unterteilt man das Change Management in Phasen der Veränderung, in denen unterschiedliche Change-Management-Prozesse stattfinden. Ein altes, aber immer noch verbreitetes Modell dafür stammt von Kurt Lewin. Dieser ging davon aus, dass Veränderungen in gesellschaftlichen Gruppen in 3 Phasen ablaufen:

  1. Auftauen (Unfreezing): Dabei handelt es sich um die Vorbereitungsphase, in der ein Veränderungsbewusstsein initiiert wird, Analysen und Diskussionen stattfinden.
  2. Bewegen (Changing): Diese Phase beschreibt den Veränderungsprozess selbst.
  3. Einfrieren (Refreezing): Die neue (Ziel-)Situation ist erreicht. Jetzt besteht die zentrale Aufgabe darin, sie zu stabilisieren.

Neuere Modelle arbeiten mit 4, 5 oder 8 Phasen. Kritische Stimmen meinen dagegen, dass Veränderungsprozesse heute immer häufiger permanent seien und Phasen des Refreezings kaum noch existierten. Demnach sei die moderne Arbeitswelt von ständigem Wandel geprägt und Change Management per Definition dynamisch.

Change-Management-Methoden – so gestalten Unternehmen Veränderungen

Es existiert eine Fülle an Change-Management-Methoden, um Veränderungen erfolgreich zu gestalten. Sie reichen von Zielbildformulierungen und Zielvereinbarungen über die Ernennung von Change Agents, das Abhalten von Workshops und Change Coaching bis hin zu Stakeholder-Analysen, Führungskräftebegleitung und Prozess-Mapping.

Welche davon wann die beste Wahl sind, hängt entscheidend vom jeweiligen Unternehmen und seinen Voraussetzungen sowie dem Change-Prozess selbst ab. In jedem Fall zentral ist eine erfolgreiche Kommunikation. Nur mit ihrer Hilfe ist es möglich, bei Führungskräften und Mitarbeitern ein Verständnis der ablaufenden Prozesse zu schaffen, Widerstände zu überwinden und positive Einstellungen zu verankern.

Auf der anderen Seite stellen manche Veränderungen besonders hohe Anforderungen an ein Change Management, allen voran die digitale Transformation.

 

Change Management und Digital Transformation – ein Sonderfall

Ein Veränderungsprozess, den aktuell alle Unternehmen – in unterschiedlicher Art – durchlaufen, ist die Digitalisierung.

Laut Dr. Janka Krings-Klebe, erfolgreiche Unternehmerin, Buchautorin und Gründerin von co-shift, ist dabei eine besondere Art von Change Management nötig. Dessen Definition ist von adaptiven Prozessen geprägt. „Die Digitalisierung findet an den Außengrenzen des Unternehmens statt und verändert das Verhalten der Kunden, verändert aber auch das Unternehmen innen. Um diese Komplexität in den Griff zu kriegen, brauchen Sie einen hochadaptiven Prozess, bei dem Sie iterativ, in kurzen Lernschleifen arbeiten und regelmäßig nachsteuern. Da ist es tatsächlich so: Der Weg entsteht beim Gehen.“

Agiles Arbeiten ist in diesem Zusammenhang genauso wichtig wie die Fähigkeit, Mitarbeiter in den einzelnen Change-Management-Prozessen mitzunehmen und ihnen die Möglichkeiten zu geben, sich Kompetenzen anzueignen, die für digitale Prozesse notwendig sind. Dabei helfen kann die Einstellung eines Digital Transformation Managers. Schließlich ist die digitale Revolution zu komplex, um sie nebenher laufen zu lassen.

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